- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Tipps & Hinweise

Dem System eine schlanke Anti-Viren-Suite


Linux-Variante der KillDisk Ransomware treibt ihr Unwesen
IT-Sicherheitsexperte rät zur Überprüfung der Systemsicherheit

- Anzeigen -





Linux galt einst als fast nicht angreifbares System. Das trifft zwar weitgehend noch immer zu, nichtsdestotrotz dürfen Linux-Nutzer nicht die Augen vor der Tatsache verschließen, dass sich diese Situation langsam ändert. Bereits 2015 wurde mit Linux.Encoder.1 der erste, wenngleich harmlose, Linux-Erpressungstrojaner geboren. "Zwei Jahre später, im Januar 2017, wurde dann erstmals vermeldet, dass Ransomware auch unter Linux tätig ist. Deshalb raten wir Linux-Nutzern spätestens jetzt mittels zuverlässiger Internet Security Lösungen und Backups mit der Absicherung ihres Betriebssystems zu beginnen. Denn nur so lässt sich Ransomware sicher umschiffen", so Christian Heutger, Geschäftsführer der PSW Group. Der IT-Sicherheitsexperte verweist auf die Spezialisten aus dem Hause Eset, die darüber informierten, dass die Ransomware KillDisk in der Lage ist, Linux-Workstations und Linux Server anzugreifen.

Wenngleich Linux nicht ohne weiteres angreifbar ist und Sicherheitslücken in aller Regel innerhalb kürzester Zeit behoben werden, sollten Nutzer dafür Sorge tragen, dass sämtliche Zugangspunkte gesichert sind. "Hierfür ist es notwendig, aktuelle und offizielle Distributionen zu verwenden und Programme möglichst nicht aus Fremdquellen herunterzuladen. Regelmäßige Backups schützen zudem auf einfachste und günstigste Art vor einem Datenverlust im Falle eines Ransomware-Angriffs", rät Heutger.

Ein sauberes Maß an Sicherheit schaffen die Bordmittel, die Ubuntu Linux mitbringt. Dazu gehört der Befehl sudo, der Programmaufrufen vorangestellt wird, um berechtigten Benutzern zu gestatten, dieses Programm mit anderen Benutzerrechten auszuführen, etwa mit administrativen Rechten. Darüber hinaus sorgen das Passwort-Management und die Verschlüsselung des Systems für ein gutes Gefühl. "Es lohnt sich, auch einen Blick auf AppArmor zu werfen. Dies ist ein unter Ubuntu bereits integriertes und aktives Konzept, das Zugriffsrechte stark einschränkt. Es ist insbesondere für den Fall geeignet, wenn Cyberkriminelle versuchen wollen, das System übernehmen zu wollen. Um die Rechtevergabe noch detaillierter zu gestalten, empfehle ich zudem die Installation von SELinux", ergänzt Christian Heutger.

Auch auf einen Virenscanner sollten Anwender nicht verzichten und dem System eine schlanke Anti-Viren-Suite gönnen. Denn Proof-of-concept-Viren können genauso ihr Unwesen treiben wie Windows-Viren auf einem Linux-System. Um diese nicht zu "lagern", sondern loszuwerden, braucht es eine sinnvolle Virenlösung. "Eine Personal Firewall wird in dem Moment notwendig, in dem Anwender Server-Software nachinstallieren, um Dienste im lokalen Netzwerk, aber nicht aus dem Web anzubieten", erklärt der IT-Sicherheitsexperte. Wer seinen Computer nicht direkt mit dem Internet verbindet, sondern einen Router dazwischenschaltet, verwendet in der Regel ohnehin die Router-eigene Firewall, die ausreichend ist.

"Dass Anwender versehentlich Software installieren, wie es unter Windows schon mal passieren kann, ist durch das Sicherheitskonzept von Linux nicht möglich, sodass diesbezüglich ebenfalls kein Firewall-Bedarf existiert", ergänzt Heutger. (PSW Group:ra)

