- Anzeigen -


Fahrerassistenzsysteme & autonome Fahrzeuge


Unter der Leitung von Intel Capital sichert sich TriEye eine Serie-A-Finanzierung im Wert von 17 Mio. USD, um das Problem der geringen Sichtweite im Automobilbereich zu lösen
Die HD-SWIR-Kamera von TriEye, deren Erstmuster voraussichtlich 2020 auf den Markt kommen werden, soll Leben auf den Straßen retten

- Anzeigen -





Das israelische Startup-Unternehmen TriEye, dessen innovative Kurzwellen-Infrarot-Sensortechnologie (SWIR) auch bei ungünstigen Wetter- und Nachtbedingungen eingesetzt werden kann, hat eine von Intel Capital angeführte Finanzierungsrunde der Serie A im Wert von 17 Mio. USD angekündigt. Zu den weiteren Investoren zählen Marius Nacht, Mitbegründer von Check Point Software Technologies, und TriEyes bestehender Investor Grove Ventures unter der Leitung des TriEye-Vorsitzenden Dov Moran, dem Erfinder des USB-Flash-Laufwerks und Mitbegründer von M-Systems. Seit der Gründung hat TriEye Investments von über 20 Millionen US-Dollar erhalten, einschließlich einer Startkapitalinvestition von 3 Millionen US-Dollar im November 2017 unter der Leitung von Grove Ventures.

Die HD-SWIR-Kamera von TriEye, deren Erstmuster voraussichtlich 2020 auf den Markt kommen werden, soll Leben auf den Straßen retten. Mit der Kamera können Fahrerassistenzsysteme (Advanced Driver Assistance Systems, ADAS) und autonome Fahrzeuge unter normalen Witterungsbedingungen und bei schlechten Lichtverhältnissen wie Nebel, Staub oder bei Nacht einwandfreie Sicht erzielen.

Andere Ansätze zur Lösung dieser Herausforderung bei geringer Sicht waren nicht erfolgreich. Selbst wenn mehrere Erfassungslösungen wie Radar, Lidar und eine Kamera kombiniert werden, ist es unmöglich, Objekte wie Radfahrer bei Nacht unter den üblichen widrigen Bedingungen genau zu erkennen und zu identifizieren. Diese Einschränkung behindert den großflächigen Einsatz und die Übernahme von ADAS und autonomen Fahrzeugen. Die Verteidigungs- und Luftfahrtindustrie hat die Herausforderung der schlechten Sicht bereits mit InGaAs-basierten SWIR-Kameras gelöst. Bisher waren diese Kameras jedoch für Massenmarktanwendungen zu teuer.

Ähnlich wie bei einer herkömmlichen Digitalkamera basiert die SWIR-Technologie von TriEye auf CMOS. Dies ermöglicht die skalierbare Massenproduktion von SWIR-Sensoren und senkt die Kosten im Vergleich zur aktuellen InGaAs-Technologie um den Faktor 1.000. Als Ergebnis kann das Unternehmen eine kostengünstige HD-SWIR-Kamera im Miniaturformat herstellen, die eine einfache Montage im Fahrzeug hinter der Windschutzscheibe des Autos ermöglicht.

TriEye wurde 2016 von Avi Bakal (CEO), Omer Kapach (Vizepräsident für Forschung und Entwicklung) und Prof. Uriel Levy (CTO) nach fast einem Jahrzehnt fortgeschrittener nanophotonischer Forschung von Prof. Levy an der Hebräischen Universität in Jerusalem gegründet.

