- Anzeigen -


Hochverfügbare und sichere Rechenzentren


Können in absehbarer Zeit nur noch wenige Rechenzentren komplexes Software Defined Computing, Software Defined Network und Software Defined Storage bereitstellen?
60 RZ-Experten trafen sich in Köln zum Erfahrungsaustausch

(23.06.14) - Stephan Ebeling von der Siemens AG eröffnete das mittlerweile 5. VZM-Netzwerktreffen mit einem spannenden und äußerst lehrreichen Erfahrungsbericht zu den kritischen Erfolgsfaktoren beim Neubau eines hochverfügbaren Rechenzentrums aus Managersicht. Eine seiner wichtigsten Erkenntnisse: Zur Sicherstellung einer zeitlichen und finanziellen Punktlandung eines solchen komplexen Projektes sind die Faktoren "Keep it simple" und die Bildung eines Planungsteams mit klarem Auftrag und klaren Rollenzuweisungen von alles entscheidender Bedeutung.

Die Tatsache, dass statistisch gesehen der Anstieg der Stromausfälle in den letzten drei Jahren gestiegen ist, verlieh dem Vortrag von Thomas Weyrich, aquinet Data center competence GmbH, besondere Bedeutung. In seinem Referat zum Thema "Gewerke übergreifende Funktionstests vor Inbetriebnahme" machte er anhand kompromisslos durchgeführter Tests deutlich, dass nur so Detailmängel im Gesamtsystem erkannt werden konnten, die sonst im Rahmen von Gewerkeabnahmen nicht als Mangel erkennbar gewesen wären.

Mit zahlreichen, zum Teil unglaublich anmutenden Bildern häufig vorgefundener RZ-Mängel, die im Vorfeld von Zertifizierungen aufgenommen wurden, konfrontierte Volkmar Bend, TÜV Informationstechnik GmbH, die Experten-Runde zum Abschluss des ersten Veranstaltungstages. Diesen Bildern stellte er zum Ende seines Vortrages dann die wichtigsten Regeln für einen erfolgreichen Zertifizierungsstart gegenüber, bevor die Teilnehmer im Rahmen einer Führung in ein mittelalterliches Köln ohne Rechenzentren eintauchten. In einem der ältesten Brauhäuser Kölns fand das Netzwerken bei leckerem Kölsch, kulinarischen Spezialitäten der Domstadt und gemütlichem Beisammensein seine Fortsetzung.

Zu Beginn des nächsten Veranstaltungstages brachte Bernhard Schmelmer, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger zu Systemböden, die Teilnehmer dann ganz schnell wieder zurück in die 'Doppelboden-Realität': Seine großen Erfahrungen und Ausführungen zu falschen Lastübertragungen und -abtragungen in den Doppelboden (Unterboden) ließ auch erfahrene RZ-Experten aufhorchen. Die guten Erfahrungen – so Schmelmer – ließen sich vorwiegend aus den Hochglanzprojekten und Referenzlisten der Anbieter ableiten.

Kontrovers diskutiert wurde eine Lösung zur indirekten Direktkühlung, die Alfred Birbacher von der VZM GmbH vorstellte. Es handelte sich hierbei um ein aktuelles Beispiel energiesparender Klimatisierung der IT durch freie Kühlung im Zusammenspiel mit adiabater und mechanischer Kühlung. Ob sich eine solche Lösung am Markt durchsetzen wird, bleibt abzuwarten, die Einschätzung der anwesenden Experten war eher zurückhaltend.

Der visionäre Vortrag von Erich Amrehn, IBM Deutschland GmbH, zum Thema Software Defined Everything und dessen Auswirkung auf Rechenzentren bot reichlich Diskussionsstoff. Seine Prognose, dass in absehbarer Zeit nur noch wenige Rechenzentren - in der Regel Provider – finanziell in der Lage sein werden, komplexes Software Defined Computing, Software Defined Network und Software Defined Storage bereitstellen können, um den zukünftig hohen Geschäftsanforderungen und Zielen der Unternehmen gerecht werden zu können, fand nicht bei allen Zuhörern Zustimmung. Eine weitere These: In zehn Jahren gibt es keine PCs mehr, sie werden komplett von Tablets und Smartphones abgelöst werden. Das zukünftig größte Problem wird außerdem sein, den Wahrheitsgehalt von Informationen zu erkennen und unwichtige Daten zu löschen.

Fast schon in Form eines Leitfadens legte Peter Starziczny vom Verband Innovatives Rechenzentrum e.V. die wesentlichen Erfordernisse dar, die bei der Anmietung von RZ-Dienstleistungen berücksichtigt werden müssen. Die Fallstricke sind zahlreich, aber seinen extrem praxisorientierten und profunden Ausführungen zu Verträgen, Vereinbarungen, SLAs und Qualitätssicherstellung war kaum etwas hinzuzufügen, brachte die komplexe Materie in einen überschaubaren Rahmen.

Auch IT-nahe Themen haben im Rahmen dieses Expertenforums ihren festen Platz. Dirk Pollnow von der HiSolutions AG stellt mit dem Facility Services Continuity Management (FCM) einen eigendynamischen Prozess im FM-Bereich vor, der das IT-Notfallmanagement unterstützt und somit einen bedeutenden Beitrag zur Risikominimierung und Aufrechterhaltung des Geschäftsbereiches leistet.

