- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Tipps & Hinweise

Datenschutz-Folgenabschätzung durchführen


Essentielle Schritte, um die Security-Herausforderungen der DSGVO zu bewältigen – Teil 2
Die Möglichkeiten einer Organisation, die Risiken bei der Verarbeitung personenbezogener Daten einzudämmen und diese Eindämmung zu dokumentieren, ist in mehrfacher Hinsicht entscheidend

- Anzeigen -





Teil 1 der Serie behandelte Fragen rund um Frameworks, personenbezogene Daten und Schatten-IT. Doch die DSGVO hält in vielen Bereichen täglicher Geschäftsabläufe weitere Herausforderungen bereit. Die Vorgaben einzuhalten ist für Unternehmen jedoch geschäftskritisch. Das gilt aus zwei Gründen: Zum einen ist es schnell mit dem Vertrauen von Partnern und Kunden vorbei, wenn es eine erfolgreiche Attacke, ein Datenleck oder Ähnliches gibt – das Geschäft nimmt Schaden. Zum anderen können Verstöße gegen die Vorgaben bestraft werden, auch wenn sich kein Zwischenfall ereignet. Die möglichen Geldbußen sind schmerzhaft und betragen bis zu vier Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.

Teil 2 der Serie von Tenable Network Security beleuchtet und erklärt deshalb drei weitere essentielle Schritte, um die Security-Herausforderungen der DSGVO zu bewältigen.

Unternehmen sollten feststellen, ob die Art und Weise, wie sie Daten verarbeiten, als "hohes Risiko" gilt.
Laut Erwägungsgrund 89 der Verordnung sind Verarbeitungsvorgänge, die ein "hohes Risiko" für personenbezogene Daten mit sich bringen, "insbesondere solche, bei denen neue Technologien eingesetzt werden oder die neuartig sind und bei denen der Verantwortliche noch keine Datenschutz-Folgenabschätzung durchgeführt hat bzw. bei denen aufgrund der seit der ursprünglichen Verarbeitung vergangenen Zeit eine Datenschutz-Folgenabschätzung notwendig geworden ist".

Demnach können Verarbeitungsvorgänge mit hohem Risiko praktisch überall im Unternehmen stattfinden. Sicherheitshalber sollten die Verantwortlichen grundsätzlich davon ausgehen, dass eine bestehende oder geplante Verarbeitung ein hohes Risiko darstellt. Dann können sie entsprechende Maßnahmen treffen.

Es ist wichtig, eine Datenschutz-Folgenabschätzung durchzuführen.
Laut US-Bundesgesetz müssen alle amerikanischen Bundesbehörden eine so genannte Privacy Impact Assessment (PIA) durchführen. Erst dann können sie eine neue Erfassung personenbezogener Daten einleiten und IT entwickeln oder beschaffen, mit der sie Daten erfassen, verwalten und verbreiten können. In Kanada gelten eigene PIA-Anforderungen und auch in UK sind PIAs – wenngleich nicht vorgeschrieben – durchaus üblich. Die entsprechende EU-Verordnung schreibt in Artikel 35, Datenschutz-Folgenabschätzung, eine Abschätzung vor, wenn "eine Form der Verarbeitung, insbesondere bei Verwendung neuer Technologien, ... voraussichtlich ein hohes Risiko für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen zur Folge" hat.

Informationssicherheitsmanager, die das NIST Cybersecurity Framework nutzen, können die Kategorien in dessen Identifizierungsfunktion anwenden, um die Folgenabschätzung zu unterstützen. In ähnlicher Weise können Informationssicherheitsmanager, die ISO/IEC 27002 nutzen, zur Unterstützung der Abschätzung die Informationsklassifizierung und Sicherheit der Richtlinie in Entwicklungs- und Support-Prozessen anwenden.

Maßnahmen zur Eindämmung von Risiken treffen und dokumentieren.
Die Möglichkeiten einer Organisation, die Risiken bei der Verarbeitung personenbezogener Daten einzudämmen und diese Eindämmung zu dokumentieren, ist in mehrfacher Hinsicht entscheidend. Laut Erwägungsgrund 83 müssen Verantwortliche und Auftragsverarbeiter die Risiken der Verarbeitung beurteilen und dann geeignete Maßnahmen zu ihrer Eindämmung treffen. Falls die Verarbeitung ein "hohes Risiko" mit sich bringt, das nicht ausreichend eingedämmt werden kann, empfiehlt die Verordnung dem Verantwortlichen, die Aufsichtsbehörde zu konsultieren (Erwägungsgründe 84 und 90).

