- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Tipps & Hinweise

Mehrarbeit für Domaininhaber in Grenzen


Zertifikatsmissbrauch wird ein weiterer Riegel vorgeschoben
Certification Authority Authorization erhöht Sicherheit von SSL/TLS-Zertifikaten

- Anzeigen -





Seit 8. September ist die Sicherheit von SSL/TLS-Zertifikaten durch das Verfahren Certification Authority Authorization (CAA) weiter erhöht worden. Da der Anwender nun selbst im DNS eine oder mehrere Zertifizierungsstellen (CA) definiert, die SSL /TLS-Zertifikate für die eigenen Domains ausstellen darf. "Das SSL-/TLS-Zertifikat wird nun nicht nur an einen festgelegten Host, sondern auch an eine festgelegte Zertifizierungsstelle gebunden. Dem Zertifikatsmissbrauch wird damit ein weiterer Riegel vorgeschoben. Und dank diverser Tools hält sich auch das Mehr an Arbeit für Domaininhaber in Grenzen", begrüßt Christian Heutger, Geschäftsführer der PSW Group diesen Schritt.

Das ursprüngliche Modell der Zertifizierungsstellen erlaubte es, dass jede Zertifizierungsstelle für jeden Host- bzw. Domainnamen Zertifikate ausstellen kann. Das konnte zur Folge haben, dass mehrere Zertifikate von verschiedenen CAs für ein und dieselbe Domain ausgestellt werden.

"Angreifer machen sich genau das zunutze: Um einen Man-in-the-Middle-Angriff zu starten, lassen sich Angreifer ein gültiges Zertifikat ausstellen, obwohl sie nicht Domain-Inhaber sind. Das erlaubt dem Angreifer, sich mit dem gefälschten Zertifikat als Server auszugeben, der er nicht ist", erklärt der IT-Sicherheitsexperte und ergänzt: "Ist nun ein Zertifikat eines Hosts bzw. einer Domain an eine vorher festgelegte Zertifizierungsstelle gebunden, fällt bereits beim Validieren auf, dass das Zertifikat von einer fremden Zertifizierungsstelle gezeichnet ist. Dann wird das Zertifikat als ungültig angesehen."

Mithilfe des CAA-Records legt der Domain-Inhaber ab sofort schon in der DNS fest, welche Zertifizierungsstelle ein Zertifikat für seine Domain ausstellen darf. Für diese Domain darf nun ausschließlich diese CA-Zertifikate ausstellen. Es kann nicht mehr zu fälschlich ausgestellten Zertifikaten kommen. Wurde das Zertifikat durch die richtige CA ausgestellt, kann diese Zertifizierungsstelle auch nach der Gültigkeit des TLS-Zertifikats befragt werden. Versucht nun eine Gegenstelle, sich als korrekter Server auszuweisen und präsentiert dafür ein Zertifikat, welches von einer anderen CA unterschrieben wurde, schlägt der Client Alarm.

"Seit 8. September dieses Jahres können SSL/TLS-Zertifikate nur dann ausgestellt werden, wenn die Zertifizierungsstelle als CAA in der DNS festgelegt wurde. Zur eigenen Sicherheit rate ich deshalb allen Domaininhabern ein CAA Record anzulegen, andernfalls kann das Zertifikat von jeder CA ausgestellt werden", verdeutlicht Christian Heutger noch einmal. (PSW Group: ra)

eingetragen: 17.10.17
Home & Newsletterlauf: 23.11.17


PSW Group: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -


Meldungen: Tipps & Hinweise

  • NTT Security warnt vor Deepfake-Angriffen

    Künftig ermöglichen Deepfakes Cyber-Angriffsszenarien in einer ganz neuen Dimension, warnt NTT Security. Da bisher keine ausgereiften technischen Abwehrmechanismen zur Verfügung stehen, müssen Unternehmen größte Vorsicht walten lassen. 2017 tauchten erstmals in größerem Stil Deepfake-Videos auf; vor allem gefälschte Porno-Videos mit Hollywoodstars wie Scarlett Johansson und Emma Watson verbreiteten sich rasch im Internet. Große Bekanntheit erlangten zudem die zahlreichen Deepfakes mit Nicolas Cage, in dem der Oscar-Preisträger nahezu in jedem Hollywoodstreifen zu sehen war. Und auch Politiker wurden von Deepfakes nicht verschont, etwa Angela Merkel, die in einer Rede plötzlich die Gesichtszüge von Donald Trump annimmt.

  • Neun Tipps, um den Computer abzusichern

    Hacker haben es auch auf die Computer in Schulen und von Schülern abgesehen. Denn hier sind teils sensible Daten wie Schulzeugnisse, Krankheiten oder Zugangsdaten zu Social Media- und E-Mail-Konten gespeichert. Lehrer und Eltern sind meist schlecht auf einen möglichen Cyberdiebstahl vorbereitet. Daher sollten auch sie ihre Hausaufgaben jetzt erledigen und die von den Kindern genutzten Computer absichern. Die Sicherheitsexperten von F5 geben neun Tipps, wie Computer am besten abgesichert werden können.

  • Zehn ultimative Anzeichen für Phishing-E-Mails

    Ja? Nein? Probehalber anklicken? Vielleicht passiert ja gar nichts? - Phishing-E-Mails sind nicht einfach zu erkennen. Zur Orientierung hat Sophos die Top 10 der bestechenden Hinweise auf einen Phishing-Versuch aufgestellt. Eines aber vorweg: "probehalber" ist keine empfohlene Herangehensweise. Phishing-E-Mails können plump sein oder sehr raffiniert. Doch es gibt ein paar untrügliche Kennzeichen, was eine verdächtige E-Mail ausmacht. Sophos hat im Rahmen seines Phishing White Papers zehn Merkmale zusammengefasst, bei denen Nutzer hellhörig werden sollten.

  • SamSam-Angreifer schwer fassbar

    Seit zweieinhalb Jahren werden Unternehmen von einem Schädling terrorisiert, der in ihre Netzwerke eindringt und sämtliche Computer mit einer zerstörerischen Datenverschlüsselnden Malware infiziert: SamSam. Details über die Attacken, die Opfer, die Methoden und den Ursprung dieser Malware sind seitdem nur schwer aufzudecken. Eines ist aber gewiss: Durch das Erpressen hoher Lösegelder von einer wohl recht kleinen Opfergruppe, die nur sehr widerwillig Einblicke in ihr Unglück gab, bleiben die SamSam-Angreifer schwer fassbar - häuften aber ein geschätztes Vermögen von rund 5,9 Millionen US-Dollar an.

  • Multiple Faktoren schützen Identitäten

    Auf 3,33 Millionen Euro belaufen sich laut der Studie "Cost of a Data Breach 2018" des Ponemon-Instituts die durchschnittlichen Kosten einer Datenpanne - Tendenz weiter steigend. Verlorene Geschäftschancen, Wiederherstellung aufgewendeter Arbeitsstunden und negative Auswirkungen auf die Reputation zählen zu den Kostentreibern. Verstöße gegen die Datensicherheit finden täglich statt, lassen sich zunehmend schlechter erkennen und somit schwerer verhindern. Mit jedem erbeuteten Datensatz verdienen Hacker bares Geld, zerstören unternehmerische Existenzen und bescheren der Weltwirtschaft empfindliche Einbußen: Bitkom beziffert allein die jährlichen Schäden der deutschen Wirtschaft auf 55 Milliarden Euro.