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Verwalten Sie alles, was möglich ist


Das Internet der Dinge und seine Schattenseiten
Traffic-Shaping kann insbesondere bei verdächtigen Traffic-Übertragungen dazu beitragen, die Auswirkungen von Angriffen auf ein Netzwerk zu reduzieren

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Von Sean Ginevan, Senior Director Strategy von MobileIron

Intelligente Kühlschränke, digitale Medienplayer oder mit dem Internet vernetzte Videokameras könnten zum Ausgangspunkt von Denial-of-Service-Attacken (DDoS) werden, wie wir sie in diesem Jahr erlebten. Unternehmen sollten Sicherheits-Bausteine entwickeln, mit denen sie die Schattenseiten des Internets der Dinge ausschließen können. Hier einige Vorschläge, was sie heute schon tun können:

Segmentieren Sie das Netzwerk: Die Benutzer bringen neue Geräte in das Netzwerk, die wahrscheinlich keine Verbindung mit kritischer Infrastruktur aufbauen sollen; daher ist es Zeit für Sie, neue SSIDs und WLANs in Ihrem Netzwerk zu ergänzen. Möglicherweise besitzen Sie bereits ein Gästenetzwerk, das eine Internetverbindung anbietet, den Zugriff auf Unternehmensressourcen jedoch sperrt; dies ist ein guter Anfang, aber Geräte aus dem Internet der Dinge benötigen möglicherweise trotzdem Zugriff auf einige Unternehmensressourcen, während Gäste darauf verzichten können. Die IT kann im Laufe der Zeit entscheiden, welche Ressourcen im Netzwerk für das Internet der Dinge zugänglich sein sollten. Ein Netzwerk für das Internet der Dinge ist irgendwo zwischen dem vertrauenswürdigen abgesicherten Unternehmensnetzwerk und dem Gästenetzwerk einzuordnen.

>> Überlegen Sie, ob Sie PKI und NAC einsetzen: Wahrscheinlich wollen Sie nicht, dass die Benutzer ihre Anmeldeinformationen im Kühlschrank eingeben, um online zu gehen, weil bei einer Sicherheitsverletzung der Kühlschrank im Netzwerk wie einer Ihrer Mitarbeiter agiert. (Vorwegnahme: Es könnte sich sogar um Ihren CEO handeln, der gerade ein neues tolles Gerät erworben hat und zur Authentifizierung im Netzwerk seine Anmeldeinformationen verwendet. Dieses neue Gerät kann gehackt werden; aus der Sicht des Netzwerks sieht es nach wie vor jedoch so aus, als handle es sich um den CEO. Benutzername und Passwort sind für den Angreifer zugänglich, das heißt, der Kühlschrank kann sich gegenüber anderen Dingen als CEO authentifizieren).

Die Infrastruktur mit öffentlichen Schlüsseln (PKI) kann zur Sicherheit beitragen, da nur autorisierte Endpunkte, die durch den Benutzer registriert und von der IT als vertrauenswürdig bestätigt wurden, eine Verbindung aufbauen können. Mehrere Schichten der Netzwerkzugriffssteuerung stellen sicher, dass Geräte tatsächlich vertrauenswürdig sind und Ihre Mindestsicherheitskriterien erfüllen. Weniger vertrauenswürdige Geräte aus dem Internet der Dinge werden dann in dem jeweiligen Netzwerksegment isoliert.

>> Telnet sperren: Sperren Sie, sofern möglich, die Telnet-Verbindungen aus Ihrem Netzwerk komplett. Sperren Sie mindestens Verbindungen, die von Telnet von außen aufgebaut werden. Ungesicherte Verbindungen über Telnet erleichtern beispielsweise die Verbreitung von Würmern wie Mirai über Geräte mit Standardpasswörtern.

>> Vergessen Sie Traffic-Shaping nicht: Wenn Sie Geräte haben, die gefährdet sind, können Sie die Sicherheitslücke schließen. Traffic-Shaping kann insbesondere bei verdächtigen Traffic-Übertragungen (kurze Datenpakete, lange Aktivitätszeiträume, immer die gleichen Ziele) dazu beitragen, die Auswirkungen von Angriffen auf Ihr Netzwerk zu reduzieren und die Konnektivität für unternehmenskritische Dienste zu verbessern.

>> Verwalten Sie alles, was möglich ist: Sie können bestimmte vernetzte Geräte über eine EMM-Plattform oder andere Sicherheitsplattformen verwalten. Wenn Ihr Unternehmen Prototypen eigener Geräte für das Internet der Dinge entwickelt, entscheiden Sie sich für Plattformen wie Windows 10 und Android, weil deren Sicherheits-Tools ausgereifter sind als bei Plattformen, die für Verbraucher entwickelt wurden. Wenn Geräte über eine zentrale Plattform konfiguriert werden können, arbeiten Sie mit Ihren Mitarbeitern zusammen, damit diese die Standardkonfigurationen deaktivieren, die von Schadsoftware wie Mirai genutzt werden könnten.

eingetragen: 22.01.17
Home & Newsletterlauf: 31.01.17


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Meldungen: Tipps & Hinweise

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    In letzter Zeit traten gehäuft Probleme bei der Verwendung von PGP und Keyservern auf: Bereits Angriffe mit einfachsten Methoden auf SKS Keyserver führten zu Überlastungen und dazu, dass Schlüssel unbrauchbar wurden. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group aufmerksam. Die E-Mail-Verschlüsselung per PGP ist attraktiv: Kostenfrei und mit wenig Aufwand können Anwender ihren Mail-Verkehr verschlüsseln. Dieses Verfahren hat jedoch deutliche Schwächen, die dazu führen, dass das vermeintliche Gefühl von Sicherheit tatsächlich beeinträchtigt wird. "Mittels eines PGP Key Servers kann jeder Nutzer auf einfache Art ein Schlüsselpaar erstellen. Das allerdings ist das erste Problem: Jeder kann für jeden x-beliebigen anderen Menschen eine Nutzerkennung anlegen, die aus Vor- und Zunamen sowie der E-Mail-Adresse besteht. Eine Identitätsprüfung findet dabei nicht statt", so Christian Heutger, CTO der PSW Group. Stattdessen verifizieren und bestätigen andere Nutzer die Identität nach dem Ansatz des Web of Trust: Durch eine PGP-Signatur bekunden PGP-Nutzer ihr Vertrauen am öffentlichen Schlüssel.

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