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Fünf Gründe für Datenverluste


Hacker-Angriffe dominieren die Nachrichten. Aber die häufigste Ursache für Datenverluste sind die eigenen Mitarbeiter
Mitarbeiter speichern Unternehmensdaten auf ungeschützten Endgeräten

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Millionen Nutzer waren in den vergangenen Jahren von Datenlecks bei Cloud-Anbietern betroffen. So haben Hacker bei LinkedIn Zugriff auf 117 Millionen Konten erlangt, bei Yahoo sogar auf 500 Millionen. Auch wegen solcher Vorfälle haben Unternehmen Bedenken, wenn es um die Sicherheit ihrer Daten in der Cloud geht. Allerdings sind Hacker-Angriffe gar nicht die größte Gefahr. Die meisten Daten verlieren Unternehmen durch bösartiges oder nachlässiges Verhalten von Mitarbeitern.

Daniel Wolf, Regional Director DACH bei Skyhigh Networks, erklärt welche fünf Verhaltensweisen von Nutzern hauptsächlich zum Datenverlust in Cloud-Services führen - und wie Unternehmen dagegen vorgehen.

1. Mitarbeiter laden Daten von sicheren Cloud-Diensten in unsichere Services
Unternehmenstaugliche Cloud-Dienste, wie Box, Office365 oder Salesforce, legen viel Wert auf Sicherheit. Ihre Vertragsbedingungen orientieren sich am Bedarf von Firmen. Zum Beispiel bleiben die Unternehmen Eigentümer der Informationen, die sie in die Cloud laden. Endet ein Vertrag, löschen die Anbieter sofort alle gespeicherten Dateien. Kundendaten teilen sie auch nicht mit Dritten.

Lesen Sie zum Thema "Cloud Computing" auch: SaaS-Magazin.de (www.saasmagazin.de)

Allerdings erfüllen nur rund acht Prozent aller Cloud-Anbieter diese Vorgaben bezüglich Sicherheit und Compliance. Daraus folgt ein erster Grund für Datenverlust: Mitarbeiter, die aus Bequemlichkeit unsichere Cloud-Dienste nutzen. Sie gefährden die Sicherheit der Unternehmensdaten, häufig ohne es selbst zu merken.

2. Mitarbeiter speichern Unternehmensdaten auf ungeschützten Endgeräten
Mit "Bring Your Own Device" (BYOD) erhoffen sich Firmen mehr Leistung von ihren Mitarbeitern. Diese können mit ihrem eigenen Endgerät von überall aus auf die Dateien in der Cloud zugreifen. Dabei verlassen aber Unternehmensdaten das Firmennetzwerk und gelangen auf private Geräte, die nicht der Kontrolle der IT unterliegen. Wenn diese nicht gut geschützt sind, beispielsweise durch PIN-Eingabe und die Möglichkeit Daten remote zu löschen, dann gefährdet BYOD vertrauliche Informationen. Der Mitarbeiter muss im Café nur einmal kurz in die andere Richtung schauen, und schon ist sein Gerät gestohlen und die Firmendaten gleich mit.

3. Mitarbeiter mit Administrationsrechten schwächen unabsichtlich Sicherheitsmechanismen
Administratoren und andere Angestellte, die über ähnlich weitreichende Zugriffsrechte verfügen, verursachen seltener Sicherheitsbedrohungen als andere Nutzer. Dafür sind diese dann aber besonders schädlich, weil solche Anwender über hohe Sicherheitsfreigaben verfügen. 55,6 Prozent der Firmen erleben monatlich mindestens eine solche Bedrohung. Diese kann ein Versehen sein, wenn die Mitarbeiter Sicherheitsbeschränkungen ändern und damit schwächen, oder Absicht. So haben bereits IT-Administratoren in den Daten des Vorstandes nach Insiderwissen für den Aktienhandel gesucht.

4. Mitarbeiter teilen Daten mit Dritten über ein persönliches E-Mail-Konto oder einen ungeschützten Link
Mitarbeiter, die Dateien an Kollegen oder Geschäftspartner weitergeben möchten, nutzen dazu immer häufiger Collaboration-Plattformen. In den meisten Fällen müssen Kollegen und Geschäftspartner einzeln zur Zusammenarbeit eingeladen werden. Werden Personen über private E-Mailadressen - etwa von GMX oder Hotmail - eingeladen, lässt sich nicht feststellen, ob es sich um autorisierte Nutzer handelt. 5,4 Prozent der in der Cloud geteilten Dateien werden über Links ausgetauscht, die leicht an beliebige Personen weitergeleitet werden können. Wer über diese Links vertrauliche Daten abruft, lässt sich nur schwer ermitteln.