Fazit: Für einen Teilnehmer war es die beste Veranstaltung des Jahres, für viele andere ein tolles, fast schon familiäres Treffen mit praxisnahen Inhalten, hervorragender Themenvielfalt und guten Vernetzungsmöglichkeiten und der festen Absicht, nächstes Jahr wieder mit dabei zu sein. (Simedia: ra)

Simedia: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Unternehmen

  • Vorschriftenkonforme VS-Bearbeitung

    Die IT-Dienstleisterin Materna Information & Communications SE erweitert jetzt ihr Lösungsangebot im Bereich der sicheren Verwaltungsakte für Kunden aus dem Public Sector und kooperiert mit dem Security-Spezialistin secunet Security Networks AG. Zukünftig sollen durch die Integration von Produkten beider Häuser "sichere E-Akte"-Lösungen entstehen, welche den Umgang mit digitalen Verschlusssachen innerhalb von E-Akte-Systemen für Bundes- und Landesverwaltungen ermöglicht. In vielen Verwaltungen werden elektronische Akten in Dokumenten-Management-Systemen gepflegt. Diese sind mit Sicherheitsvorkehrungen für den Zugriff auf Akten, Vorgänge oder Dokumente ausgestattet. Dennoch fehlen solchen E-Akte-Systemen das bei Verschlusssachen (VS) durch Vorschriften geforderte Sicherheitsniveau und die entsprechenden Nachweise.

  • "Secure all the way"

    Die befine Solutions AG hat am 7. Mai 2019 ihren Namen zu Cryptshare AG geändert. Der deutsche Software-Anbieter trägt damit einer Erfolgsgeschichte Rechnung, die vor fast zwei Jahrzehnten begann und nun ihren vorläufigen Höhepunkt nimmt. Seit seiner Gründung im Jahr 2000 hat der Anbieter aus Freiburg im Breisgau ein breites Spektrum an Software-Lösungen geschaffen, die sich branchenübergreifend an die Bedürfnisse von Unternehmen und Organisationen in der ganzen Welt richten. Im Laufe der Zeit ist die Zahl der Mitarbeiter auf 60 gestiegen, inzwischen gibt es Vertriebsstandorte in Großbritannien sowie den Niederlanden und eine Tochtergesellschaft in den USA. Unter den Innovationen des Anbieters hat sich Cryptshare zu der mit Abstand erfolgreichsten entwickelt, sie steht seit langem im Fokus der Entwicklung und ist in mehreren Editionen sowie Sprachversionen verfügbar. Mit der Kommunikationslösung lassen sich E-Mails und Dateien jeder Größe und Art einfach und sicher, nachvollziehbar und kostengünstig austauschen. Gleichzeitig lässt sich die Lösung durch die verfügbare API in bestehende Systeme integrieren und Prozesse im Dateitransfer automatisieren. Inzwischen ist sie in mehr als 2.000 Unternehmen in über 30 Ländern bei rund vier Millionen Anwendern im Einsatz.

  • Vereinte Kräfte im Kampf gegen Malware

    Tabidus Technology läutet den Start für einen neuen Umgang mit IT-Sicherheitsherstellern und -technologien zum Schutz vor Viren und Malware ein. Noch bis Ende September 2019 können sich Unternehmen für den kostenfreien und unverbindlichen Test der innovativen IT-Sicherheitslösung United Endpoint Protector für Windows-Clients und -Server registrieren. Nach dem Motto "Sicherheitsanbieter aktivieren statt installieren" bündelt Tabidus Technology die Sicherheitspotentiale namhafter Anti-Malware-Hersteller in einem universellen Scan-Framework, um Unternehmen einen besseren und einfacheren Schutz vor Cyberbedrohungen zu bieten. Der besondere Vorteil dieses Ansatzes liegt in der flexiblen Einsatz- und Kombinationsmöglichkeit der verschiedenen Anbieter. Diese können per Knopfdruck aktiviert und ohne zusätzlichen Installationsaufwand zum Einsatz gebracht werden.

  • IT-Security-Industrie: Die wichtigsten Zielmärkte

    Der Bundesverband IT-Sicherheit e.V. (TeleTrusT) hat seine Mitglieder nach Präferenzen bei IT-Sicherheitsmessen und nach den wichtigsten Zielmärkten befragt. it-sa Nürnberg und RSA San Francisco bzw. die D-A-CH-Region und die USA werden am häufigsten genannt. Die im Bundesverband IT-Sicherheit e.V. (TeleTrusT) organisierte IT-Sicherheitswirtschaft ist national und international auf verschiedenen Messen engagiert. Die branchenrelevanten Messen haben sich entsprechend den verschiedenen IT-Sicherheitsprodukten, Geschäftsfeldern und Zielmärkten weiter diversifiziert. Die KMU-geprägte Branche ist auf einige Leitevents fokussiert, aber auch auf zahlreiche regionale, nationale und internationale Spezialveranstaltungen.

  • Varonis tritt Allianz für Cyber-Sicherheit bei

    Varonis Systems, Spezialistin für Datensicherheit, Bedrohungserkennung und -abwehr sowie Compliance, ist der Allianz für Cyber-Sicherheit beigetreten. Angesichts der zunehmenden Vernetzung, sich stets weiter entwickelnden Cyberbedrohungen und immer professionelleren (und oftmals staatlich geförderten) Akteuren sieht Varonis in breiten Bündnissen einen wesentlichen Baustein für eine wirkungsvolle Verteidigung. "Sicherheitsbedrohungen kennen weder Unternehmens- noch Landesgrenzen, also müssen wir bei der Abwehr ebenfalls neu denken und verstärkt auf Zusammenarbeit setzen", erklärt Thomas Ehrlich, Country Manager DACH von Varonis. "Nur wenn Sicherheitsanbieter, Unternehmen und staatliche Stellen kooperieren, können wir die enormen Sicherheitsherausforderungen meistern."