- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Virenwarnung » Hintergrund

Bösartige Aktivität von AdultSwine


AdultSwine: 60 Apps mit Spielen für Kinder im Google Play Store enthalten Pornoanzeigen
Ein weiteres Ziel, das die Malware verfolgen kann, besteht darin, die Benutzer dazu zu verleiten, falsche und schädliche "Security"-Anwendungen zu installieren

- Anzeigen -





Sicherheitsforscher von Check Point Software Technologies haben einen neuen bösartigen Code im Google Play Store entdeckt, der sich in fast 60 Kinderspiel-Apps versteckt. Nach Angaben von Google Play wurden die Apps bisher zwischen 3 und 7 Millionen Mal heruntergeladen.

Die Malware, AdultSwine genannt, richtet in dreierlei Hinsicht verheerenden Schaden an:

>> Einblenden von Anzeigen, die oft sehr unangemessen und pornografisch sind.
>> Die Benutzer werden dazu verleitet, gefälschte Sicherheitsanwendungen zu installieren.
>> Der Nutzer wird dazu verleitet, der App zu erlauben, besonders teure Premium-SMS auf eigene Kosten zu versenden.

Darüber hinaus kann sich der bösartige Code innerhalb der Infrastruktur des Smartphones horizontal bewegen und so die Tür für andere Angriffe wie z.B. den Diebstahl von Benutzerdaten öffnen.

Wie es funktioniert
Sobald die infizierte Anwendung auf dem Gerät installiert ist, wartet sie auf den nächsten Bootvorgang oder darauf, dass ein Benutzer seinen Bildschirm entsperrt, um den Angriff zu starten. Der Angreifer wählt dann aus, welche der drei oben genannten Aktionen er ausführen soll, und blendet dann etwas Entsprechendes auf dem Bildschirm des Nutzers ein.

Unangemessene und pornografische Anzeigen
Am meisten schockiert es, wenn pornografische Anzeigen (aus der Anzeigenbibliothek des Angreifers) ohne Vorwarnung auf dem Bildschirm über der legitimen Kinderspiel-App auftauchen.

Scareware
Ein weiteres Ziel, das die Malware verfolgen kann, besteht darin, die Benutzer dazu zu verleiten, falsche und schädliche "Security"-Anwendungen zu installieren. Zunächst zeigt die Malware eine irreführende Anzeige an, in der behauptet wird, dass ein Virus das Gerät des Benutzers infiziert hat.

Wenn der Nutzer dann auswählt, den Virus sofort zu entfernen, wird er zu einer anderen Anwendung im Google Play Store weitergeleitet, die sich als Lösung zur Entfernung von Viren ausgibt. Die angebliche Antivirenlösung ist letztlich eine andere Malware.

Premium-SMS versenden
Die dritte bösartige Aktivität von AdultSwine sind Abbuchungen vom Konto des Opfers für betrügerische Premiumdienste, die er nicht angefordert hat. Ähnlich wie bei der Scareware-Taktik zeigt die Malware zunächst ein Popup an, das behauptet, der Nutzer habe gerade ein iPhone gewonnen und dass seine Telefonnummer benötigt wird, um den Preis zu beanspruchen. Wenn der Benutzer seine Telefonnummer sendet, sendet die Malware Premium-SMS-Nachrichten, welche die Mobilfunkrechnung des Benutzers belasten.

AdultSwine ist eine böse Malware, die emotionale und finanzielle Probleme verursachen kann, und darüber hinaus lässt sich noch ein viel breites Spektrum schädlicher Aktivitäten denken, die das Schadprogramm potenziell verfolgen könnte. Aufgrund des weitverbreiteten Einsatzes mobiler Apps werden AdultSwine und ähnliche Malware auch zukünftig sehr wahrscheinlich von Cyberkriminellen nachgeahmt, die das Verhalten von ahnungslosen Nutzern, darunter auch Kindern, ausnutzen wollen. Ein effektiver Schutz vor Angriffen vor dieser Malware erfordert die Installation fortschrittlicher und legitimer Lösungen zur Abwehr mobiler Bedrohungen wie Check Point Zone Alarm für mobile Geräte.
(Check Point Software Technologies: ra)

eingetragen: 16.01.18
Newsletterlauf: 09.03.18


Check Point Software: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -


Meldungen: Hintergrund

  • Tricks der Cyberkriminellen

    Vom derzeitigen Bitcoin- und Blockchain-Hype scheinen auch Cyberkriminelle zu profitieren. So schätzt Kaspersky Lab, dass Cyberkriminelle im vergangenen Jahr mittels neuer und bewährter Social-Engineering-Methoden mehr als 21.000 ETH (Ether) beziehungsweise zehn Millionen US-Dollar erbeuten konnten. Eine Analyse der über die Kaspersky-Produkte gemessenen Bedrohungen bestätigt den Trend: mehr als hunderttausend Alarme wurden im Zusammenhang mit Kryptowährungen ausgelöst. Derzeit haben es die Cyberkriminellen verstärkt auf Investoren im Krypto-Startup-Bereich abgesehen; sie missbrauchen namhafte Kryptowährungsprojekte und Twitter-Konten prominenter Personen für ihre Betrügereien.

