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Sicherheitsbedenken von IoT-Nutzern


Warum das Internet der Dinge eine Cybersicherheits-Richtlinie braucht
IoT-Sicherheitsrichtlinie – Definition und Anwendung

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Die Gefahr von Cyberangriffen im Internet der Dinge wächst exponentiell. Microsoft hat aus diesem Grund eine Richtlinie "Cybersicherheit im Internet der Dinge" veröffentlicht. Sie beschreibt insbesondere warum und an welchen Stellen solche Richtlinien unbedingt notwendig sind. IoT-Sicherheit ist heutzutage fraglos eine der Hauptsorgen. Sie betrifft uns als Verbraucher, aber auch Hersteller, Unternehmen aller Größenordnungen und staatliche Einrichtungen. Stand heute, sind nur wenige Leitlinien, Standards oder Richtlinien definiert und durchgesetzt worden. Das verstärkt die Sorge zusätzlich. Einige Rahmenwerke für IoT-Sicherheit befinden sich derzeit in unterschiedlichen Entwicklungsstadien. Sie sind allerdings stark von der jeweiligen Branche abhängig und meist nur Best Practices.

Vor kurzem veröffentlichte Microsoft ein interessantes Dokument zum Thema. Eine "Cybersecurity Policy for the Internet of Things". Das Dokument stellt zunächst den dringenden Bedarf fest, Richtlinien zur Cybersicherheit für das IoT zu entwickeln. Grund ist die exponentiell wachsende Gefahr von Cyberangriffen durch die immer stärkere Verschmelzung von physischen und digitalen Domains. Microsoft schlägt weiterhin vor, dass öffentlicher und privater Sektor enger zusammenarbeiten sollten als bisher, um umfassende Richtlinien und Leitlinien für die IoT-Sicherheit zu entwickeln und bestehende zu optimieren

Microsoft betrachtet Cybersicherheit im IoT primär aus der Sicht der Nutzer und konzentriert sich dabei auf drei verschiedene Anwender-Communities:

Verbraucher, Unternehmen und staatliche Einrichtungen. Aus der Sicht von Microsoft haben diese drei Gruppen nämlich recht unterschiedliche Sicherheitsbedenken. Für die Macher der Richtlinie geht es deshalb darum, diese unterschiedlichen Bedenken zu verstehen und zu berücksichtigen, aber gleichzeitig den innovativen Charakter der jeweiligen IoT-Anwendung zu erhalten.

Verbraucher
Wir nutzen in unserem Alltag in zunehmendem Maße vernetzte Geräte - von Wearables über Geräte innerhalb der Hausautomation bis hin zu Fahrzeugen.

Die IoT-Nutzung seitens der Endverbraucher ist charakterisiert durch das Verwenden einer gemeinsam genutzten Hardware mit eingeschränkter Rechenleistung, die Daten über eine Cloud-basierte App nutzt und potenziell vertrauliche Informationen teilt. So soll der Verbraucher von den Vorteilen des jeweiligen vernetzten Gerätes uneingeschränkt profitieren können. Dabei handelt es sich nicht selten um persönliche, wenn nicht sensible Daten. Konsumenten haben daher Bedenken, ob diese Daten wirklich ausreichend geschützt sind.

Unternehmen
Von der IoT-Nutzung versprechen Unternehmen sich zu Recht eine Reihe von Vorteilen: Verbesserte Geschäftsprozesse, eine optimierte Benutzererfahrung oder die Möglichkeit, unternehmerischen Herausforderungen mit IoT-Innovationen begegnen zu können. Diese potenziellen Vorteile treiben die Nachfrage an. Unternehmen hatten schon immer Grund sich um den Schutz der Privatsphäre zu sorgen. Etliche Sicherheitsschwachstellen haben dazu ausreichend Anlass gegeben.

Mit dem Thema Sicherheit im IoT potenzieren sich diese Probleme. Insbesondere betreffen die Bedenken hier die Bereiche:
>> Abhängigkeit von Datenintegrität und Datenverfügbarkeit
>> Steigende Zahl von Bedrohungen durch verschiedene Angriffsvektoren etwa DDoS-Attacken
>> Verwalten von Sicherheitsupdates
>> Einhalten gesetzlicher Vorschriften
Es erschließt sich unmittelbar, warum es so wichtig ist das IoT-Ökosystem zu schützen und gleichzeitig die Interoperabilität sicherzustellen.

Staatliche Einrichtungen
Staatliche Einrichtungen sind bemüht, den Service für ihre Bürger zu verbessern, und auch sie setzen dabei verstärkt auf vernetzte Geräte. Die Sicherheitsbedenken staatlicher Einrichtungen unterscheiden sich nicht sonderlich von denen eines Unternehmens in der freien Wirtschaft. Allerdings gilt es einige, für staatliche Einrichtungen spezifische Sicherheitsanforderungen zusätzlich zu erfüllen. Die Behördeninfrastruktur muss entsprechend ausfallsicher konzipiert sowie IoT-Sicherheit durchgängig und verlässlich gewährleistet sein.

