- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Virenwarnung » Hintergrund

Malware in Google-Play


41 infizierte Apps im Google Play Store: Schädling "Judy" verbucht mindestens 8.5 Millionen Downloads
Forscher sprechen von der wahrscheinlich umfangreichsten Malware-Kampagne bisher

- Anzeigen -





Check Point Software Technologies hat eine umfangreiche Angriffswelle mit 41 infizierten Apps im Google Play Store entdeckt. Der Schädling Judy wurde mindestens 8.5 Millionen Mal heruntergeladen. Ein Großteil der schädlichen Applikationen wurde von einem koreanischen Unternehmen namens Kiniwini entwickelt. Die Organisation entwickelt normalerweise Programme für iOS und Android, trat aber bisher nicht als Malware-Programmierer in Erscheinung.

Nach einer Infektion generiert Judy Einnahmen durch Klicks auf Werbebanner. Dabei verfügt die Schadsoftware über Tarnmechanismen, um die Bouncer-Sicherheitsmechanismus von Google zu umgehen. Durch eine legitime App erschleicht sich der Schädling Zugriff auf das Gerät des Opfers und baut dann eine Verbindung zum Command & Control (C&C)-Server auf. Über JavaScript-Code werden danach über ein verstecktes Fenster Klicks auf Google-Adverts generiert. Die Ersteller der Malware kassieren pro Klick, da die aus Sicht des Anzeigenschalters von deren Homepage kommen.

Die eigentliche Zahl der Infektionen liegt wahrscheinlich deutlich höher. Neben Kiniwini haben auch andere Entwickler den Schadcode in Applikationen eingebaut. Es ist nicht bekannt, ob diese in Verbindung zueinander stehen. Insgesamt könnten bis zu 36.5 Millionen Endgeräte Opfer einer Attacke mit Judy geworden sein.

"Mobile Geräte sind die Grundlage der digitalen Integration und aus der Unternehmenswelt nicht mehr wegzudenken – gerade deshalb ist die Entdeckung besonders schockierend. Ein derart großer Angriff über eine solange Zeit muss einen Wendepunkt beim Thema Mobile Security bedeuten", sagt Dietmar Schnabel, Regional Direktor Central Europe bei Check Point. "Es gibt ausgereifte Schutzmechanismen für jede Organisation, doch häufig unterschätzen Unternehmen die Gefahr. Gerade bei Mittelständlern besteht Handlungsbedarf, denn hier sind viele Endpunkte nicht gesichert."

Teilweise waren die verseuchten Apps jahrelang unentdeckt im Google Play Store. Auffällig ist, dass mehrere Apps im April 2016 geupdated wurden.

Einen umfassenden Bericht mit weiteren Details gibt es unter: http://blog.checkpoint.com/2017/05/25/judy-malware-possibly-largest-malware-campaign-found-google-play/
(Check Point Software Technologies: ra)

eingetragen: 17.06.17
Home & Newsletterlauf: 27.06.17


Check Point Software: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -


Meldungen: Hintergrund

  • Werbeanzeigen lösen Wi-Fi-Verbindungen aus

    Die Sicherheitsforscher von Check Point Software Technologies haben die neue Adware "LightsOut" in Google Play entdeckt. Die Malware wurde in 22 unterschiedlichen Flashlight- und Dienstprogramm-Anwendungen im offiziellen App-Store von Google gefunden. Dabei geht man von einer erreichten Verbreitung von 1,5 Millionen bis 7,5 Millionen Downloads aus. Ziel von LightsOut war die Generierung illegaler Werbeeinnahmen auf Kosten seiner ahnungslosen Opfer.