  • Neue Klasse von SSDP-Missbrauch aufgedeckt

    Netscout Arbor, Sicherheitsspezialistin für DDoS-Abwehr-Lösungen, hat eine neue Klasse von SSDP-Missbrauch aufgedeckt, bei dem Geräte auf SSDP-Reflexions-/Verstärkungsangriffe mit einem nicht standardisierten Port reagieren. SSDP (Simple Service Discovery Protocol) ist ein Netzwerkprotokoll, das zur Suche nach Universal-Plug-and-Play-Geräten (UPnP) in Windows-Netzwerken dient. Offen aus dem Internet erreichbare SSDP-Server können für DDoS-Reflexionsangriffe gegen IT-Systeme von Unternehmen und Organisationen missbraucht werden. Die daraus resultierende Flut von UDP-Paketen hat kurzlebige Quell- und Zielports, sodass die Eindämmung erschwert wird. Dieses Verhalten scheint auf eine breite Wiederverwendung in CPE-Geräten, wie Telefone, Faxe und Modems, der Open-Source-Bibliothek libupnp zurückzuführen zu sein. Erkenntnise aus früheren DDoS-Vorfällen deuten darauf hin, dass sich Angreifer dieses Verhaltens bewusst sind und sich aufgrund der Wirksamkeit ihres Angriffs gezielt anfällige Geräte suchen und diese auszunutzen können.

  • Phishing ist Big Business

    Sophos hat den Aufstieg von Phishing-Angriffen im letzten Jahr untersucht. Das Ergebnis: Ausgefuchste Taktiken in Tateinheit mit penetrantem Auftreten machen die neue Qualität von Phishing-Emails aus. Die Angreifer haben die Vorteile von Malware-as-a-Service (MaaS) entdeckt - ein Cousin von Ransomware-as-a-Service (RaaS), beide wohnhaft im Dark Web - um die Effizienz und das Volumen von Attacken zu steigern. Lieblings-Ziel: die Mitarbeiter. In der Simulations- und Trainings-Umgebung "Sophos Phish Threat" werden Nutzer darin geschult, wie sie Phishing-Emails erkennen können. Die gesammelten Erkenntnisse liegen nun in einem White Paper vor. Daraus geht hervor, dass die beste Verteidigung gegen Phishing-Attacken eine duale Strategie ist.

  • Android-Wurm ADB.Miner nutzt Schwachstelle aus

    Tausende von Smartphones weltweit sind von einem Android-Wurm betroffen. Schuld daran ist eine Sicherheitslücke durch eine vergessene Debug-Schnittstelle. G Data klärt über die Gefahr auf und zeigt, wie Benutzer überprüfen können, ob ihr Mobilgerät ebenfalls davon betroffen ist und falls ja, wie die Sicherheitslücke geschlossen werden kann. Ein unbekannter Dritter greift via Internet auf das eigene Smartphone zu - und das mit vollen Root-Rechten als Administrator. Was sich wie ein komplizierter und denkbar unmöglicher Fall liest, wird durch eine Android-Sicherheitslücke zum einfachen Spiel für Cyberangreifer. Dieser kann sich dank des geöffneten TCP-Port 5555 per Androids Debug Bridge-Schnittstelle (kurz: ADB) auf das Gerät einklinken. Über ADB lassen sich eine Vielzahl von Geräte-Aktionen durchführen - angefangen vom simplen Auslesen der Geräteinformationen, über den Diebstahl sensibler Daten, bis hin zu sicherheitskritischen Installationen von schädlichen Programmen.

  • Käufer können eigene Bot-Shops aufsetzen

    Netscout Arbor, Sicherheitsspezialist für DDoS-Abwehr-Lösungen, warnt vor dem Malware-Downloader Kardon Loader. Dieser ermöglicht den Download und die Installation anderer Malware wie etwa Banktrojaner, Ransomware oder Trojaner zum Daten- und Identitätsdiebstahl. Downloader sind ein wesentlicher Teil des Malware-Ökosystems. Sie werden oft von spezialisierten Hackern entwickelt und unabhängig vom jeweiligen Trojaner vertrieben. Kardon Loader wird seit Ende April vom Nutzer "Yattaze" ab 50 US-Dollar in Untergrund- und Hacker-Foren als kostenpflichtiges Open-Beta-Produkt beworben. Kardon Loader soll zudem Bot-Store-Funktionalitäten bieten. So können Käufer eigene Bot-Shops aufsetzen. Es ist davon auszugehen, dass die Malware ein Rebranding des ZeroCool-Botnets ist, das vom gleichen Akteur entwickelt wurde.