Schlüsselfunktionen bei der Sicherheit für IoT-Ökosysteme
Ob Endverbraucher, Unternehmen oder staatliche Einrichtung, sie alle verfügen übereinzigartige IoT-Ökosysteme. Diese Ökosysteme werden von Herstellern und Integratoren, Entwicklern, Betreibern und Benutzern unterstützt. Microsoft diskutiert in dem genannten Papier, wie alle Beteiligten dazu beitragen können, das IoT ein Stück sicherer zu machen und wie es den Machern einer Richtlinie gelingen kann, die Komplexität und die unterschiedlich verteilten Verantwortlichkeiten in einem IoT-Ökosystem besser zu verstehen.

Verantwortlich für die Sicherheit sind alle Beteiligten. Etwa bei der Herstellung sichererer Geräte, der Entwicklung sichererer Plattformen und Systeme, der Vernetzung und Installation von Geräten und Software auf der Grundlage sicherheitstechnischer Best Practices und der Integrität von Upgrades und Wartungsarbeiten im Betrieb.

In sämtlichen dieser Bereiche und bei all diesen Verantwortlichkeiten spielen Authentifizierung, Verschlüsselung und Integrität eine entscheidende Rolle. Digitale Zertifikate sind eine der wesentlichen Grundlagen für IoT-Sicherheit, darin stimmen wir mit Microsoft überein. Mehr Details dazu in einem unserer letzten Blogs: 'IoT-Sicherheit beginnt mit Identität'.

IoT-Sicherheit dank Richtlinie
Klar definierte und allgemein akzeptierte Richtlinien und Leitlinien schaffen die Voraussetzungen für sicherere IoT-Ökosysteme. Microsoft schlägt vor, dass staatliche Einrichtungen mit Gremien für Industriestandards, Zertifizierungsstellen und dem privaten Sektor zusammenarbeiten, um die notwendigen Richtlinien zu schaffen.

Eine verlässliche IoT-Sicherheitspraxis fördert und gewährleistet Sicherheit und den Schutz der Privatsphäre. Staatliche Einrichtungen können laut Microsoft
>> als Katalysatoren für die Entwicklung guter IoT-Sicherheitspraktiken dienen
>> interdisziplinäre Partnerschaften aufbauen, die die öffentlich-private Zusammenarbeit und die interinstitutionelle Zusammenarbeit fördern
>> Initiativen unterstützen, die IoT-Sicherheit grenzüberschreitend verbessern

Eines der Beispiele, das Microsoft für die Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen und privaten Sektor hervorhebt ist Plattform Industrie 4.0. Hier arbeiten Organisationen des privaten und öffentlichen Sektors daran, ein IoT-Rahmenwerk für IoT-Sicherheit bei der industriellen Fertigung zu erstellen. GlobalSign hat sich ebenfalls an einer Multi-Vendor Demo zur IoT-Sicherheit auf der letzten Hannover Messe der Plattform Industrie 4.0 und des Industrial Internet Consortiums (IIC) beteiligt. Innerhalb der Live-Demo wurde gezeigt, wie die Kommunikation in Multi-Vendor- und verteilten Fertigungsumgebungen sicher abläuft.

Kollaboration wie an dieser Stelle ist nötig, um die Entwicklung von Standardleitlinien und -richtlinien für die IoT-Sicherheit voranzubringen. Sich hier auf brancheneigene Rahmenwerke zu verlassen, trägt eher zu weiterer Verwirrung bei als zu mehr Sicherheit.
(GlobalSign: ra)

eingetragen: 07.07.17
Home & Newsletterlauf: 27.07.17


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Meldungen: Tipps & Hinweise

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    Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) beobachtet derzeit professionelle Cyber-Angriffe auf private E-Mail-Postfächer von Funktionsträgern aus Wirtschaft und Verwaltung. Bei dieser Angriffskampagne werden täuschend echt erscheinende Spearphishing-Mails an ausgewähltes Spitzenpersonal gesandt. Die Angreifer geben beispielsweise vor, Auffälligkeiten bei der Nutzung des Postfachs beobachtet zu haben oder neue Sicherheitsfunktionalitäten anbieten zu wollen. Der Nutzer wird aufgefordert, einen Link anzuklicken und auf der sich öffnenden Webseite sein Passwort anzugeben. Durch die Preisgabe des Passworts erhalten die Täter Zugriff auf das persönliche E-Mail-Postfach und dessen Inhalte. Die aktuell beobachtete Kampagne richtet sich gegen Yahoo- und Gmail-Konten. Die verwendete Angriffsinfrastruktur hat Ähnlichkeiten mit derjenigen, die bei den Angriffen und anschließenden Leaks gegen die Demokratische Partei in den USA und gegen die französische En Marche-Bewegung eingesetzt wurde.

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    Mit dem Rückgang der Exploit-Kits wächst der Versand von Spam wieder in der Gunst der Kriminellen. Ein beliebter Trick der Spammer ist es, sich als legitimes Unternehmen auszugeben und die Empfänger damit über den schädlichen Inhalt zu täuschen. Für das erste Halbjahr 2017 veröffentlicht F-Secure jetzt eine Rangliste der beliebtesten gefälschten Absender. Die Liste enthält die Namen von Schwergewichten wie Microsoft, Amazon oder Apple. Das zeigt deutlich: Je größer der Name, desto verlockender der Missbrauch in Spam-Mails. "So viele Leute nutzen die Dienste oder Produkte dieser großen Unternehmen, entsprechend macht es für die Kriminellen Sinn, diese bekannten Namen zu missbrauchen", so Rüdiger Trost, Head of Cyber Security Solutions bei F-Secure Deutschland.