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Tipps für eine bessere Sicherheit des Smart Home


IoT-Risiken zu Hause: Studie zählt mehr als 70.000 Zugriffsversuche auf das virtuelle Smart Home sowie über 68.000 offene Web-Schnittstellen zu Smart-Home-Geräten
Deutschland liegt mit 6.576 offenen Web-GUIs weltweit auf Platz zwei

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Sophos präsentiert gemeinsam mit Koramis Ergebnisse des Forschungsprojekts "Haunted House". Aktuelle Zahlen zeigen mehr als 70.000 Zugriffsversuche von 24.089 einzelnen IPS auf das virtuelle Haus. Hiermit wird deutlich: Das Haunted House ist kein einmaliges Geisterphänomen sondern eine dauerhafte Gefahr für private Smart Homes – sofern diese nicht fachgerecht eingerichtet sind. Und dies ist nur die eine Seite des Spuks:

Parallel zu den Zugriffsversuchen auf das "Haunted House" erforscht das Projekt mithilfe von Suchmaschinen wie Shodan oder Cenys auch, wie viele Smart Home Komponenten mehr oder weniger einfach über das Internet zugänglich sind. Ein im Oktober hierfür gestarteter Scan fand bis heute mehr als 68.000 offene Web-Schnittstellen von bekannten Smart-Home-Komponenten, die vor allem in Privathaushalten eingesetzt werden.

Darunter drahtlose Fensterkontakte, Rauchmelder, automatische Türschließanlagen oder Kamerasysteme. Alle gefundenen Geräte waren über das Internet leicht zugänglich. Die Ergebnisse wurden mithilfe einer "Heatmap" visualisiert, die zeigt, dass sich die IoT-Technologie in Städten und urbanen Zentren wie Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt oder München konzentriert, während sie in ländlichen Gebieten weniger verbreitet ist.

Acht Tipps wie man sicher bleibt

1. My Home(network) is my Castle:
Niemals das Heimnetz mit anderen teilen!

2. IoT-Geräte möglichst raus aus dem Heimnetzwerk: Ein Beispiel: wenn hauptsächlich über Kabel oder Antenne empfangen wird, kommt das Fernsehgerät auch ohne WLAN aus.

3. Separates Netzwerk für IoT-Geräte: Wenn der WLAN-Router verschiedene Netzwerke (Segmentierung) erstellen kann, sollte ein spezielles Netzwerk für IoT-Geräte aufgebaut werden, das den Zugriff auf andere Bereiche des Netzwerks unterbindet.

4. "Sealed-Off"-Netzwerkbereiche auf verschiedenen WLANs: Noch sicherer ist es, verschiedene "Sealed-Off"-Netzwerkbereiche für Home Office, Unterhaltungselektronik, Gebäude- und Sicherheitstechnik oder das Gastnetzwerk mit jeweils unterschiedlichen WLANs zu erstellen. Dies kann durch eine Firewall ermöglicht werden, die ausschließlich jene Kommunikation erlaubt, die für die Verwendung der Komponenten erforderlich ist, und eine Infektion von einem IoT-Gerät zum anderen unterbindet. Die Sophos XG Firewall Home Edition Firewall steht kostenlos zum Download bereit.

5. Verwendung einer sicheren VPN-Technologie: Statt einer ungesicherten Port-Weiterleitung eines Routers für den Fernzugriff auf die IoT-Geräte aus dem Internet ist es besser, eine sichere VPN-Technologie für Smartphones oder Mac / PC zu verwenden.

6. Software Updates: Es sollte immer die aktuelle AV-Software auf allen PCs, Macs und Android-Smartphones installiert sein. Kostenlose Tools wie Sophos Home oder Sophos Mobile Security sind auf der Sophos Website verfügbar.

7. Mehr Sicherheit durch neueste Firmware: Nicht nur PCs, Laptops oder Smartphones, auch jedes IoT-Gerät muss mit der aktuellsten Firmware für einen sicheren Betrieb ausgerüstet sein. Der Aufwand lohnt sich in Bezug auf Sicherheit und Privatsphäre.

8. Google ist dein Freund: Es ist sinnvoll vor dem Kauf nach potenziellen Sicherheitslücken der IoT-Geräte zu suchen, die man verwenden möchte. Eine Google-Suche gibt einen schnellen und guten Überblick, wenn das Produkt der Wahl bereits im Fokus von Hackern steht oder gar gehackt wurde.
(Sophos: ra)

eingetragen: 19.11.17
Home & Newsletterlauf: 11.12.17


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Meldungen: Tipps & Hinweise

  • Heimtückische Cybereinbruchsmethode

    Kaspersky Lab warnt Banken und Finanzinstitute vor einer heimtückischen Cybereinbruchsmethode. Dabei schmuggeln die Bankräuber ein Gerät, das von ihnen komplett kontrollierbar ist, in das Gebäude der anvisierten Finanzorganisation und verbinden es anschließend mit dem Unternehmensnetzwerk. Diese Art des digitalen Einbruchs machten die Experten von Kaspersky Lab anlässlich nötiger Vorfallreaktionsuntersuchungen (Incident-Response-Untersuchungen) bei mindestens acht Fällen in Osteuropa zwischen 2017 und 2018 ausfindig. Die Beute beziehungsweise die geschätzten Verluste liegen in zweistelliger Millionenhöhe.

