- Anzeigen -


Informationssicherheit & Bedrohungen durch Hacker


it-sa 2015: Wie lassen sich die Chancen der Industrie 4.0 nutzen und die Risiken der zunehmenden Vernetzung reduzieren?
Aber durch die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung müssen sich auch produzierende Unternehmen und Betreiber von kritischen Infrastrukturen verstärkt mit dem Thema der IT-Security auseinandersetzen

(10.09.15) - Der digitale Wandel stellt Unternehmen vor eine gewaltige Herausforderung. Wie lassen sich die Chancen der Industrie 4.0 nutzen und die Risiken der zunehmenden Vernetzung reduzieren? Auf der it-sa 2015 in Nürnberg präsentiert TÜV SÜD umfassende Beratungs-, Prüf- und Zertifizierungsleistungen zur Funktionalen Sicherheit, Zuverlässigkeit und Interoperabilität von Systemen, zur Sicherheit der Office-IT und zur industriellen IT Security sowie zur Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern (Halle 12, Stand 12.0-652).

"Das Herz der zukünftigen Wirtschaft schlägt digital", sagt Dr. Armin Pfoh, Vice President Innovationsmanagement von TÜV SÜD. Schon heute verlassen sich die meisten Unternehmen bei kritischen Unternehmensprozessen auf IT-Systeme. Damit steigt auch das Risiko für die Informationssicherheit durch Bedrohungen wie Hackerangriffe, Datenverluste oder terroristische Anschläge. "Von diesem Risiko waren bisher vor allem Office-Umgebungen betroffen", so Dr. Pfoh. "Aber durch die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung müssen sich auch produzierende Unternehmen und Betreiber von kritischen Infrastrukturen verstärkt mit dem Thema der IT-Security auseinandersetzen." Neben gesetzlichen Grundlagen wie dem deutschen IT-Sicherheitsgesetz, dem IT-Sicherheitskatalog der Bundesnetzagentur (BNetzA) und der kommenden europäischen Richtlinie für Network- and Information Security (NIS) bieten anerkannte internationale Standards wie ISO 27001 oder IEC 62443 eine wertvolle Orientierungshilfe für mehr Sicherheit im Zeitalter des digitalen Wandels.

ISO/IEC 27001 – Systematischer Ansatz sorgt für besseren Schutz
"Die ISO/IEC 27001 ist die international führende Norm für Informationssicherheits-Managementsysteme (ISMS)", sagt Alexander Häußler, Product Manager ISO 27001 bei der TÜV SÜD Management GmbH. Die ISO 27001 gilt für privatwirtschaftliche und öffentliche Unternehmen sowie gemeinnützige Organisationen. Sie definiert die Anforderungen an die Einführung, Umsetzung, Überwachung und Verbesserung eines ISMS. "Mit der ISO/IEC 27001 können Unternehmen einen systematischen und strukturierten Ansatz verfolgen, um ihre vertraulichen Daten zu schützen, die Integrität ihrer betrieblichen Daten sicherzustellen und die Verfügbarkeit ihrer IT-Systeme zu erhöhen", erklärt Häußler. Die unabhängige Zertifizierung des ISMS durch TÜV SÜD liefert den Nachweis, dass die Anforderungen der ISO 27001 erfüllt wurden. Mit der Verabschiedung des IT-Sicherheitsgesetzes in Deutschland müssen Betreiber von kritischen Infrastrukturen das Vorhandensein eines angemessenen IT-Sicherheitsniveaus nachweisen – beispielsweise in Form eines funktionierenden ISMS. Für Energienetzbetreiber wird ein ISMS durch den IT-Sicherheitskatalog sogar verbindlich gefordert.

Über die "ISO 27001 – Ihr ultimatives System gegen Angriffe" spricht Alexander Häußler, Product Manager ISO 27001 der TÜV SÜD Management Service GmbH, am 7. Oktober 2015 von 16.00 bis 16.15 Uhr im Forum Rot der it-sa 2015 (Halle 12, Stand 225)

IEC 62443 – Zertifizierung der IT Security in Automatisierungs- und Kontrollsystemen
"Mit dem internationalen Standard IEC 62443 gibt es zum ersten Mal eine Grundlage für die Zertifizierung der IT Security in industriellen Automatisierungs- und Kontrollsystemen", sagt Dr. Thomas Störtkuhl, Senior Security Experte und Teamleiter Industrial IT Security bei TÜV SÜD. Beim IEC 62443 handelt es sich um eine Normenreihe, welche die IT Security von Anlagen/Systemen, Systemintegratoren/ Wartungsdienstleistern sowie Produktherstellern von Komponenten, Teilsystemen und Systemen abdeckt. "Als einer der ersten Anbieter führen wir bereits Prüfungen und Zertifizierungen nach IEC 62443 durch", erklärt Dr. Störtkuhl. Die Zertifizierung von Produktherstellern erfolgt auf Basis von IEC 62443-4-1, wobei die Security-Funktionen der Produkte nach IEC 62443-3-3 bewertet werden. Für Systemintegratoren erfolgt die Zertifizierung auf Basis von IEC 62443-2-4, während die implementierten Security-Funktionen ebenfalls nach IEC 62443-3-3 beurteilt werden.

