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Sicher vor Datenklau im Urlaub


Hotels, Flughäfen oder andere öffentliche Plätze bieten für Touristen häufig kostenloses WLAN an
Um ganz sicher zu gehen, empfehlen sich verschlüsselte Verbindungen und der Einsatz von VPN-Clients

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Von Pascal Jacober, Sales Manager DACH bei Ping Identity

Gerade im Ausland droht durch unsichere Internetverbindungen erhöhte Gefahr – insbesondere, weil viele auch im Urlaub noch dienstliche E-Mails lesen oder online Zahlungen veranlassen. Urlauber sollten daher folgende Tipps beherzigen, um wirklich sorglos die Seele baumeln zu lassen.

1. Apps und Geräte sperren – aber richtig
Wer in Ferienanlagen oder Hotels seine E-Mails lesen möchte, sollte immer darauf achten, die Geräte nicht unbewacht stehen zu lassen. Wichtig ist: Je sensibler die Daten sind, desto besser sollte das Gerät geschützt sein. Viele Online-Dienste bieten bereits die Anmeldung mit Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) an. Sicherheitsfragen, zusätzliche Verifizierungscodes oder andere Tokens schaffen eine zusätzliche Sicherheitsbarriere, die Unbefugte aussperrt. Insbesondere bei Finanztransaktionen oder sensiblen Arbeitsdaten sollten so viele Sicherheitsmechanismen greifen wie möglich. Daher sollte MFA aus Gründen der Bequemlichkeit nicht zugunsten eines einfachen Passwortes ungenutzt bleiben.

2. Keine ungesicherten Verbindungen
Hotels, Flughäfen oder andere öffentliche Plätze bieten für Touristen häufig kostenloses WLAN an. Damit Kunden schnell darauf zugreifen wollen, sind diese häufig nicht ausreichend geschützt. Zudem erhalten Cyber-Kriminelle leichter Zugang zu den Geräten, wenn sie sich im gleichen Netz befinden. Wenn möglich sollte man auf gesicherte Netze zugreifen, die ein Passwort voraussetzen und sämtliche Autoconnect-Funktionen abschalten, um zu verhindern, dass sich die Geräte automatisch verbinden. Um ganz sicher zu gehen, empfehlen sich verschlüsselte Verbindungen und der Einsatz von VPN-Clients.

3. Mobile Geräte aufrüsten
Im Urlaub lohnt es sich, die Bildschirm-Sperrzeit kürzer einzustellen. Wer sein Handy aus der Hand legt eröffnet Kriminellen ein Zeitfenster, um sich des Telefons zu bemächtigen. Dieses sollte so kurz wie möglich sein. Zum Schutz vor physischem Diebstahl der Geräte empfehlen sich außerdem Anti-Diebstahl-Lösungen. Diese nutzen beispielsweise die Front-Kamera von Smartphones, um Fotos von den Dieben zu schießen und verfolgen per GPS die Position des Telefons.

4. Immer auf dem neuesten Stand
Auch im Urlaub sollten sämtliche Applikationen und Betriebssysteme stets aktualisiert werden, um Sicherheitslücken schnellstmöglich zu schließen. Im Idealfall führen die Geräte bei einer sicheren WLAN-Verbindung automatisch intervallartige Updates durch. Es empfiehlt sich außerdem, regelmäßig Antiviren-Scans durchzuführen, wenn man mit WLAN-Hotspots verbunden war.

Mit diesen Tipps erschweren Urlauber Cyber-Kriminellen den Zugriff auf ihre Geräte und bewahren sich selbst vor einer bösen Überraschung. Wer ganz sichergehen will, sollte bei der Heimkehr seine Online- und Bankkonten überprüfen, ob es hier unerwünschte Vorgänge gegeben hat und man unter Umständen die Kreditkarte sperren muss. Ebenfalls ist es eine gute Zeit, sämtliche Kennwörter zu ändern oder spätestens jetzt die MFA zu aktivieren. So hält man Unbefugte auch nachträglich davon ab, Schäden anzurichten und der Urlaub entpuppt sich nicht im Nachhinein als Horror-Trip.
(Ping Identity: ra)

eingetragen: 20.07.18
Newsletterlauf: 03.08.18

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Meldungen: Tipps & Hinweise

  • Kontrolle durch Data Loss Prevention

    Für viele Mitarbeiter ist das Arbeiten von unterwegs oder aus dem Home-Office zur Selbstverständlichkeit geworden. Die Sicherheitsrisiken werden dabei jedoch oft übersehen: Auf Laptops, Mobiltelefonen und Tablets befinden sich häufig sensible Unternehmensdaten wie vertrauliche E-Mails und Dokumente, personenbezogene Daten oder Finanzinformationen. Durch ein gestohlenes oder verlorenes Gerät steigt das Risiko eines Datenlecks. Nach der DSGVO stellt der Verlust eines mobilen Firmengeräts mit personenbezogenen Daten eine Datenschutzverletzung dar, die mit Bußgeldern von bis zu 20 Millionen Euro oder vier Prozent des weltweiten Gesamtjahresumsatzes geahndet werden kann.