Falls der Schutz personenbezogener Daten verletzt wurde, muss der Verantwortliche angesichts einer geplanten Geldbuße ebenfalls die getroffenen Eindämmungsmaßnahmen dokumentieren (Art. 33(3)(d)), die Aufsichtsbehörde konsultieren (Art. 36) und zudem die Wirksamkeit dieser Maßnahmen nachweisen (Art. 83(2)(c)). Auftragsverarbeiter sind in einem solchen Fall ebenfalls aufgefordert, ihre technischen und organisatorischen Maßnahmen zur Risikominderung (Art. 28(1)) und zur Schadensminderung (Art. 83(2)(c)) zu dokumentieren.
(Tenable Network Security: ra)

Teil: 1
Industriestandards für den Datenschutz

eingetragen: 10.09.17
Home & Newsletterlauf: 25.09.17


- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -


Meldungen: Tipps & Hinweise

  • Wieder neue Masche beim CEO-Betrug

    Im letzten Dezember war es noch ein angeblicher Mitarbeiter des Bundeskanzleramts, aktuell meldet sich "Daniel Fischer" vom Auswärtigen Amt per E-Mail oder am Telefon bei deutschen Unternehmen - die Details wechseln, aber in allen Fällen handelt es sich um einen Betrugsversuch. "Daniel Fischer" bittet um ein vertrauliches Gespräch mit der Geschäftsleitung des Unternehmens. In diesem Gespräch erläutert er, dass die Bundesregierung für den Freikauf deutscher Geiseln in Mali finanzielle Unterstützung der Privatwirtschaft benötige.

  • Vier Tipps, um Hackern Tür und Tor zu öffnen

    Nach wie vor setzen viele Unternehmen und Anbieter alleine auf das traditionelle Passwort, um ihre Anwendungen zu schützen. Große Datenlecks wie das Rekord-Beispiel Yahoo haben allerdings gezeigt, dass diese Art der Absicherung längst nicht mehr zeitgemäß ist. Oft sind es die Verbraucher selbst, die Hacker durch lasche Kennwörter einladen, in ihre digitalen Konten einzudringen. Pascal Jacober, Sales Manager DACH bei Ping Identity gibt vier Empfehlungen, wie es Hackern besonders leicht gemacht wird.

  • Wie funktionieren Endpoint-Attacken?

    Bei Cyber-Attacken führen die Angreifer meistens verschiedene Schritte durch, um an ihr Ziel zu kommen. Deshalb ist es besonders wichtig, diese Schritte zu kennen. Dabei hat sich eine umfassende Verteidigungsstrategie mit überlappenden Schutzschichten als bester Ansatz für die Cybersicherheit erwiesen. Bei der Angriffskette lassen sich sieben Stufen identifizieren, über die man Klarheit haben sollte: Aufklärung, Art des Angriffs, Weg der Infizierung, Art des Schadprogramms, Installation, Command & Control und letztlich die Aktion oder Ausführung. Diese komplexe und sich teils überschneidende Standardkette ist oftmals komplizierter als nötig. Daher reicht es tatsächlich, mit einer einfacheren, endpunktspezifischen Angriffskette zu beginnen, die nur aus drei wesentlichen Schritten besteht.

  • Kluft zwischen IT-Teams und Chefetage

    "Führungskräfte müssen sich direkt mit Cloud- und Sicherheitsexperten auseinandersetzen, sonst versäumen sie es, wertvolle Ressourcen zu nutzen. Durch eine enge Zusammenarbeit über alle Ebenen hinweg lassen sich die Geschäftsergebnisse verbessern und gleichzeitig der Schutz für Anwendungen, Betriebsgüter und Kundendaten erhöhen", sagte Andreas Riepen, Vice President DACH, F5 Networks. Die Zahl der Sicherheitsverletzungen ist im Vergleich zum Vorjahr um 27 Prozent gestiegen. Gleichzeitig haben Unternehmen 2017 durchschnittlich 22 Prozent mehr für ihre Cybersicherheit ausgegeben (9,5 Millionen Euro). Das belegt eine Studie, die das Ponemon Institut im Auftrag von F5 Networks durchgeführt hat. Doch nicht immer werden diese Mehraufwände strategisch eingesetzt.

  • Shadow IT: Ein erhebliches Compliance-Risiko

    Die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) kommt und es besteht auf Unternehmensseite noch immer akuter Handlungsbedarf. Kaseya gibt Tipps, wie Firmen mit der richtigen Technologie schneller und einfacher zum Ziel der DSGVO-Konformität kommen. Stilllegen von Devices: Verlorene oder gestohlene Geräte müssen auf jeden Fall außer Betrieb genommen werden. Das gilt auch, wenn der Mitarbeiter das Unternehmen verlässt oder das Gerät entfernt wird. Der Nutzer und seine Zugangsmöglichkeiten müssen für alle Systeme genauso sorgfältig aufgehoben werden, wie sie aufgesetzt wurden. Ganz gleich, ob es um Angestellte, Kunden, Admins oder Partner geht. Neben dem Aufheben von Nutzerrechten ist es wichtig, Daten zu beseitigen und zwar so, dass sie nicht wiederhergestellt werden können. Mit regulären Methoden lassen sich die Daten nicht sicher vernichten. Landet das Gerät dann als Spende in der nächsten Schule oder einfach auf dem Müll, droht das Unternehmen DSGVO-Vorgaben zu verletzen. Wurde ein Gerät gestohlen oder ist es verloren gegangen, muss die Firma in der Lage sein, es per Fernzugriff abzuschalten, Daten zu verschlüsseln oder es sogar zu formatieren.

Tenable Network Security: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.