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Cryptomining-Kampagne mit Jenkins Server


Das Gefahrenpotenzial der Attacke mit JenkinsMiner ist riesig und könnte sich zum größten bekannten Mining-Projekt entwickeln
Angriffe mit Cryptominern sind seit Monaten auf dem Vormarsch, allerdings markiert der Vorfall eine neue Bedrohungsdimension

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Check Point Software Technologies entdeckte riesige Mining-Aktivitäten mit dem XMRig-Miner. Die Verantwortlichen kommen wahrscheinlich aus China und erstellen Einheiten der Kryptowährung Monero. Zudem gibt es Anzeichen davon, dass die Hintermänner in einer großangelegten Aktion versuchen, die Rechenleistung von Jenkins CI-Servern für ihre Zwecke zu missbrauchen.

Es wird angenommen, dass bisher Monero im Wert von drei Millionen US-Dollar kreiert wurden. Durch eine bekannte Schwachstelle (CVE-2017-1000353) in der Jenkins Java Deserialization-Implementierung kann sich diese Summe aber noch deutlich erhöhen.

Dabei reichen zwei aufeinanderfolgende Anfragen an das CLI-Interface aus, um die Server zu kapern und den Schadcode einzuschleusen. Der kritische Schwachpunkt liegt an der unzureichenden Prüfung der eingereihten Objekte. Nach der Serialisierung werden alle Anfragen ungeprüft akzeptiert. Die technischen Details gibt es unter https://research.checkpoint.com/jenkins-miner-one-biggest-mining-operations-ever-discovered/.

"Wir haben die Gefahr durch Kryptominer bereits im letzten Jahr erkannt und entsprechend reagiert. Trotzdem ist es erschreckend zu sehen, wie ökonomisiert und zielgerichtet die Cyberkriminellen vorgehen. Ist die zu gewitterte Beute groß genug, kommt es rasend schnell zu unglaublich heftigen Attacken," sagt Dietmar Schnabel, Regional Director Central Europe bei Check Point. "Einzelne Unternehmen müssen aufpassen, dass sie dabei nicht unter die Räder kommen. Bei derartigen Hunger auf Rechenleistung sind die Angreifer skrupellos und ohne entsprechenden Schutz werden ganze Netzwerksegmente in kurzer Zeit in die Knie gezwungen.

Angriffe mit Cryptominern sind seit Monaten auf dem Vormarsch, allerdings markiert der Vorfall eine neue Bedrohungsdimension. Vor einigen Tagen zeigte RubyMiner wie lukrativ solche Attacken sein können, mit JenkinsMiner drohen jetzt gleich mehrere negative Folgen für betroffene Organisationen: Serverausfälle, lange Ladezeiten bis hin zum Denial of Service (DoS) oder sogar Schaden an den Endgeräten durch übermäßige Abnutzung sind möglich

Die Kriminelle setzen auf eine Verbindung des XMRig-Miner mit einem Remote Access Trojan (RAT). Opfer von Attacken finden sich seit einige Monaten auf der ganzen Welt, hauptsächlich Windows-PCs. Die Pflege durch Updates für die Malware und regelmäßige Erweiterungen des Schadcodes deuten darauf hin, dass die Hintermänner erfahrene Profis sind und die Attacken weitergehen werden. (Check Point Software Technologies: ra)

eingetragen: 11.03.18
Newsletterlauf: 03.05.18

Check Point Software: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Hintergrund

  • Neu entdeckten Klickbetrug-Apps

    Profitsteigerung ist eine der Maximen jedes Cyberkriminellen. Da wundert es nicht, dass die SophosLabs nun eine neue Machenschaft aufgedeckt haben, die auf der Tatsache beruht, dass Werbetreibende mehr Geld pro Klick zahlen, wenn dieser von vermeintlich wohlhabenderen iPhone- oder iPad-Besitzern kommt. Da der sogenannte Klickbetrug, bei dem kommerzielle Werbeflächen geklickt oder Klicks zur Manipulation der Abrechnungssysteme simuliert werden, eine wachsende Einnahmequelle für nicht ganz so gesetztestreue App-Entwickler darstellt, scheint es sich auszuzahlen darüber zu lügen, welches Mobilgerät in betrügerischer Absicht die Werbung anklickt.

