- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Tipps & Hinweise

OpenSSL-Sicherheitslücke betrifft auch mobile Apps


Informationen zur Heartbleed-Sicherheitslücke: Rund 1.300 Apps in Google Play betroffen
Im Zweifelsfall vorübergehend auf Online-Einkäufe, mobiles Bezahlen und Banking zu verzichten

(15.04.14) - Die als "Heartbleed" bezeichnete Sicherheitslücke in OpenSSL zieht immer weitere Kreise: Trend Micro hat 390.000 Apps aus Google Play überprüft und kommt zu dem Ergebnis, dass sich rund 1.300 davon mit angreifbaren Servern verbinden. Leider befinden sich darunter auch 15 Banking-Apps, 39 Apps für Online-Bezahlvorgänge sowie weitere zehn, die mit Online-Einkäufen zu tun haben.

"Leider kann der Nutzer nicht viel gegen diese Gefahr unternehmen", erklärt Sicherheitsexperte Udo Schneider, Pressesprecher bei Trend Micro. "Denn die meisten mobilen Anwendungen müssen sich mit Servern verbinden, um zu funktionieren. Doch die Sicherheitslücke können nur die Betreiber der Server schließen."

Dies ist vor allem für Besitzer von Smartphones oder Tablets ein Problem, die ihre Geräte für mobile Bankgeschäfte oder Einkäufe, einschließlich so genannter In-App-Einkäufe, verwenden. Wer zum Beispiel über eine App einen Einkauf tätigt und dafür innerhalb dieser Anwendung seine Kreditkartendaten eingeben muss, läuft Gefahr, dass diese Angaben im Nachhinein von Cyberkriminellen entwendet werden. Denn diese Daten liegen auf einem Server und auf die Speicherdauer hat der Anwender keinerlei Einfluss. Ist der Server nun über die Sicherheitslücke angreifbar und werden die Kreditkartendaten für längere Zeit aufbewahrt, besteht das Risiko des Datendiebstahls und eines späteren finanziellen Verlustes.

"Es wird sicherlich noch einige Wochen oder sogar Monate dauern, bis die Sicherheitslücke auf allen betroffenen Servern geschlossen ist", so Udo Schneider. "Bis dahin sollten die Anwender der Versuchung widerstehen und insbesondere Finanztransaktionen dann und nur dann tätigen, wenn sie absolut sicher sind, dass die Betreiber hinter den Bezahl- oder Bankdiensten die Sicherheit wiederhergestellt haben, falls sie betroffen waren." (Trend Micro: ra)

Trend Micro: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -


Meldungen: Tipps & Hinweise

  • Wie ODNS Surfgewohnheiten geheim hält

    DNS ordnet menschenlesbare Namen für Computer und Dienste, wie etwa nakedsecurity.sophos.com, den numerischen IP-Adressen zu, die Computer benötigen, um miteinander zu kommunizieren. Leider hat DNS ein Datenschutzproblem: DNS-Abfragen können gelesen werden und man sieht genau, wer wo surft, selbst wenn diese Personen darauf achten, die genauen Details ihres Surfens mit HTTPS zu verschlüsseln. Es gibt bereits viele Ansätze um dieses Problem zu lösen. Eine junge und sehr vielversprechende Technologie ist ODNS (Oblivious DNS). Sophos erklärt, wie sie funktioniert.

  • WAF-Funktionen in der Cloud und On-Premise

    Die Entscheidung für die optimale Web Application Firewall (WAF) basiert heute nicht mehr nur auf den integrierten Sicherheitstechnologien und dem gebotenen Schutzniveau. Eine weitgehende Erkennung auch aktueller und unbekannter Gefahren ist schon fast selbstverständlich. Immer wichtiger werden flexible Nutzungsmöglichkeiten. Denn schließlich können IT-Entscheider heute nicht wissen, welche Modelle für welche Einsatzszenarien sie morgen benötigen. Daher sollten sie auf folgende Punkte achten.

  • Gezielte Manipulation der Daten ist denkbar

    Einige populäre Dating-Apps übertragen persönliche Nutzerdaten unverschlüsselt mittels unsicheren HTTP-Protokolls, so das Ergebnis einer Untersuchung, die die Experten von Kaspersky Lab um die Jahreswende veröffentlicht haben. Der Grund für den unsicheren Datentransfer ist der Einsatz sogenannter Advertising-SDKs. Diese einfach anwendbaren Software Development Kits (SDKs) sind Teil beliebter Werbenetzwerke und werden von App-Entwicklern gerne eingesetzt, um sich auf die Kernaufgaben ihrer Anwendung konzentrieren zu können. Offenbar werden unsichere SDKs bei inzwischen weltweit milliardenfach installierter Apps eingesetzt. Sie stellen eine ernste Gefahr da, weil damit persönliche Daten abgefangen, verändert und wehrlose App-Nutzer angegriffen werden können. Diese Ergebnisse gehen aus einer aktuellen Analyse von Kaspersky Lab über SDKs von Drittanbietern hervor.

  • KI & maschinelles Lernen: Zwei neue Trends

    Cyberkriminelle sind schlauer als je zuvor und für 2018 werden einige der fortschrittlichsten Angriffe erwartet, die die Welt je gesehen hat. So schätzt beispielsweise Forbes die Kosten in Höhe von etwa 6 Billionen US-Dollar pro Jahr ein. Dabei gibt es gute Möglichkeiten, um den Angriffen vorzubeugen. Darunter fällt neben der klassischen Security auch eine ausgefeilte Backup- beziehungsweise Disaster Recovery-Strategie, um Daten nach einem Angriff möglichst verlustfrei wiederherzustellen.

  • Die sieben Todsünden der digitalen Kommunikation

    Die Brabbler AG beleuchtet die häufigsten Fehler von Unternehmen bei der digitalen Kommunikation. Viele Unternehmen gehen zu sorglos mit ihrer digitalen Kommunikation um. Damit riskieren sie den Verlust von Betriebsgeheimnissen und laufen Gefahr, gegen gesetzliche Vorgaben wie die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union zu verstoßen. Das kann in beiden Fällen große Schäden verursachen und extrem teuer werden. Die Brabbler AG, Spezialist für sichere digitale Kommunikation, erläutert die sieben gängigsten Fehler.