  • Tipps zur Reduzierung der Insider-Bedrohung

    Nicht nur Cyber-Attacken, sondern auch Insider-Angriffe stellen für Unternehmen nach wie vor eine erhebliche Sicherheitsgefahr dar. CyberArk gibt fünf Empfehlungen, wie ein Unternehmen Insider-Angriffe erkennen und die kostspieligen Folgen verhindern kann. Viele Unternehmen haben die "Bedrohung von innen" mittlerweile erkannt und ihre Schutzmaßnahmen entsprechend verstärkt. Dabei konzentrieren sie sich in erster Linie auf böswillige Insider, die allerdings nicht ausschließlich für Sicherheitsvorfälle verantwortlich sind, auch Unachtsamkeiten der Mitarbeiter müssen ins Kalkül gezogen werden.

  • "Unbekannte Quellen" als Dauerübel

    Apple will ihre Entwickler dazu verpflichten, eine Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA) zu verwenden, um dem Handel mit Entwicklerzertifikaten und damit einem Einfallstor für schadhafte Apps entgegenzuwirken. Michael Veit, Security Evangelist bei Sophos, mit einem Kommentar zu dieser Vorgehensweise. Es ist noch nicht lang her, dass sich die beiden Giganten Apple und Facebook über eine App Namens "Facebook Research" in den Haaren lagen. Diese Applikation war nicht für den generellen Gebrauch entwickelt worden - in der Tat war es sogar so, dass Facebook die App gar nicht Jedermann zugänglich machen konnte: im App Store war sie nämlich gar nicht zugelassen, zu viel Schnüffelpotenzial. Unter anderem spähte sie in den Traffic einiger (oder aller) Netzwerke von anderen Apps - Ziel: Facebook verbessern durch tiefere Einblicke in das Onlineverhalten der Nutzer.

  • Schutzniveau stärker als die Bedrohungslage

    Internetnutzer sind sich der Gefahren im Internet mehr oder minder bewusst. Das geht aus dem aktuellen Sicherheitsindex 2018 von Deutschland sicher im Netz e. V. hervor. Die Studie zeigt dabei: Obwohl sich die Anzahl erlebter Cyber-Kriminalitätsfälle wie Phishing, Cyber-Mobbing, Online Shop-Betrug oder Erpressung kaum verändert hat, steigt die Verunsicherung der Verbraucher im Internet. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW eindringlich aufmerksam und betonen, dass insbesondere das Öffnen von E-Mail-Anhängen, der Austausch vertraulicher Inhalte, Bankgeschäfte im Internet, das Herunterladen von Software sowie Dating-Anwendungen große Sorgen und Verunsicherung bereiten. Für die Studie wurde die digitale Sicherheitslage deutscher Internetuser untersucht. Der durch einen Vergleich von Bedrohungslage und Schutzniveau ermittelte DsiN-Sicherheitsindex liegt dabei bei 60,9 Punkten.

  • Sicherheitslücke in 5G ausnutzen

    Kaum laufen die ersten Tests der neuen 5G-Netzwerke, schon melden sich erste Stimmen, die gewisse Sicherheitslücken beanstanden. Die Security in 5G, genannt 5G AKA (Authentication and Key Agreement) baut auf den AKA-Protokollen der 3G- und 4G-Technologie auf. Eines der Probleme der älteren Protokolle ist, dass 3G- und 4G-Geräte leicht mit Fake-Basisstationen überwacht werden können, sogenannten IMSI Catcher (International Mobile Subscriber Identity Catcher), auch StingRays genannt. Dabei verbindet sich das Mobilgerät automatisch mit den betrügerischen Basisstationen, da die GSM-Technologie immer das naheste und stärkste Netz priorisiert. Ist ein solches in der Umgebung, bemerkt es der Anwender vermutlich nicht, wenn sich das Mobilgerät mit der Fake-Basisstation verbindet.