  • "Outlook-Harvesting" von Emotet

    Gefälschte E-Mails im Namen von Kollegen, Geschäftspartnern oder Bekannten - Schadsoftware (Malware), die ganze Unternehmensnetzwerke lahmlegt: Emotet gilt als eine der gefährlichsten Bedrohungen durch Schadsoftware weltweit und verursacht auch durch das Nachladen weiterer Schadprogramme aktuell hohe Schäden auch in Deutschland. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat in den vergangenen Tagen eine auffällige Häufung an Meldungen zu schwerwiegenden IT-Sicherheitsvorfällen erhalten, die im Zusammenhang mit Emotet stehen. In Einzelfällen ist es bei den Betroffenen durch Ausfälle der kompletten IT-Infrastruktur zu Einschränkungen kritischer Geschäftsprozesse gekommen, die Schäden in Millionenhöhe nach sich ziehen. Daneben sind dem BSI weitere Fälle mit weniger schwerem Verlauf gemeldet worden, bei denen Malware-Analysten des BSI Emotet-Infektionen nachweisen konnten.

  • Antivirtuelle Maschinen- & Anti-Sandboxing-Technik

    Ein neuer Bericht von CenturyLink zeigt auf, dass das Mylobot-Botnetz nach dem Infizieren eines Computers noch andere Arten von Schadsoftware herunterladen und so größeren Schaden beim Diebstahl von Informationen verursachen kann. Mylobot enthält hochentwickelte antivirtuelle Maschinen- und Anti-Sandboxing-Techniken, um seine Erkennung und Analyse zu erschweren. Dazu gehört unter anderem die Fähigkeit, bis zu 14 Tage zu ruhen, bevor der Command and Control Server (C2) kontaktiert wird. Seit der Identifizierung im Juni 2018 haben die CenturyLink Threat Research Labs beobachtet, wie Mylobot Khalesi als zweiten Angriff auf infizierte Hosts herunterlädt. Bei Khalesi handelt es sich um eine weitverbreitete Malware-Familie, die vor allem auf Diebstahl von Informationen abzielt.

  • Phishing-Versuch mit Verbindungen zu APT29

    FireEye hat einen Report vorgestellt, der Daten zu einem gezielten Phishing-Versuch mit Verbindungen zu APT29 beinhaltet. Der Bericht bezieht sich auf Daten, die FireEye erstmals am 14. November 2018 entdeckt hat. Die wichtigsten Erkenntnisse des Reports umfassen: FireEye hat Bestrebungen aufgedeckt, bei denen Angreifer versuchten, in verschiedene Branchen einzudringen, darunter Think-Tank, Strafverfolgung, Medien, US-Militär, Transport, Pharmazie, nationale Regierung und Verteidigungsaufträge.

  • Malware will gar keine Adminrechte

    Die Autoren der GandCrab-Ransomware versuchen, ihre Malware mit dem geringst möglichen Entwicklungsaufwand zu installieren. Dazu konfrontieren sie Nutzer unter anderem mit 100 Dialogen zum Wegklicken und verzichten auf eine dauerhafte Installation im System, wie eine G Data-Analyse zeigt. Auch Malware-Autoren versuchen, ihren eigenen Schadcode möglichst effizient zu gestalten. So verzichten sie auf unnötige Funktionen und minimieren den Aufwand, um die notwendigen Berechtigungen zu bekommen, wie eine detaillierte Analyse des G Data Analysten Robert Michel zeigt. Er hat sich die Ransomware GandCrab in Version 4.3 genauer angeschaut und seine detaillierten Erkenntnisse auf dem Blog der Tochterfirma G Data Advanced Analytics veröffentlicht. Bereits im September hatte G Data über eine professionelle Kampagne gegen Personalabteilungen berichtet, die die entsprechende GandCrab-Version nutzt.