  • Zielrichtung E-Mail und Social Media

    Der Banking-Trojaner Terdot, der ursprünglich auf Online-Banking und Zahlungsvorgänge abzielte, feiert gerade Comeback als Instrument zum Diebstahl von Daten und Anmeldeinformationen. Ein aktuell veröffentlichtes Whitepaper von Bitdefender zeichnet detailliert nach, wie der Trojaner entstanden ist, wie er sich ausbreitet und tarnt, was er an Fähigkeiten heute besitzt und wie er sich noch entwickeln könnte. Leser erhalten mit der detaillierten technischen Analyse ein Musterbeispiel, wie Cyberkriminelle heute ihre Attacken individualisieren und perfektionieren. Seine Fähigkeiten gehen über den Primärzweck eines Banking-Trojaners weit hinaus: Terdot kann unter anderem durch einen leistungsstarken Man-in-the-Middle-Proxy sensible Daten aus dem gesamten Internetverkehr eines Users filtern und weiterleiten. Zudem ist es ihm möglich, Browser-Informationen wie Login-Daten und Kreditkarteninformationen zu stehlen und HTML-Code in besuchte Webseiten zu injizieren.

  • Selbstschutz und Zerstörung

    Die Experten von Kaspersky Lab haben mit ,Loapi' eine neue, multimodular aufgebaute mobile Malware entdeckt, die nahezu beliebig schädliche Aktionen ausführen kann - von nicht gewünschten Werbeeinblenden über SMS-Betrug bis hin zum Mining von Kryptowährungen und zur Durchführung von DDoS-Attacken (Distributed Denial-of-Service). Durch seine modulare Architektur kann der ungewöhnliche und mächtige Android-Trojaner auf einem kompromittierten Gerät um zahlreiche schädliche Funktionen nachgerüstet werden. Ein weiteres Merkmal unterscheidet ,Loapi' von der Masse üblicher Android-Malware: der Schädling kann ein mobiles Gerät durch eine zu hohe Auslastung physisch zerstören.

  • Riesiges neues Bot-Netz entdeckt

    Sicherheitsforscher haben ein riesiges neues Bot-Netz entdeckt, das auf den Namen Reaper oder auch "Io Troop" getauft wurde. Und das mit gutem Grund, denn es zielt vor allem auf schlecht gesicherte Geräte im Internet der Dinge ab und versucht aus ihnen eine Art Zombie-Armee zu machen. Das Ausmaß ist beachtlich und Forscher sprechen bereits von Größenordnungen, die potenziell das gesamte Internet lahmlegen könnten. Was die Zahlen anbelangt, wurde jüngst veröffentlicht, dass mehr als geschätzte 1 Million Unternehmen weltweit infiziert sind. Io Troop habe das Potenzial noch leistungsstärker zu sein als das bekannte Mirai-Botnet, einer der folgenschwersten Cyberangriffe überhaupt.

  • Hintergrund zum Mokes Backdoor

    Anfang Oktober 2017 wurde im Wall Street Journal ein Artikel mit dem Vorwurf veröffentlicht, dass über Software von Kaspersky Lab als vertraulich eingestufte Daten von einem privaten Rechner eines NSA-Mitarbeiters geladen wurden. Da sich Kaspersky Lab seit 20 Jahren an vorderster Front im Kampf gegen Cyberspionage und Cyberkriminalität sieht, wurden die Vorwürfe innerhalb des Unternehmens sehr ernst behandelt. Kaspersky Lab hat daher eine interne Untersuchung durchgeführt, um Fakten zu sammeln und jegliche Bedenken zu adressieren. Bereits am 25. Oktober 2017 wurden erste, vorläufige Ergebnisse der Untersuchung veröffentlicht - darunter allgemeine Erkenntnisse der unternehmensinternen Suche nach Beweisen für die in den Medien geäußerten Vorwürfe. Der veröffentlichte neue Bericht bestätigt die vorläufigen Ergebnisse und gibt zusätzliche Einblicke der telemetrischen Analyse des Vorfalls durch Kaspersky-Produkte. Demnach lassen sich auf dem betroffenen Rechner verdächtige Aktivitäten feststellen, und zwar im Zeitraum des Vorfalls im Jahr 2014.