5. Daten in genehmigten Cloud-Diensten gehen über Programmierschnittstellen zu unsicheren Services verloren
Unternehmenstaugliche Cloud-Dienste bieten auch Marktplätze für die Apps Dritter. Nicht alle diese Zusatzangebote erfüllen die benötigten Sicherheitsstandards. Häufiger Fehler: Nutzer erlauben solchen Apps, sich mit den vertraulichen Daten in der sicheren Cloud zu verbinden. Sie sind dann das schwächste Glied in der Cloud-Sicherheit. Bekanntes Beispiel für eine App, die Unmengen Daten abfragt, ist Pokémon Go. Sie benötigte zu Anfang vollen Zugriff auf das Google-Konto der Nutzer.

"Das größte Sicherheitsrisiko ist der Mensch - weil wir Fehler machen. Diese lassen sich aber mit technischen Möglichkeiten abmildern. Cloud Access Security Broker sichern Cloud-Dienste mit einem vielfältigen Maßnahmenpaket ab. Sie können beispielsweise Daten vor dem Upload in die Cloud verschlüsseln oder den Zugang zu gefährlichen Diensten blockieren", sagt Daniel Wolf, Regional Director DACH bei Skyhigh Networks. "Durch diese extra Sicherheitsschicht lassen sich menschliche Schwächen kompensieren und das Risiko von Datenverlusten minimieren." (Skyhigh Networks: ra)

eingetragen: 19.11.16
Home & Newsletterlauf: 15.12.16


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Meldungen: Tipps & Hinweise

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    F5 Networks ruft Unternehmen auf, sich intensiver mit der Sicherheit ihrer Web Apps zu befassen. Während sie sich hauptsächlich um die Geschwindigkeit der Entwicklung, Performance und Nutzungsraten kümmern, vergessen sie oft die Absicherung ihrer Anwendungen. "Die gleichen Apps, von denen die Geschäftstätigkeiten abhängen, enthalten häufig auch Schwachstellen, die das Business gefährden", sagt Ralf Sydekum, Technical Manager DACH bei F5 Networks. "Wir sprechen dabei nicht über kleine Fehler, die ausgeklügelte cyberkriminelle Techniken erfordern, sondern über alltägliche Lücken, die Hacker quasi automatisch ausnutzen können. Dieses Szenario ist viel häufiger als die schlagzeilenträchtigen, spektakulären Angriffe." Hacker untersuchen Webseiten in der Regel über automatische Tools auf mögliche Fehler. Die zehn häufigsten bekannten Schwachstellen sind dabei für 85 Prozent der erfolgreichen Angriffe verantwortlich. Daher kann jedes Unternehmen schnell zum Opfer werden. Letztlich gibt es drei mögliche Angriffswege.

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    In den letzten Jahren hat die Zahl der Ransomware-Angriffe stetig zugenommen. Während zunächst eher private Anwender im Fokus standen, konzentrieren sich Cyberkriminelle bei Ransomware-Angriffen zunehmend auf Unternehmensnetzwerke. Besonders auf MongoDB NoSQL-Datenbanken haben es Hacker in den letzten Monaten abgesehen. Das Sicherheitsunternehmen Trustwave verrät, mit welchen einfachen Handgriffen Unternehmen ihre MongoDB-Datenbanken vor Angriffen schützen können. Je einfacher ein Unternehmensnetzwerk oder eine Netzwerkanwendung zu hacken ist, desto leichter gerät es auch ins Visier von Cyberkriminellen. Und so wurde in den letzten Monaten immer wieder falsch konfigurierte oder unzureichend gesicherte MongoDB NoSQL-Datenbankinstallationen das Ziel von Hackerangriffen.

  • Microsoft-Support für Windows Vista endete

    Am 11. April 2017 endete der Support von Microsoft für das Betriebssystem Windows Vista. Anschließend werden für Windows Vista keine weiteren Updates mehr veröffentlicht, auch wenn noch Fehler oder Sicherheitslücken entdeckt werden sollten. Da öffentlich bekannte Schwachstellen somit nicht mehr geschlossen werden, birgt die weitere Nutzung von Vista hohe Risiken für die IT-Sicherheit, vor allem wenn das betroffene Gerät mit dem Internet verbunden ist. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät Anwendern von Windows Vista, das Betriebssystem nach dem 11. April nicht mehr zu verwenden und möglichst schnell auf ein anderes aktuelles Betriebssystem umzusteigen.

  • Datenverarbeitung auf dem Prüfstand

    Die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die im Mai 2018 in Kraft tritt, wird weit reichende Auswirkungen auf Unternehmen und Bürger in Europa und weltweit haben. Doch noch immer sind viele Unternehmen nicht ausreichend auf die neuen Richtlinien vorbereitet. Eset hat einige Tipps zusammengestellt, mit denen IT-Verantwortliche ihr Unternehmen fit für die neuen Vorgaben machen können: Alle wichtigen Entscheidungsträger im Unternehmen sollten sich der Auswirkungen der DSGVO bewusst sein und wissen, was sie für den alltäglichen Betrieb bedeutet. Informieren Sie deshalb auch die Geschäftsführung über die Bedeutung des Themas.