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Lehrbuch zur Videoüberwachungstechnik


Literatur-Tipp: Planungshandbuch Videoüberwachungsanlagen - Grundlagen, Technische Komponenten, Planungsbeispiel
Ein wertvolles Fachbuch für all diejenigen, die sich mit Videoüberwachungsanlagen beschäftigen und sie verstehen wollen


(10.02.12) - Als sicherheitstechnischer Baustein hat die Videoüberwachungstechnik stetig an Bedeutung gewonnen. Mit ihr ist es möglich, nicht nur sicherheitsrelevante Vorgänge zu detektieren, sondern auch die zugehörigen Bilder an eine oder mehrere, den Vorgang bewertenden Stelle(n) zu übermitteln. Dabei ist die IT- und Netzwerktechnik aus der Videoüberwachung nicht mehr wegzudenken. Planer, Projektanten, Hersteller und Errichter sowie nicht zuletzt die Nutzer von Videoüberwachungsanlagen müssen sich heute intensiv mit den Besonderheiten, Möglichkeiten und Grenzen der Analog- wie auch IP-basierten Videotechnik auseinandersetzen.

Von Herstellerseite werden immer mehr (aber auch unterschiedliche) Videoprodukte auf den Markt geworfen. Hier Überblick zu halten ist schwierig. Neue Technologien und Produkte versprechen neben Einspareffekten, z.B. durch die Nutzung vorhandener IT-Infrastruktur, auch deutlich gesteigerte Leistungsmerkmale. Es gilt aber auch, die bekannten Schwächen, z.B. die Bandbreitenproblematik, Latenzzeiten bei der Steuerung von Kameras, Unzulänglichkeiten bei der Videoanalyse oder aber die Schwierigkeiten einer einheitlichen Aufschaltung unterschiedlicher Bildformate zu berücksichtigen. Auch sind bei einer ganzheitlichen Videoplanung juristische und datenschutzrechtliche Aspekte unbedingt zu beachten.

Mit dem "Planungshandbuch Videoüberwachungsanlagen" von Hans-Peter Büttner, Klaus Behling und Jörg Schulz (erschienen bei der TeMedia Verlags GmbH) liegt nun ein Fachbuch vor, welches all diese Aspekte betrachtet und darüber hinaus in einer konkreten Planung für ein Verwaltungsgebäude das beschriebene Grundwissen im praxisnahen Beispiel detailliert erläutert. Und in der Tat: Das Planungshandbuch ist Leitfaden und Nachschlagewerk zugleich - eigentlich mehr noch: Es besitzt Lehrbuchcharakter. Nicht umsonst war das Ziel der Autoren, ein neues Standardwerk für Videoplaner zu schaffen.

Das Fachbuch ist für all diejenigen gedacht, die sich mit Videoüberwachungsanlagen beschäftigen und sie verstehen wollen - Anwender, Planer und Projektverantwortliche gleichermaßen. Das Werk spricht zusätzlich Architekten an, die mehr wissen wollen als Design, und auch Hersteller von Videoüberwachungsanlagen und deren Komponenten.
Für Errichter solcher Anlagen sowie alle, die mit der Bauüberwachung und Abnahme beauftragt sind, gibt das Planungshandbuch das nötige Grundwissen, dass für die Einsatzplanung der Videoüberwachungstechnik benötigt wird.

Der Videoplaner "Planungshandbuch Videoüberwachungsanlagen" betrachtet die Videoplanung ganzheitlich: Er vermittelt Grundlagen, gibt Auskunft über technische Komponenten und zeigt Planungsgrundsätze. Die Autoren gelten als anerkannte Experten mit langjähriger Praxiserfahrung in der Konzeption, Planung, Realisierung und Abnahme von Videoüberwachungsanlagen.

Das Planungshandbuch stellt einen derzeitigen Ist-Stand im Hinblick auf die technische Basis von Videoüberwachungsanlagen dar, einen technischer Bereich der raschen Veränderungen unterworfen ist.

Im Einzelnen behandelt das Buch die technischen Grundlagen der Videoüberwachungstechnik wie Normen, Licht und Beleuchtung, Bildaufnahme und Objektive, Bildübertragung, Bildbearbeitung und Bildwiedergabe. Einen breiten Raum nimmt die Bildkomprimierung ein. Besprochen werden Kompressionsverfahren und Bewertungskriterien für den Einsatz von Videokompressoren in der Überwachungstechnik.
Eigene Kapitel behandeln Videosensoren und intelligente Videoanalyse, ferner das Speichern von Bildern und Videomanagementsysteme.
Beim Thema Datenschutz wird auf gesetzliche Bestimmungen eingegangen, die zum Zeitpunkt des Erscheinens des Buches (Oktober 2011) gelten.
Im Kapitel "Grundlagen zum Planen von Videoüberwachungsanlagen" geht es um Risikoanalyse / Schutzzielbestimmung, um die Projektierungsgrundlagen und Schnittstellen zu anderen Gewerken, um Montagearten etc.
Ein ausführliches Planungsbeispiel verdeutlich die "Videoplanung für ein Büro- und Verwaltungsgebäude".
Abgerundet wird das Fachbuch mit einem ausführlichen Stichwortverzeichnis sowie mit einer alphabetischen Übersicht der CCTV-Namenskonventionen.

