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Infektion mit Ransomware


Die "CrypVault"-Ransomware tauchte erstmalig etwa im April 2015 auf und nutzt die GnuPG Opensource-Verschlüsselung, um die Daten auf dem infizierten Rechner zu verschlüsseln
Anders als gängige Ransomware-Varianten ist CrypVault ganz simpel auf Basis von Windows-Skriptsprachen wie DOS-Batch-Befehlen, JavaScript und VBScript geschrieben

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Das Threat Guidance Team von Cylance hat einen neuen Blogbeitrag veröffentlicht, bei dem es um die LovexCrypt-Ransomware, einen CryptVault-Abkömmling geht. Eine Infektion mit Ransomware gefährdet beide gleichermaßen: Endnutzer und Business-Anwender. Die potenziellen Folgen sind vielfältig. Seien es finanzielle Verluste, weil man den Hacker lieber bezahlt als seine Daten zu verlieren, seien es Unterbrechungen der normalen Geschäftsabläufe oder auch der Rufschaden, den eine Marke erleiden kann. Und am schlimmsten: der möglicherweise dauerhafte Verlust von wichtigen, vertraulichen und kritischen Daten. Jede einzelne dieser potenziellen Folgen wirkt sich negativ auf die Produktivität aus.

Die Angreifer sind so unterschiedlich wie die Motivation. Es kann sich um eine gut organisierte Bande von Cyberkriminellen handeln, die Opfer über ihre eigene Infrastruktur ins Visier nehmen, aber genauso gut um Einzelpersonen. Bei einem Angriff im Alleingang wird es sich vermutlich um eine Malware "von der Stange" handeln oder der Angreifer verändert einen vorhandenen Code um auf dieser Basis eine neue Malware zu entwickeln. Ist es erst ein Mal soweit brauchen die Angreifer nur noch einen praktikablen Mechanismus um die Schadsoftware zu verteilen und möglich viele Nutzer damit zu infizieren.

Die CrypVault-Ransomware tauchte erstmalig etwa im April 2015 auf und nutzt die GnuPG Opensource-Verschlüsselung, um die Daten auf dem infizierten Rechner zu verschlüsseln. Anders als gängige Ransomware-Varianten ist CrypVault ganz simpel auf Basis von Windows-Skriptsprachen wie DOS-Batch-Befehlen, JavaScript und VBScript geschrieben. Das ist der Grund, warum sich der Code so leicht verändern lässt um neue Varianten zu erstellen. Jeder potenzielle Cyberkriminelle mit durchschnittlichem Wissen zu Skriptsprachen sollte problemlos seine eigenen Varianten kreieren können.

Der aktuelle Blogpost des Threat Guidance Team beschäftigt sich mit einer Variante der CrypVault Ransomware namens LovxCrypt, die jüngst aufgedeckt wurde und die in Form eines E-Mail-Anhangs an einer Spam-Nachricht verbreitet wurde. (Cylance: ra)

eingetragen: 21.04.17
Home & Newsletterlauf: 22.05.17


Cylance: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Hintergrund

  • Ziel, sensible Daten stehlen

    Die Experten von Kaspersky Lab haben Teile der Infrastruktur der bekannten russischsprachigen APT-Gruppe "Crouching Yeti" - auch bekannt als Energetic Bear - aufgedeckt, darunter kompromittierte Server auf der ganzen Welt. Laut den Cybersicherheitsexperten waren seit dem Jahr 2016 zahlreiche Server in verschiedenen Ländern betroffen, auch um auf andere Ressourcen Zugriff zu erhalten. Weitere Server, einschließlich derjenigen, die russische Websites hosten, wurden für Wasserloch-Attacken genutzt. Kaspersky Lab hat im Vorfeld der Hannover Messe Industrie, die vom 23. bis zum 27. April 2018 stattfindet, bereits für die zweite Jahreshälfte 2017 überwiegend viele Cyberattacken gegen Organisationen aus den Branchen Energie sowie Maschinenbau und ICS-Integration gemeldet.