Avi Bakal, CEO und Mitbegründer von TriEye, merkte an, dass die Raven-Kamera des Unternehmens bereits die Aufmerksamkeit der globalen Fahrzeughersteller auf sich gezogen hat. Er fügte hinzu: "Schlechte Sichtverhältnisse wie Nebel, Dunkelheit und Staub sowie Gefahren wie Glatteis auf der Straße sind einige der Hauptursachen für Verletzungen und Todesfälle bei Autounfällen. Allein in den USA sind rund 21 Prozent aller Fahrzeugunfälle – fast 1,2 Millionen pro Jahr – wetterbedingt und oft mit schlechten Sichtverhältnissen verbunden. Unsere Aufgabe ist es, Menschenleben zu retten, sowie Unfallrisiken unter diesen sicherheitskritischen Bedingungen zu verringern und dies auf sehr kosteneffiziente Weise zu tun."

Bakal fügte hinzu: "Die Mittel werden verwendet, um unsere Produkt-Roadmap für HD-SWIR-Lösungen, einschließlich unserer proprietären Erfassungsalgorithmen, umzusetzen. Wir sind dankbar für das Vertrauen, das die Investoren unserer Serie-A-Runde uns entgegengebracht haben, und konzentrieren uns weiterhin auf diese Aufgabe. "

Yair Shoham, Intel Capital Israel Geschäftsführer, der dem TriEye-Vorstand beigetreten ist, fügte hinzu: "Da der Trend in der Automobilindustrie zum autonomen Fahren geht, ist zu erwarten, dass die Nachfrage nach Sensortechnologien schnell zunehmen wird. TriEye-Technologie hat das Potenzial, traditionelle Kamera-Funktionalitäten durch Leistungssteigerung bei niedriger Sichtweite so zu verbessern, dass optisch-basierte Kamerasensortechnologien ergänzt werden. Intel Capital freut sich, das TriEye-Team bei der Umsetzung seiner Vision zu unterstützen."

Ebenfalls dem Vorstand des Unternehmens beigetreten sind Ophir Shoham, ehemaliger Konteradmiral und ehemaliger Direktor der Abteilung für Verteidigung und Entwicklung im israelischen Verteidigungsministerium (MAFAT) und Ido Yablonka, ehemaliger Vizepräsident und Generaldirektor von Yahoo Israel.

"Ich bin stolz darauf, dass das TriEye-Team bisher hervorragende Ergebnisse erzielt hat und seine Vision konsequent umsetzt. Die Chance ist riesig, und Grove Ventures freut sich, die bemerkenswerte Reise von TriEye weiter voranzutreiben", sagte Dov Moran, erster Investor und Vorstandsvorsitzender des Unternehmens.

Während TriEye in erster Linie auf die Automobilindustrie ausgerichtet ist, findet seine Technologie jedoch in hohem Maße in einer Vielzahl anderer Branchen Anwendung, einschließlich mobiler, industrieller, sicherheitstechnischer und optischer Inspektionen. Das Unternehmen beabsichtigt, sich in nächster Zukunft den Herausforderungen und Chancen in diesen Bereichen zu stellen. (TriEye: ra)

eingetragen: 08.07.19
Newsletterlauf: 25.07.19

TriEye: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Unternehmen

  • Fortinet übernimmt Endpoint-Security-Player enSilo

    Fortinet übernimmt enSilo, Anbieterin von Advanced Endpoint Security mit Sitz in San Francisco. Die Akquisition erweitert die Fortinet Security Fabric und stärkt die leistungsstarken Endgeräte- und Netzwerk-Security-Lösungen von Fortinet. Das Endpoint-Security-Angebot von Fortinet bietet Unternehmen nun folgende Vorteile: Automatisierter Echtzeit-Schutz vor komplexen Bedrohungen. Ergänzend stellt ein Experten-Team Incident Response Services bereit. Patentierte Code-Tracing-Technologien schützen vor Angriffen, Exfiltration und Ransomware. Dies hilft Unternehmen dabei, gesetzliche Richtlinien wie die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) einzuhalten.