Das "Planungshandbuch Videoüberwachungsanlagen" ist nicht nur inhaltlich als hochwertig einzustufen. Auch die Aufmachung (Papier, Format: ca. DIN A4, Druckqualität) ist gediegen und erinnert an die Qualität eines Bildbandes. Positiv anzumerken ist, dass das Werk über eine üppige Bebilderung mit unzähligen anschaulichen Grafiken verfügt, die den lehrbuchartigen Inhalt gut verdaulich darzustellen vermögen.

Hans-Peter Büttner, Klaus Behling. Jörg Schulz
Planungshandbuch Videoüberwachungsanlagen
TeMedia Verlags GmbH, Bonn, 2011,
222 Seiten
ISBN 978-3-941350-03-8
Preis: 89,- € (D) / 91,50 € (A) / 109,- CHF (CH)

(TeMedia Verlag: ra)

Management-Briefing "Rechtskonforme Videoüberwachung": hier als pdf-Dokument [296 KB] [296 KB]

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Im Überblick

  • Studie: Hochauflösende Videoüberwachungssysteme

    Informationstechnische Speicherlösungen im Bereich der physischen Sicherheit sind in den letzten zwei bis drei Jahren in größerem Umfang zum Einsatz gekommen, und die Nachfrage wird aufgrund der steigenden Notwendigkeit, immer größere Mengen an digitalen Bildern zu speichern, weiter zunehmen. In den Jahren 2008 und 2009 verhinderte die Wirtschaftskrise entsprechende Investitionen der Endnutzer in diesem Bereich. Doch die Erholung in Bezug auf die Einführung des Internet Protokolls (IP) und die steigende Nachfrage nach hochauflösenden Kameras im Sicherheitsbereich werden voraussichtlich zu einem Anstieg von Videoaufnahmen zu Sicherheits- und Business-Intelligence-Zwecken führen. Dies wiederum wird das Wachstum von informationstechnischen Speicherlösungen für den Bereich der physischen Sicherheit ankurbeln.

  • Lehrbuch zur Videoüberwachungstechnik

    Als sicherheitstechnischer Baustein hat die Videoüberwachungstechnik stetig an Bedeutung gewonnen. Mit ihr ist es möglich, nicht nur sicherheitsrelevante Vorgänge zu detektieren, sondern auch die zugehörigen Bilder an eine oder mehrere, den Vorgang bewertenden Stelle(n) zu übermitteln. Dabei ist die IT- und Netzwerktechnik aus der Videoüberwachung nicht mehr wegzudenken. Planer, Projektanten, Hersteller und Errichter sowie nicht zuletzt die Nutzer von Videoüberwachungsanlagen müssen sich heute intensiv mit den Besonderheiten, Möglichkeiten und Grenzen der Analog- wie auch IP-basierten Videotechnik auseinandersetzen.

  • Videoüberwachung der Reeperbahn zulässig

    Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) in Leipzig hat jetzt entschieden, dass die offene Videoüberwachung der Reeperbahn in Hamburg auf der Grundlage des Hamburgischen Gesetzes über die Datenverarbeitung der Polizei zulässig ist. Nach diesem Landesgesetz darf die Polizei unter anderem öffentlich zugängliche Orte mittels Bildübertragung und -aufzeichnung offen beobachten, soweit an diesen Orten wiederholt Straftaten begangen worden sind und Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass dort auch künftig mit der Begehung von Straftaten zu rechnen ist. Die Bildaufzeichnungen sind spätestens nach einem Monat zu löschen, es sei denn, sie werden zur Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten von erheblicher Bedeutung oder von Straftaten benötigt oder Tatsachen rechtfertigen die Annahme, dass eine aufgenommene Person künftig Straftaten begehen wird, und die Aufbewahrung zur vorbeugenden Bekämpfung von Straftaten mit erheblicher Bedeutung erforderlich ist.

  • Videoüberwachung am Arbeitsplatz

    Die Videoüberwachung, d.h. die Videobeobachtung und die Aufzeichnung bzw. Speicherung entsprechender Bilddaten, gehört derzeit zu den Top-Themen der Sicherheitsindustrie und wird in der Öffentlichkeit sehr kontrovers diskutiert. Jede Videoüberwachung ist im Prinzip eine Verletzung der Grundrechte, d.h. sie berührt das informationelle Selbstbestimmungsrecht eines Menschen, dazu zählt auch das Recht am eigenen Bild. Der nachfolgende Artikel beschreibt das derzeitig noch gültige Recht im Bereich der Videoüberwachung und gibt einen Überblick, was sich nach Inkrafttreten des neuen Beschäftigtendatenschutzgesetzes ändern könnte.