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Anzeigen & unerwünschte Anwendungen (PUA)


Adware-Konten machen fast die Hälfte aller Mac OS X-Bedrohungen in den USA und Deutschland aus
Adware dringt in Geräte ein, wenn Benutzer im Web surfen oder aus dem Internet kostenlose Programme herunterladen

(10.11.15) - Forscher von Bitdefender ermittelten, dass sich viele Mac OS-Anwender beschweren, dass Anzeigen und unerwünschte Anwendungen (PUA) bei der Nutzung von Browsern stören und die Online-Sicherheit gefährden. Bei der Analyse der OS X-Malware-Landschaft für das erste halbe Jahr hat Bitdefender festgestellt, dass Adware-Konten fast die Hälfte aller Mac OS X-Bedrohungen in den USA (46 Prozent) und Deutschland (45 Prozent) ausmachen. Einen noch höheren Anteil hat Adware in Dänemark (61 Prozent) und Rumänien (58 Prozent). In Australien stellen aggressive Werbung und PUA dagegen nur 27 Prozent aller Bedrohungen dar, die auch Trojaner und Würmer umfassen.

Warum ist Adware ein Sicherheitsrisiko?
Adware dringt in Geräte ein, wenn Benutzer im Web surfen oder aus dem Internet kostenlose Programme herunterladen. Sie stört bei Web-Suchergebnissen durch unerwünschte Pop-up-Anzeigen, nachdem sie das Online-Verhalten der Nutzer heimlich ausgeforscht hat. Adware leitet Nutzer auch auf unerwünschte Seiten, für die sie sich nicht interessieren. Der Zweck ist es, mit jedem Klick Geld zu machen. Adware kann aber auch wirklich invasiv sein, indem sie Computer-Ressourcen abzieht oder die Anwender Sicherheitsrisiken wie Keylogger und sogar Man-in-the-Middle-Angriffen zur Datenverkehrsspionage aussetzt.

Wie Sie Pop-up-Werbung kontrollieren können
Ob Sicherheitsrisiko oder Leistungsbremse: Einige Arten von Adware sind mehr als ein Ärgernis. Hier sind fünf wichtige Tipps, um Adware-frei zu bleiben:

>> Wählen Sie die Programme genau aus, die Sie auf Ihren Computer herunterladen. Achten Sie vor dem Download darauf, dass Sie ein Programm wirklich benötigen, da einige Programme Spyware und andere unerwünschte Software enthalten können.

>> Lesen Sie die Lizenzvereinbarungen. Sie sollten Ihnen alle Informationen darüber geben, wie die Programme Daten ermitteln, speichern und an Dritte weitergeben.
Achten Sie auf Anti-Spyware-Betrug. Einige Tools geben vor, unerwünschte Anwendungen zu entfernen. In Wirklichkeit tun sie aber genau das Gegenteil.
Vorsicht vor Werbung, die Sie anklicken sollen. Verwenden Sie einen Ad-Blocker, um schädliche oder auch nur lästige Werbung zu vermeiden.

>> Halten Sie Ihre Mac- und iOS-Software auf dem neuesten Stand. Einige Software-Updates enthalten Verbesserungen, die bei der Steuerung der Pop-ups helfen.
(Bitdefender: ra)

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Meldungen: Hintergrund

  • Cyberangriffe mit politischem Hintergrund

    Die Gaza-Cybergang, die nach heutiger Erkenntnis aus mehreren Gruppierungen mit unterschiedlichem Niveau besteht, hat im vergangenen Jahr eine Cyberspionageoperation durchgeführt, die sich gegen Einzelpersonen und Organisationen mit einem politischen Interesse an der Nahostregion richtete. Dieses Ergebnis geht aus einer detaillierten Analyse von Kaspersky Lab hervor. Für die Kampagne ,SneakyPastes' nutzten die Angreifer Einweg-E-Mail-Adressen, um die Infektion durch Spear-Phishing zu verbreiten, bevor Malware mehrstufig über kostenlose Webseiten nachgeladen wurde. Dieser kostengünstige, aber effektive Ansatz ermöglichte es der Gang, rund 240 hochkarätige Opfer in 39 Ländern weltweit zu treffen - darunter unter anderem Ziele aus dem politischen und diplomatischen Bereich sowie Medien und Aktivisten. Kaspersky Lab hat die Forschungsergebnisse umgehend an die Strafverfolgungsbehörden weitergegeben, die so einen bedeutenden Teil der Angriffsinfrastruktur zerstören konnten.