Trainings und Schulungen für Mitarbeiter
Die Industrie 4.0 stellt auch neue Anforderungen an die Mitarbeiter der betroffenen Unternehmen. Durch unbedachtes Verhalten der Mitarbeiter – beispielsweise die Verwendung von "verseuchten" USB-Devices zur Sicherung und zum Transport von Daten – können technische Schutzvorkehrungen unterlaufen werden. Zum anderen entstehen in der digitalisierten Welt auch neue Berufsbilder, die spezielle Qualifikationen erfordern. Die TÜV SÜD Akademie bietet ein breites Spektrum von entsprechenden Trainings und Schulungen an – beispielsweise Trainings für Information Security Officers und Information Security Auditors nach ISO/IEC 27001 oder die kostenlose Webinar-Reihe "Managementwissen Informationssicherheit", die speziell für Entscheider auf C-Level konzipiert ist.

White Paper zu Smart Factories und Honeynet-Projekt
Umfassende Informationen zu den Dienstleistungen von TÜV SÜD in diesem Bereich gibt es unter www.tuev-sued.de/digital-service, beispielsweise das White Paper "Managing security, safety and privacy in Smart Factories" von Munich Network und TÜV SÜD und Informationen zu einem aktuellen Honeynet-Projekt, bei dem TÜV SÜD die Zugriffe bzw. Angriffe auf die virtuelle Infrastruktur eines Wasserwerks in einem Zeitraum von acht Monaten ausgewertet hat. (TÜV Süd: ra)

TÜV Süd: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Unternehmen

  • Varonis tritt Allianz für Cyber-Sicherheit bei

    Varonis Systems, Spezialistin für Datensicherheit, Bedrohungserkennung und -abwehr sowie Compliance, ist der Allianz für Cyber-Sicherheit beigetreten. Angesichts der zunehmenden Vernetzung, sich stets weiter entwickelnden Cyberbedrohungen und immer professionelleren (und oftmals staatlich geförderten) Akteuren sieht Varonis in breiten Bündnissen einen wesentlichen Baustein für eine wirkungsvolle Verteidigung. "Sicherheitsbedrohungen kennen weder Unternehmens- noch Landesgrenzen, also müssen wir bei der Abwehr ebenfalls neu denken und verstärkt auf Zusammenarbeit setzen", erklärt Thomas Ehrlich, Country Manager DACH von Varonis. "Nur wenn Sicherheitsanbieter, Unternehmen und staatliche Stellen kooperieren, können wir die enormen Sicherheitsherausforderungen meistern."

  • Benutzerfreundliche mobile Authentisierung

    AdNovum ist neues Sponsor-Mitglied der Fido Alliance. Die "Nevis Security Suite" des Schweizer Software-Unternehmens unterstützt die sichere und bequeme Mobile-Authentisierung nach Fido-Standard seit Herbst 2018. Mit ihrem Engagement will AdNovum der Verbreitung passwortloser Authentisierungsmethoden auf der Basis eines offenen Standards zusätzlichen Schub verleihen. Die 2012 entstandene Fido Alliance hat zum Ziel, die Interoperabilität zwischen den Technologien zur starken Authentisierung zu verbessern und die Probleme anzugehen, die den Benutzern von Websites und Applikationen durch die Vielzahl von Benutzernamen und Passwörtern entstehen. Benutzernamen und Passwörter sind schwierig zu erfinden und in Erinnerung zu behalten, falls sie auch nur halbwegs sicher sein sollen, und können gestohlen und missbraucht werden.

  • Schutz vor Cyberangriffen

    Zum ersten Mal haben zwei Unternehmen mit der Akkreditierung der französischen National Cybersecurity Agency (ANSSI) eine strategische Partnerschaft zum Schutz der Sicherheit von Operators of Vital Importance (OIV) und Operators of Essential Services (OSE) geschlossen. Die Kunden profitieren von der kombinierten Expertise der beiden Unternehmen und einem sehr hohen Maß an Schutz vor, Erkennung von und Reaktion auf Cyberangriffe(n).

  • Umsetzung von Vorgaben des Cert+

    Um sich gegen Cyber-Gefahren zu schützen, sind KMU in der Praxis auf Systemhäuser und deren Expertise angewiesen. IT-Sicherheit ist dadurch individuell und nicht standardisiert. Das neue Zertifikat "Unified Security Cert+" ändert das grundlegend und schafft im Bereich KMU einen klar definierten, unabhängigen IT-Sicherheitsstandard. Als zusätzliche Weiterbildung können Systemhäuser und MSP durch den Titel eines Sachverständigen neue Möglichkeiten und Reputation erhalten.

  • Einfachere und stärkere Authentifizierung

    Das World Wide Web Consortium (W3C) und die FIDO Alliance gaben bekannt, dass die Spezifikation Web Authentication (WebAuthn) jetzt ein offizieller Web-Standard ist. Dies ist ein großer Fortschritt in dem Bestreben, das Web für die Benutzer auf der ganzen Welt sicherer - und anwenderfreundlicher - zu machen. Die WebAuthn-Empfehlung des W3C, eine Kernkomponente der FIDO2-Spezifikationen der FIDO Alliance, ist ein Browser-/Plattformstandard für eine einfachere und stärkere Authentifizierung. WebAuthn wird bereits in Windows 10, Android und Google Chrome, Mozilla Firefox, Microsoft Edge und Apple Safari (Vorschau) unterstützt. Mit WebAuthn können sich die Benutzer mit dem Gerät ihrer Wahl in ihre Internetkonten einloggen. Webservices und Apps können - und sollten - diese Funktionalität aktivieren, damit ihre Nutzer sich mit biometrischen Verfahren, mobilen Geräten und/oder FIDO Security-Keys anmelden können. Das ist einfacher und gewährleistet deutlich höhere Sicherheit als eine Anmeldung nur mit Passwörtern.