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Erweiterung für Mozilla Firefox





"Webinjects-Methode": Raffinierter Trojaner bettet lästige Werbung in Webseiten ein
Werbefenster beeinträchtigen Darstellung auf Webseiten und verleiten zum Download von Malware

Die Anzahl von Malware, die unerwünschte Werbung einblendet, wächst von Tag zu Tag. Ein Beispiel dafür ist Trojan.Ormes.186, der vor kurzem durch die Sicherheitsspezialisten von Doctor Web entdeckt wurde. Dieser ist in der Lage, störende Fenster mit Werbeeinblendungen in Webseiten zu integrieren.

Trojan.Ormes.186 ist eine Erweiterung für Mozilla Firefox, der aus drei JavaScript-Dateien besteht. Eine davon ist verschlüsselt und ist zum Anzeigen von Werbung gedacht. Die zwei anderen Dateien sind für die Einbettung der Werbefenster zuständig. Diese Technik wird als "Webinjects-Methode" bezeichnet.

Die verschlüsselte Datei enthält den Hauptcode von Trojan.Ormes.186 zum Einschleusen fremder Inhalte in anvisierte Webseiten. Der Schädling verfügt über eine Liste mit über 200 Internetadressen, auf die er zugreifen kann. Darunter sind auch Job-Webseiten, beliebte Suchmaschinen und soziale Netzwerke.

Der Trojaner ist in der Lage, Mausklicks auf Webseiten zu simulieren. So kann der Schädling zum Beispiel kostenpflichtige Abos von Mobilfunkanbietern bestätigen. Beim Öffnen von Webseiten wie Yandex, VKontakte und Facebook lädt Trojan.Ormes.186 Malware von einer Webseite herunter und leitet Opfer zu Webseiten mit kostenpflichtigen Inhalten um. Außerdem blendet der Trojaner bei Suchtreffern Werbebanner ein. Auf Facebook-Seiten bettet er u.a. ein verdecktes iframe-Element ein und kann eigenmächtig "Likes" setzen.

Des Weiteren ist der Trojan.Ormes.186 in der Lage, sich auf Online-Casino-Webseiten einzuloggen. Auch wenn eine Webseite anbietet, eine Applikation für soziale Netzwerke zu installieren, leitet der Trojaner den Benutzer automatisch weiter. Trojan.Ormes.186 loggt das Öffnen dieser Webseiten mit und simuliert Mausklicks, durch die die Installation ohne Zustimmung des Benutzers freigegeben wird.

Nutzer, die eine Verlangsamung des Firefox-Browsers oder verdächtige Werbung festgestellt haben, sollten ihre Endgeräte mit Anti-Virenschutzprogrammen überprüfen. Sollte ferner das Plug-in NetFilterPro mit der Beschreibung "Additional security for safe browsing experience" im Browser auftauchen, empfehlen die Sicherheitsspezialisten von Dr.Web dieses umgehend zu entfernen. (Doctor Web: ra)

Doctor Web: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Aktuelle Meldungen

  • Ausgefallene Kniffe in den Angriffsmustern

    Die Sicherheitsforscher von Malwarebytes haben vor kurzem den DNS-Changer-Trojaner "Extenbro" entdeckt, der Adware schützt. Diese DNS-Changer blockieren den Zugriff auf sicherheitsrelevante Websites, sodass Opfer von Adware keine Sicherheitssoftware herunterladen und installieren können, um die Schädlinge loszuwerden.

  • Crypto-Trojaner attackiert Musiker

    Eset-Forscher haben eine neue Art an plattformübergreifender Malware zum Schürfen von Kryptowährungen entdeckt. Der Crypto-Trojaner "LoudMiner" setzt auf Virtualisierungssoftware - QEMU bei macOS und VirtualBox bei Windows - um an Kryptowährungen bei Windows- und macOS-Systemen zu gelangen. LoudMiner versteckt sich in Raubkopien von Audio-Programmen, die das von Steinberg entwickelte VST-Protokoll (Virtual Studio Technology) verwenden. Für diese Anwendungen werden Geräte mit guter Rechenleistung benötigt. Eine erfolgreiche Infektion des Systems bleibt ohne eine umfassende Sicherheitslösung dadurch zunächst unbemerkt. Ihre Ergebnisse haben die Eset Forscher auf WeLiveSecurity veröffentlicht.

  • Hinweise zur Entfernung von Scranos

    Die Spezialisten der Bitdefenders Labs haben Informationen über die Verbreitung der neuen Malware "Scranos" bereitgestellt, die seit wenigen Monaten im Umlauf ist. Scranos ist eine Rootkit-fähige Spyware, die digital mit einem möglicherweise gestohlenen Zertifikat signiert wurde. Diese Rootkit-Malware ist eng mit dem Betriebssystem verbunden, extrem diskret und schwer zu erkennen. Sie ist in der Lage, Passwörter und andere Nutzerdaten zu stehlen und diese direkt für bösartige Zwecke zu nutzen. Scranos wird über Trojaner verbreitet, die als gehackte Software getarnt sind, oder über Anwendungen, die sich als legitime Software ausgeben wie E-Book-Leseapplikationen, Videoplayer, Treiber oder sogar Antimalware-Produkte. Bei der Ausführung wird ein Rootkit-Treiber installiert, um die Malware zu tarnen und die Persistenz zu gewährleisten. Nach erfolgreicher Installation kontaktiert die Malware seinen Control- and Command-Server, um zu erfahren, welche weitere Komponenten heruntergeladen und installiert werden müssen.

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    Neues Jahr, neue Ransomware-Welle: Mit einer Version von GandCrab werden derzeit gezielt Personalverantwortliche angegriffen. Dabei sollen Nutzer mit einem Trick dazu gebracht werden, den infizierten Anhang zu aktivieren. Betrüger versuchen derzeit erneut, Personalabteilungen mit Ransomware zu infizieren. Dabei kommt eine Version des GandCrab-Verschlüsselungstrojaners zum Einsatz. Anders als im September 2018 wird eine Bewerbung im Word-Format verschickt und keine eigentlich unübliche exe-Datei. Die Betreffzeile der E-Mails lautet derzeit "Bewerbung auf die angebotene Stelle." Für die angeblichen Bewerbungen werden, wie meist üblich, Frauennamen verwendet.