eingetragen: 14.05.17
Home & Newsletterlauf: 08.06.17


PSW Group: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -


Meldungen: Tipps & Hinweise

  • Besonders leichte Beute für Hacker

    Nachdem zwei große Ransomware-Angriffe über den Globus gefegt sind und zahlreiche große Organisationen davon betroffen waren, haben viele Unternehmen begonnen, ihre Cyber-Sicherheitspolitik zu überdenken. Doch viele kleine Unternehmen sind immer noch ungeschützt - und sie könnten jederzeit Ziel eines Ransomware-Angriffs werden, da solche Angriffe in Intensität und Raffinesse zunehmen werden. "Kleine Unternehmer und CEOs sollten sich darauf konzentrieren, eine Denkweise in ihrem Unternehmen zu pflegen, die - anstatt die Menschen ohne Grund zu verschrecken - die Kultur der Cybersicherheit und einen vorsichtigen Ansatz für alle Online-Aktivitäten aufbaut", sagte Marty P. Kamden, CMO von NordVPN. "Eine Organisation vor Cyberattacken zu schützen, bedeutet eine vollständige Zusammenarbeit aller Mitarbeiter - und jeder muss die Do's und Don'ts des Online-Verhaltens kennen."

  • Natürliche Personen können haftbar gemacht werden

    Die EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) ist bereits seit dem 24. Mai 2016 beschlossene Sache - die Schonfrist läuft allerdings am 25. Mai 2018 ab. Zu diesem Stichtag gilt für alle Unternehmen verbindlich die neue Rechtslage. Grund genug, sich mit dem Thema jetzt genau auseinanderzusetzen und die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, bevor zeitliche Engpässe für die Umsetzung entstehen. G Data stellt hierzu ein Whitepaper bereit und zählt fünf Änderungen auf, die für Unternehmer von entscheidender Bedeutung sind.

  • Datenkraken greifen immer hemmungsloser zu

    Die ausufernde Datenschnüffelei lässt viele Menschen kalt. Zu Unrecht. Die Brabbler AG erläutert fünf Gründe, warum auch in der digitalen Welt absolut jeder rechtschaffene Bürger etwas zu verbergen hat. Die Datenkraken greifen immer hemmungsloser zu. Sie zeichnen die Spuren der User in der digitalen Welt umfänglich auf, verknüpfen sie miteinander und erstellen umfassende Profile. Dabei ist die Schnüffelei längst nicht mehr auf PCs, Tablets oder Smartphones beschränkt; Connected Cars und Sprachassistenten sorgen dafür, dass Datensammler mittlerweile Gespräche im Auto oder in den eigenen vier Wänden abhören können. Vielen Menschen ist das gar nicht bewusst; und diejenigen, die es wissen oder zumindest ahnen, juckt es oft nicht groß. Sie hätten ja schließlich nichts zu verbergen und deshalb auch nichts zu befürchten. Die Brabbler AG, die sich für den Schutz der Privatsphäre im Internet einsetzt, zeigt, dass das ein Irrtum ist. Sie erläutert, welche Folgen die Datenspionage für ganz normale Bürger haben kann.

  • Schwerpunkt auf Spear-Phishing legen

    Trustwave warnt vor Malware-Angriffen, die so geschickt getarnt sind, dass geschädigte Unternehmen diese Angriffe gar nicht oder sehr spät erkennen - nämlich dann, wenn es bereits zu spät ist und wertvolle Unternehmensdaten bereits gestohlen wurden. Diese oft als Fileless Malware bezeichnete Schadsoftware wird von Cyberkriminellen immer öfter eingesetzt und lässt sich mit herkömmlichen Sicherheitslösungen im Regelfall nicht erkennen. Trustwave gibt Tipps, wie man diese Art von Angriffen unterbinden kann. Fileless Malware, im Deutschen oft als "Dateilose Malware" bezeichnet, ist kein neues Phänomen, erfreut sich aber laut aktuellen Untersuchungen von Trustwave zunehmender Beliebtheit bei Cyberkriminellen.

  • Industriestandards für den Datenschutz

    Die EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) ist seit längerem in aller Munde. Sie zielt darauf ab, den Datenschutz innerhalb der EU zu stärken und regelt auch den Transfer von Daten über die EU hinaus. Wenn sie am 18. Mai 2018 in Kraft tritt und von den Behörden durchgesetzt werden kann, hat sie Auswirkungen für jedes Unternehmen, das Daten in irgendeiner Weise in der EU verarbeitet. Tenable Network Security stellt im ersten Teil ihrer Serie zur Datenschutz-Grundverordnung drei essentielle Schritte vor, um die sicherheitstechnischen Herausforderungen der EU-DSGVO zu bewältigen.