  • Cyberangriffe und Bedrohungen von innen

    Die digitale Infrastruktur von Unternehmen ist aufgrund ständig neu aufkommender Schwachstellen und Bedrohungen zahlreichen Gefahren ausgesetzt. In den Medien wird zum Thema IT-Sicherheit häufig über tatsächliche und theoretische Hackerangriffe in Form von Katastrophenszenarien und von Schäden in Millionenhöhe berichtet. Auch Constanze Kurz und Frank Rieger beleuchten in ihrem neuen Buch "Cyberwar" Gefahren und Bedrohungen, denen die digitalisierte Gesellschaft ausgesetzt ist, sowie Möglichkeiten, IT-Infrastrukturen zu schützen. Dass im Bereich IT-Security Gefahr in Verzug ist, wissen wir aber nicht erst seit kurzem. Seit Jahren sehen wir: Digitale Angriffe durch Hacker sind von unterschiedlicher Komplexität. In den meisten Fällen werden verschiedene Angriffstechniken und Tricks kombiniert, um die vorhandenen Sicherheitssysteme auszuhebeln.

  • Die Konkurrenz schläft nicht, sie spioniert

    Jedes dritte kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland war schon einmal von Wirtschaftsspionage oder Konkurrenzausspähung betroffen. Täter sind ausländische Staaten oder Konkurrenzunternehmen. Wissenschaftler-Team des Max-Planck Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht (Freiburg) und des Fraunhofer Instituts für System- und Innovationsforschung (Karlsruhe) stellt europaweite Untersuchung vor. Gesetzlicher Rahmen in Deutschland nicht mehr zeitgemäß Nicht nur die Global Player können Opfer sein - auch jedes dritte kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Deutschland war in der Vergangenheit schon von Wirtschaftsspionage oder Konkurrenzausspähung betroffen. Täter können ausländische Staaten, Wettbewerber oder die eigenen Mitarbeiter sein. Zwanzig Prozent der Unternehmen haben keine Strategien zur Entdeckung oder Abwehr von Angriffen auf ihr Know-how entwickelt und wären auf einen solchen Fall nicht vorbereitet. Das sind einige der Ergebnisse des Forschungsprojekts "Wirtschaftsspionage und Konkurrenzausspähung in Deutschland und Europa" (WISKOS), das ein Forschungsteam des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht (MPICC) in Freiburg und des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (Fraunhofer ISI) in Karlsruhe gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt (BKA), dem Landeskriminalamt (LKA) Baden-Württemberg und der Sächsischen Hochschule der Polizei durchgeführt hat. Gefördert wurde das Projekt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

  • Schutz vor Man-in-the-Middle-Angriffen

    Bei der E-Mail-Verschlüsselung bewegt sich etwas: Die IETF hat mit MTA-STS einen neuen Standard zur Absicherung von Verbindungen zwischen Mailservern per TLS und Zertifikaten geschaffen. "Damit wird ein aktiver Schutz vor Man-in-the-Middle-Angriffen gewährleistet. Und das ist längst überfällig. Denn die E-Mail hinkt - verglichen mit anderen Kommunikationskanälen - schon lange in Sachen Verschlüsselung hinterher", begrüßt Christian Heutger, Geschäftsführer der PSW Group, die Entscheidung. Der IT-Sicherheitsexperte begründet: "Zwar ist eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung seit Jahren möglich, jedoch wird sie leider kaum genutzt. MTA-STS soll nun eine praktikable Möglichkeit bieten, auch den Transportweg zwischen Mailservern zu sichern."

  • Bessere Methoden für IAM und PAM

    Cybersicherheit als solche und insbesondere der Schutz von vertraulichen Daten waren vielleicht nie wichtiger als gerade jetzt. Die allgemeine Aufmerksamkeit richtet sich inzwischen sehr viel stärker auf das Thema. Das gilt gleichermaßen für Regierungen und Aufsichtsbehörden. Die Risiken sind höher denn je. Kein Unternehmen, keine Organisation kann sich mehr hinter einer magischen "BlackBox" verschanzen, die im Hintergrund sämtliche Sicherheitsvorkehrungen übernimmt. Ohne konzertierte Aktion wird es nicht gehen, und die betrifft Menschen, Prozesse und Technologien zu gleichen Teilen. Tatsächlich haben Identity und Access Management sowie das Privileged Access Management (abgekürzt IAM und PAM) einen großen Anteil an den Sicherheitsbemühungen eines Unternehmens. Das hat einen Grund. Privilegierte Konten betreffen die wichtigsten Daten einer Firma, Benutzer dieser Konten können auf höchst vertrauliche Informationen zugreifen. Es ist also entscheidend, dass wirklich nur die Nutzer auf genau die Daten zugreifen, die sie brauchen, um die mit ihrem Job verbundenen Aufgaben zu erledigen. Und nur auf diese Daten und nicht etwa auf sämtliche sensiblen Informationen eines Unternehmens. Erst das Zusammenspiel von übergreifender Governance, dementsprechenden Praktiken und Richtlinien, gewährleistet überhaupt mit Cyberangriffen Schritt halten zu können.