- Anzeigen -


Einfachere und stärkere Authentifizierung


W3C und FIDO Alliance beschließen Webstandard für sichere, passwortlose Anmeldungen
Benutzerfreundliche Lösung gegen Passwortdiebstahl, Phishing und Replay-Angriffe

- Anzeigen -





Das World Wide Web Consortium (W3C) und die FIDO Alliance gaben bekannt, dass die Spezifikation Web Authentication (WebAuthn) jetzt ein offizieller Web-Standard ist. Dies ist ein großer Fortschritt in dem Bestreben, das Web für die Benutzer auf der ganzen Welt sicherer – und anwenderfreundlicher – zu machen.

Die WebAuthn-Empfehlung des W3C, eine Kernkomponente der FIDO2-Spezifikationen der FIDO Alliance, ist ein Browser-/Plattformstandard für eine einfachere und stärkere Authentifizierung. WebAuthn wird bereits in Windows 10, Android und Google Chrome, Mozilla Firefox, Microsoft Edge und Apple Safari (Vorschau) unterstützt.

Mit WebAuthn können sich die Benutzer mit dem Gerät ihrer Wahl in ihre Internetkonten einloggen. Webservices und Apps können – und sollten – diese Funktionalität aktivieren, damit ihre Nutzer sich mit biometrischen Verfahren, mobilen Geräten und/oder FIDO Security-Keys anmelden können. Das ist einfacher und gewährleistet deutlich höhere Sicherheit als eine Anmeldung nur mit Passwörtern.

"Die heutige Standardisierung von W3C WebAuthn ist ein Meilenstein in der Geschichte der offenen Authentifizierungsstandards und der Internetsicherheit. Gemeinsam haben wir das Unmögliche möglich gemacht: einen weltweiten Standard, der von allen Plattformen und Browsern unterstützt wird. Wir bei Yubico sind dankbar, dass wir Teil dieser Entwicklung sind, und freuen uns auf die Möglichkeiten, die sich jetzt allen Internetnutzern eröffnen, die sich nahtlose, allgegenwärtige Sicherheit wünschen", sagt Stina Ehrensvärd, CEO und Gründerin, Yubico.

"Webservices und Unternehmen sollten jetzt auf WebAuthn umsteigen, um anfällige Passwörter auszumustern und den Webnutzern zu helfen, ihre Online-Sicherheit zu erhöhen", so Jeff Jaffe, CEO des W3C. "Die Empfehlung des W3C legt webweite Interoperabilitätsrichtlinien fest und schafft damit einheitliche Bedingungen für die Webnutzer und die Websites, die sie besuchen. Das W3C arbeitet daran, diese Best Practice auf seiner eigenen Website umzusetzen."

Es ist allgemein bekannt, dass Passwörter ihre Wirkungskraft verloren haben. 81 Prozent aller Datenmissbräuche gehen auf gestohlene, schwache oder voreingestellte Passwörter zurück. Zudem kosten Passwörter Zeit und Ressourcen. Laut einer aktuellen Untersuchung von Yubico verbringen die Benutzer 10,9 Stunden pro Jahr mit der Eingabe und/oder dem Zurücksetzen von Passwörtern, was die Unternehmen im Durchschnitt 5,2 Millionen Dollar pro Jahr kostet. Herkömmliche Lösungen für Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA), beispielsweise SMS-Einmalcodes, bieten zwar zusätzliche Sicherheit, sind aber dennoch anfällig für Phishing-Angriffe, nicht anwenderfreundlich und werden von Benutzern nicht gut angenommen.

Mit FIDO2 und WebAuthn hat die weltweite Technologie-Community eine gemeinsame Lösung für das gemeinsame Passwort-Problem entwickelt. FIDO2 adressiert alle Probleme der herkömmlichen Authentifizierung:

Sicherheit: Die kryptographischen Anmeldeinformationen gemäß FIDO2 sind für jede Website einmalig. Biometrische oder sonstige Geheimnisse, wie etwa Passwörter, verlassen niemals das Gerät des Benutzers und werden nie auf einem Server gespeichert. Dieses Sicherheitsmodell räumt die Risiken von Phishing, Passwortdiebstahl aller Art sowie Replay-Angriffen aus.

Komfort: Die Benutzer melden sich mit einfachen Methoden an, beispielsweise mit Fingerabdrucklesern, Kameras, FIDO Security-Keys oder ihrem persönlichen mobilen Gerät.

Datenschutz: Da die FIDO-Keys für jede Website einmalig sind, können sie nicht dazu verwendet werden, Benutzer über mehrere Sites hinweg zu verfolgen.

Skalierbarkeit: Websites können FIDO2 über einen einfachen API-Aufruf auf alle unterstützten Browsern und Plattformen für Milliarden von Geräten aktivieren, die die Benutzer täglich verwenden.

"Die Web-Authentication-Komponente von FIDO2 ist jetzt ein offizieller Web-Standard des W3C. Das ist eine bedeutende Errungenschaft, für die die Branche viele Jahre zusammengearbeitet hat, um eine praktische Lösung für eine Phishing-resistente Authentifizierung im Web zu entwickeln", betont Brett McDowell, Geschäftsführer der FIDO Alliance. "Nach diesem Meilenstein treten wir nun in die nächste Phase unserer gemeinsamen Mission ein: eine einfachere und stärkere Authentifizierung für alle zu ermöglichen, die heute und künftig das Internet nutzen."