  • Miner für Kryptowährungen

    Sicherheitsforscher haben erstmals einen Miner für Kryptowährungen entdeckt, der eine "Kill List"-Funktion enthält. Sie stoppt laufende Prozesse anderer Coinminer und versucht so die Rechenleistung zur Transaktionsverarbeitung eines infizierten Computers komplett für sich in Beschlag zu nehmen. Also quasi rivalisierende Miner auszuschalten. Xavier Mertens, Sicherheitsforscher beim ICS Sans, hält diesen Coinminer an sich aber für nichts Ungewöhnliches, sondern für eine der vielen neuen Malware-Varianten, die sich auf das Mining von Kryptowährungen spezialisiert haben und insbesondere seit Beginn dieses Jahres auftauchen. Seit Anfang 2018 hat sich die Cyberkrimininalität ganz offensichtlich von Ransomware verstärkt auf die Verteilung von Coinminern verlagert.

  • Die Schadsoftware ist in Skins enthalten

    Eine 30-Tage-Datenanalyse von Avast ergab, dass nahezu 50.000 Minecraft-Accounts mit Malware infiziert wurden. Die Schadsoftware kann Festplatten neu formatieren und Backups und Systemprogramme löschen. Das verseuchte Powershell-Script, das die Sicherheitsexperten des Avast Threat Labs entdeckt haben, wird mit Hilfe der Minecraft "Skins" in Form von PNG-Dateien verbreitet. Diese Skins sind beliebte Features, um das Aussehen eines Minecraft Avatars zu verändern. Sie können von diversen Online-Quellen auf die Minecraft-Website hochgeladen werden und stehen dann für die Spieler zum Download bereit.

  • Slingshot und sein ungewöhnlicher Angriffsweg

    Kaspersky Lab warnt vor einer hochentwickelten Form der Cyberspionage, die mindestens seit 2012 im Nahen Osten sowie in Afrika ihr Unwesen treibt. Dabei attackiert und infiziert die Malware ,Slingshot' ihre Opfer über kompromittierte Router. Slingshot ist in der Lage, im Kernel-Modus zu laufen und erhält somit vollständige Kontrolle über infizierte Geräte. Laut den Kaspersky-Experten nutzt der Bedrohungsakteur einige einzigartige Techniken. So werden Informationen heimlich und effektiv ausgespäht, indem der entsprechende Netzwerkverkehr in markierten Datenpaketen versteckt und ohne Spuren zu hinterlassen wieder aus dem regulären Datenstrom ausgelesen werden kann.

  • Malware "Olympic Destroyer" macht Schlagzeilen

    Die Experten von Kaspersky Lab veröffentlichen neue Untersuchungsergebnisse über die Malware ,Olympic Destroyer', die während der olympischen Winterspiele in Pyeongchang IT-Systeme und Infrastruktur angegriffen hat. Die Studie zeigt: Die Wurm-Malware wurde von den Hintermännern mit einer besonders raffinierten falschen Flagge (False Flag) ausgestattet, um ihre wahre Herkunft zu verbergen. Während der Winterspiele machten nicht nur die sportlichen Leistungen, sondern auch die Malware Olympic Destroyer Schlagzeilen. Der Wurm legte im Vorfeld der Eröffnungsfeier in Pyeongchang zeitweise die IT-Systeme lahm. So fielen Monitore und WLAN-Angebote aus, aber auch die Website der Olympischen Spiele, so dass Besucher beispielsweise keine Karten mehr drucken konnten. Laut Kaspersky Lab waren zudem Einrichtungen an den Skipisten in Südkorea betroffen: Zugänge und Skilifte in den Skigebieten funktionierten nicht mehr. Auch wenn die Malware letztlich keine gravierenden Folgen hatte, zeigte sie doch ihr zerstörerisches Potenzial.