  • Ein ausgereiftes APT-Framework

    Die Experten von Kaspersky Lab haben ein technisch ausgereiftes Cyberspionage-Framework entdeckt, das seit mindestens 2013 aktiv ist und mit keinem bekannten Bedrohungsakteur in Verbindung zu stehen scheint. Die Spionageplattform ,TajMahal' umfasst rund 80 schädliche Module und enthält Funktionen, die bisher noch nie bei einer Advanced Persistend Threat (APT) gesehen wurden. So können unter anderem Informationen aus der Drucker-Warteschlange gestohlen und zuvor gesehene Dateien auf einem USB-Gerät bei der nächsten Verwendung desselben abgerufen werden. Kaspersky Lab hat bisher nur ein Opfer gesehen, eine zentralasiatische Botschaft mit Sitz im Ausland. Die Wahrscheinlichkeit, dass weitere Opfer existieren, ist allerdings hoch.

  • Scranos wird zum Global Player

    Ausgeklügelte Bedrohungen gehören nach wie vor zu den großen Herausforderungen für Unternehmen. Mit zunehmender Komplexität der Umgebungen finden Malware-Akteure kreative Wege, um gut versteckte und ungepatchte Einstiegspunkte ins Netzwerk zu finden, sich hinter den Kulissen zu verstecken und Schaden anzurichten. Die Bitdefender Cyberthreat Intelligence Labs deckten mit Scranos jüngst eine neue Spyware auf. Scranos ist eine Rootkit-fähige Spyware, die mit einem möglicherweise gestohlenen Zertifikat signiert wurde. Diese Rootkit-Malware ist eng mit dem Betriebssystem verbunden, sehr diskret und schwer zu erkennen. Scranos wird sich voraussichtlich mindestens so weit verbreiten wie die Anzeigenbetrugssoftware von Zacinlo. Zacinlo ist ein extrem ausgeklügeltes Spyware-Programm, das seit Anfang 2012 heimlich läuft, Einnahmen für seine Betreiber generiert und die Privatsphäre seiner Opfer unterwandert. Scranos infiziert aktuell Anwender weltweit, weil es plattformübergreifend bestehen kann und es eine immer größere Zahl an Unternehmensendpunkten hinzugewinnt, insbesondere durch Android-Geräte.

  • Cisco entdeckt neuartige Angriffsmethode

    "Cisco Talos" hat eine neuartige Angriffsmethode entdeckt. Darüber spionierten Cyberkriminelle u.a. Registrierungsstellen für Domain-Namen aus. Mit den gestohlenen Anmeldeinformationen waren sie in der Lage, weitere Attacken gegen staatliche Organisationen und andere hochrangige Ziele erfolgreich auszuführen, deren Website-Besucher wurden auf gespiegelte Seiten umgelenkt, um an sensible Daten zu gelangen. Die Opfer konnten den Betrug nur schwer erkennen. "Dieser ausgeklügelte Angriff missbrauchte das Domain Name System (DNS), um Datenverkehr umzuleiten und Zugangsdaten und sensible Informationen zu sammeln", erklärt Holger Unterbrink, Security Researcher - Technical Leader, Cisco Talos/Deutschland.

  • APT40 zielt auf Nachrichtendienstziele

    FireEye gibt neue Informationen zur Hacker-Gruppe APT40 bekannt, die bereits seit mindestens 2013 tätig ist. Ziel der Gruppe ist vermutlich, die Aktivitäten der chinesischen Marine zu unterstützen. APT40 konzentriert sich speziell auf die Bereiche Maschinenbau, Transport und Verteidigungsindustrie, insbesondere dort, wo sich diese Sektoren mit den maritimen Technologien überschneiden. Die Gruppe ist auch bekannt als TEMP.Periscope beziehungsweise TEMP.Jumper.