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Durch Manipulation Anzeigenklicks


Malware Fireball aus China: 250 Millionen Infektionen weltweit
9,75 Prozent der Unternehmensnetzwerke in Deutschland von der Malware mit mindestens einem infizierten System betroffen

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Check Point Software Technologies hat den Schädling Fireball enttarnt. Hinter der Schadsoftware steckt mutmaßlich die chinesische Marketing-Agentur Rafotech in Peking. Mit der auf über 250 Millionen Systemen verteilten Software könnten Cyberkriminelle weltweit Cyberattacken starten. Rafotech ist auf digitales Marketing spezialisiert und nutzt Fireball, um durch Manipulation Anzeigenklicks zu erzeugen. Dabei kapern sie den Online-Traffic der Nutzer und generieren so Umsatz durch Werbeeinnahmen. Aktuell werden vor allem Plug-Ins und weitere Konfigurationen installiert. Damit bewegt sich die Agentur in China in einer rechtlichen Grauzone.

Die Software kann sich allerdings ebenso in eine Malware verwandeln, denn mit den Funktionen kann auf den gekaperten Systemen auch Schadcode ausgeführt werden. Darüber hinaus lässt sich weitere bösartige Malware auf die befallenen Geräte laden. Neben der Ausspionierung der Opfer sind die Angreifer in der Lage, weitere Schädlinge auf den Endpunkten zu installieren.

Rafotech manipuliert Browser und leitet die Suchaufträge zu yahoo.com und google.com weiter. Die Agentur selbst gibt laut Check Point zu, Browser zu hijacken und Suchmaschinen zu manipulieren. Weltweit würde sie 300 Millionen Nutzer erreichen, was fast der gleichen Anzahl der infizierten Systeme entspricht. Bei der Recherche haben die Sicherheitsforscher von Check Point darüber hinaus weitere Firmen ausfindig gemacht, die mit ähnlichen Geschäftsmodellen arbeiten. Hier steht zu Befürchten, dass dieses Thema demnächst häufiger aufkommen wird, wenn Cyberkriminelle sich diese Tools zu nutze machen.

Mehr über die Malware und wie sich diese entfernen lässt, lesen Sie in dem Blogbeitrag von Check Point: http://blog.checkpoint.com/2017/06/01/fireball-chinese-malware-250-million-infection/
(Check Point Software Technologies: ra)

eingetragen: 17.06.17
Home & Newsletterlauf: 27.06.17


Check Point Software: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Hintergrund

  • Infektion über Filesharing-Seiten

    Mehr als eine halbe Million Nutzer sind von einer Malware-Kampagne betroffen, die infizierte Systeme zu einem Botnet hinzufügt. Die Malware ist komplex und extrem anpassungsfähig. So schaffte es "Stantinko", über fünf Jahre lang unentdeckt zu agieren und ein Botnet von mehr als 500.000 infizierten Systemen zu bilden. Das ist das Ergebnis einer umfassenden Untersuchung der europäischen Security-Software-Herstellerin Eset. Die meisten Betroffenen entdeckte Eset in Russland und in der Ukraine. Stantinko infiziert Systeme über Filesharing-Webseiten und lockt Nutzer mit kostenloser Software. Die Entwickler haben die Malware clever getarnt: Der Infektionsvektor installiert eine Reihe auffälliger Anwendungen, gleichzeitig wird das Schadprogramm unauffällig im Hintergrund installiert. Stantinko ist so komplex aufgebaut, dass die Malware nur schwer entdeckt werden kann.

  • Unfertige Spyware Rurktar aufgetaucht

    In den G Data Security Labs ist eine Spyware aufgetaucht, die ihren Ursprung scheinbar in Russland hat. Das lässt sich durch die internen Fehlermeldungen der Software zurückverfolgen. Ob hinter der Programmierung der Schadsoftware ganze Entwicklerteams oder eine einzelne Person stecken, ist indes noch unklar.

  • Mac-Version der Windows-Malware WERDLOD

    Forscher von Trend Micro haben die vor kurzem entdeckte Malware OSX_DOK eingehend analysiert. Dabei zeigte sich, dass der Trojaner ausschließlich Daten von Schweizer Nutzern abfängt, die er an ihrer IP-Adresse erkennt. OSX_DOK stellt die Mac-Version der Windows-Malware WERDLOD dar, die bereits 2014 in dem als "Operation Emmental" bekannten Angriff auf Schweizer Bankkunden verwendet wurde.

  • Wie eine Petya-Infektion abläuft

    Die besonders bösartige Ransomware-Familie Petya hat einige Ähnlichkeit mit der WannaCry-Ransomware Anfang Mai, doch wurde die Kampagne deutlich professioneller durchgeführt. Die Auswirkungen für Firmen waren deutlich schlimmer. Die Malware aus der Petya-Familie handelt. verhält sich laut Angaben von F-Secure wie ein Netzwerk-Wurm, der sich über die gleiche SMB-Schwachstelle wie WannaCry verbreitet. Dabei setzt die Ransomware auf das ExternalBlue Exploit, das von der NSA entwickelt und im Internet veröffentlicht wurde. Jarkko aus den F-Secure Labs beschreibt Petya in einem Blogpost von 2016 als eine Ransomware mit einem bösartigen Twist. Sie verschlüsselt nicht nur einzelne Dateien, sondern die komplette Festplatte. Bis die Infektion entfernt wurde, ist das System kaum nutzbar.

  • Weitere aggressive Ransomware

    Knapp eine Woche nach der WannaCry-Ransomware-Attacke haben Sicherheitsforscher eine weitere aggressive Ransomware entdeckt. XData hat bereits Hunderte von Rechnern in der Ukraine infiziert. In weniger als 24 Stunden ist es der Ransomware gelungen sich auf den infizierten Rechnern ein starkes Standbein zu verschaffen. Der Fakt allein wäre schon erwähnenswert. Es kommt aber noch etwas anderes hinzu, ausreichend interessant für enthusiastische Anhänger von kriminellen Intrigenspielen und konspirativen Theorien. Es hat sich herausgestellt, dass XData ursprünglich auf eine ältere Ransomware unter dem Namen AES-NI zurückgeht. Seit dem ersten Aufkommen der XData-Ransomware hat der vermutliche Entwickler von AES-NI zahlreiche Sicherheitsexperten und Journalisten angesprochen und jede Verbindung zur XData-Malware geleugnet. Unabhängig von den zugrunde liegenden Motiven schickt sich XData jetzt offensichtlich an, sich auch außerhalb der Ukraine zu verbreiten.