Der Einstieg
Für Dienstleister und Anbieter, die damit beginnen möchten, die FIDO2-Spezifikationen in ihren Browsern und Plattformen zu unterstützen, hat die FIDO Alliance Testwerkzeuge bereitgestellt und ein Zertifizierungsprogramm gestartet. Es gibt bereits zahlreiche FIDO2-zertifizierte Lösungen, die für eine Vielzahl von Anwendungsfällen zur Verfügung stehen, darunter FIDO-zertifizierte Universal Server, die FIDO2 und alle früheren FIDO UAF- und FIDO U2F-Geräte unterstützen, um vollständige Abwärtskompatibilität mit der gesamten Palette zertifizierter FIDO-Authentifikatoren zu gewährleisten. (FIDO Alliance: ra)

eingetragen: 05.04.19
Newsletterlauf: 15.05.19

F-Secure: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Unternehmen

  • Implementierung von Sicherheitskontrollen

    Kaspersky hat das Audit "Service Organization Control for Service Organizations (SOC 2) Type 1" erfolgreich absolviert. Der Abschlussbericht einer der vier großen globalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften bestätigt, dass sowohl die Entwicklung als auch die transparente Offenlegung der Kaspersky-Datenbanken (AV-Datenbanken) durch starke Security-Kontrollen geschützt sind. Dies gilt insbesondere für die Sicherung vor unbefugter Einflussnahme und extern vorgenommenen systemischen Änderungen. Darüber hinaus kündigt Kaspersky neue Entwicklungen im Rahmen ihrer Globalen Transparenzinitiative an.

  • Wendepunkt im Kampf gegen Cyberbetrug

    Die Branchen-Initiative "The Intelligence Network", ein weltweiter Zusammenschluss von 1.500 Vertretern aus Wissenschaft und Industrie, hat in einem am 27. Juni 2019 veröffentlichten Bericht seine Vision präsentiert, wie das wachsende Problem des Cyberbetrugs angegangen werden könnte. Der Bericht wurde nach einem intensiven sechsmonatigen Forschungsprogramm erstellt, in dessen RahmenBeiträge von Experten aus Industrie, Wissenschaft, Regierung und Strafverfolgung zusammengetragen wurden, die aufzeigen, welche Veränderungen notwendig sind, um die Anfälligkeit der Gesellschaft für Cyberbetrug deutlich zu verringern. The Intelligence Network hat sich entschieden, gegen Cyber-Betrug vorzugehen, um die Online-Welt sicherer zu machen. Der Grenzen und Rechtsordnungen überschreitende Cyber-Betrug wird weiter zu hohen Schäden für Einzelpersonen und Unternehmen auf der ganzen Welt führen, wenn wir das Problem jetzt nicht angehen. Einem Bericht des britischen Office for National Statistics zufolge hat mehr als die Hälfte aller Betrugsfälle mit dem Internet zu tun. DerGlobal Risks Report 2019 des Weltwirtschaftsforums stuft"massiven Datenbetrug und -diebstahl" als das viertwichtigstes globales Risiko der nächsten zehn Jahre ein.

  • Ganzheitliches IT-Sicherheitskonzept

    Mit einer neuen Auflage der Security Days ist Securepoint vom 09. bis zum 20. September 2019 in Deutschland unterwegs. Systemhauspartner und Interessenten erhalten vor Ort einen detaillierten Einblick in die Unified Security und dem umfassenden Konzept des Herstellers. Im Oktober geht es dafür auch nach Österreich und in die Schweiz. "Als Hersteller denken wir IT-Sicherheit gemeinsam mit unseren Partnern vom Anfang bis zum Ende. Auf den Security Days zeigen wir Partnern und Interessenten unsere Lösungen, die sie mit wenig Aufwand ein- und umsetzen können", sagt Eric Kaiser. l

  • Hybrider Schutz vor DDoS-Service-Atacken

    Mit dem Siegeszug des Internet-of-Things (IoT) steigt weltweit auch die Zahl unzureichend geschützter, Web-fähiger Endgeräte, die von Cyberkriminellen gekapert und für verheerende Distributed-Denial-of-Service-Angriffe (DDoS) missbraucht werden. Controlware unterstützt Kunden gemeinsam mit den DDoS-Experten von Radware bei der Entwicklung und Umsetzung maßgeschneiderter Abwehrstrategien, die On-Premises-Systeme und Cloud-Scrubbing kombinieren. Controlware arbeitet mit Radware im Bereich DDoS-Protection seit vielen Jahren in den unterschiedlichsten Projekten zusammen. Der israelisch-amerikanische Hersteller gehört im Bereich DoS- und DDoS-Abwehr zu den Markt- und Technologieführern und wurde von den IDC Marktexperten im aktuellen MarketScape-Report für Global DDoS Prevention abermals als Leader eingestuft. Das Unternehmen führt marktführende Application- und Network-Security-Technologien in einer mehrstufigen Security-Architektur zusammen.

  • Ausgebildete menschliche Firewall

    KnowBe4, Anbieterin von Security Awareness Trainings und einer simulierten Phishing-Plattform, gibt bekannt, dass das Unternehmen eine Investition in Höhe von 300 Millionen US-Dollar unter der Führung der führenden globalen Investmentfirma KKR erhält, an der sich die bestehenden Investoren Elephant und TenEleven Ventures maßgeblich beteiligen. Diese Finanzspritze bewertet das Unternehmen mit 1 Milliarde US-Dollar und soll für globale Wachstumsinitiativen und die Entwicklung von Plattformen verwendet werden und baut auf der ersten Investition von KKR und Ten Eleven Venture Anfang 2019 auf.