  • Ein bis dato einzigartiger Cyberangriff

    Kaspersky setzt nach dem Fall der berüchtigten Carbanak-Gang ihre neue und kostenfrei im Internet erhältliche Doku-Cybercrime-Serie "hacker:Hunter" mit einem weiteren spektakulären Fall fort. Die neue Staffel arbeitet die Geschehnisse des weltweit wütenden WannaCry-Schadprogramms cineastisch auf. Die Ransomware richtete - auch in Deutschland - in kürzester Zeit einen enormen Schaden an. In drei Episoden erzählt die WannaCry-Video-Dokumentation auf Tomorrow Unlocked - dem Kaspersky-Online-Magazin für digitale Kultur - die Geschichte eines bis dato einzigartigen Cyberangriffs - inklusive Einschätzungen hochrangiger Sicherheitsexperten und in den Fall verwickelte Zeitzeugen. Am 12. Mai 2017 begann der bislang größte Angriff durch eine Erpressersoftware, die schnell auf der ganzen Welt unter dem Namen "WannaCry" fragwürdige Berühmtheit erlangte. Sie verschlüsselte Daten auf den betroffenen Rechnern, die lediglich nach Zahlung einer Lösegeldsumme in Bitcoins wieder freigeschaltet werden könnten.

  • WhatsApp auf geschäftlich genutzten Geräten

    Die Frage nach dem Erlauben oder Verbieten von nicht autorisierten Apps auf Dienst- oder BYOD-Geräten kommt in jedem Unternehmen irgendwann auf. Gerade der Messenger-Dienst WhatsApp stellt die Verantwortlichen hinsichtlich Sicherheit und Datenschutz vor große Herausforderungen. Ob nun striktes Verbot oder wenigstens private Nutzung - Unternehmen sollten ihren Mitarbeitern lieber eine sichere, einfach zu nutzende Alternative anbieten, erklärt Virtual Solution. Ob intern mit Kollegen oder nach außen mit Kunden kommuniziert, Werbung versendet oder ein Kundenservice eingerichtet wird - WhatsApp macht auf den ersten Blick alles schneller, effizienter und persönlicher. Jeder Nutzer muss allerdings dem Messenger-Dienst den Zugriff auf alle im Telefonbuch gespeicherten Kontakte erlauben. Diese personenbezogenen Daten dürfen jedoch nach den Bestimmungen der DSVGO nur genutzt werden, wenn jeweils die Einverständniserklärung vorliegt. Aus Angst vor Abmahnungen verbieten inzwischen viele Unternehmen den Einsatz von WhatsApp auf geschäftlich genutzten Geräten.

  • Datenrettung ohne finanzielles Risiko

    Der Bericht über den Datenrettungsselbstversuch des NDR-Reporters Armin Ghassim hat einem breiteren Publikum bekannt gemacht, was Branchenkenner schon länger beklagen: Unseriöse Anbieter von Datenrettung nutzen die Betroffenen aus, oft, ohne ihnen überhaupt zu helfen. CBL Datenrettung fordert einen Data Recovery Code of Conduct, einen Verhaltenskodex für Datenretter. Wenn alle Anbieter ein Mindestmaß ethischer Standards einhalten würden, könnte das den schlechten Ruf der Branche verbessern. Dies würde verhindern, dass sich Betroffene aus Angst vor Abzocke mit einem eigentlichen behebbaren Datenverlust abfinden. Die Bereitschaft, Datenrettung zu beauftragen, würde steigen - die Branche würde letztlich auch wirtschaftlich von einem Verhaltenskodex profitieren.

  • BSI-Zertifizierungen und Zulassung

    Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat die Firewall & VPN-Appliance "genuscreen 7.0" erneut nach Common Criteria (CC) in der Stufe EAL 4+ zertifiziert. Anwender haben somit von unabhängigen Experten den Beleg, mit der Firewall & VPN-Appliance des deutschen Herstellers genua GmbH eine vertrauenswürdige IT-Sicherheitslösung einzusetzen, die Netzwerke zuverlässig vor Attacken schützt und den sicheren Datenaustausch via Internet ermöglicht. Die Zertifizierung basiert auf der umfassenden Prüfung der Sicherheitsfunktionen bis hin zum Quellcode sowie ausführlichen Testreihen.