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Techniken gegen virtuelle Maschinen


Amnesia-Malware macht aus DVR-Geräten Bot-Netze
Sicherheitsforscher gehen davon aus, dass dies eine der ersten Malware-Varianten ist, die fortgeschrittene Techniken gegen virtuelle Maschinen richtet, um die Malware-Analyse in Sandboxing-Umgebungen auszuhebeln

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Nach Angaben von IT-Sicherheitsunternehmen ist eine neue Variante des IoT/Linux Botnets Tsunami aufgetaucht. "Amnesia" richtet sich gegen nicht gepatchte Schwachstellen bei der Remote-Code-Ausführung in DVR-Geräten von TVT Digital. Geräte, die von mehr als 70 verschiedenen Hersteller weltweit unter deren Marke vertrieben werden. Betroffen sind rund 227.000 Geräte weltweit vornehmlich in Taiwan, den USA, Israel, der Türkei und Indien.

Sicherheitsforscher gehen davon aus, dass dies eine der ersten Malware-Varianten ist, die fortgeschrittene Techniken gegen virtuelle Maschinen richtet, um die Malware-Analyse in Sandboxing-Umgebungen auszuhebeln. Wenn die Malware eine virtuelle Maschine findet, löscht sie das virtualisierte Linux-System indem sie alle Dateien im System vernichtet.

Amnesia nutzt eine Schwachstelle in der Remote-Code-Ausführung, um verwundbare Systeme zu finden, zu lokalisieren und anzugreifen. Ist die Attacke erfolgreich gewesen, hat Amnesia anschließend volle Kontrolle über das betreffende System. Dass Amnesia-Botnetz lässt sich dann beispielsweise einsetzen um gigantische DDoS-Angriffe zu lancieren, ähnlich der Mirai Botnetz-Attacke vom Herbst vergangenen Jahres.

Dazu Jim Walter, Senior SPEAR Researcher bei Cylance und beratendes Mitglied der "No more Ransom"-Initiative, die die niederländische Polizei auf den Weg gebracht hat.

"In diesem Fall variiert zwar der Eintrittsvektor gegenüber dem bei anderen Angriffen verwendeten (HTTP versus Telnet). Das der Malware zugrunde liegende Schema ist allerdings ein und dasselbe. Die meisten Nutzer, uns eingeschlossen, tendieren dazu, den Standardkonfigurationen verbundener Geräte mehr als nötig zu vertrauen. Wir sollten nicht davon ausgehen, dass neue Geräte mit Internetverbindung automatisch sicher sind. Und das schon gar nicht aufgrund der Tatsache, dass sie schlicht neu sind. Die Sorgfalt und IT-Sicherheitshygiene, die für uns bei traditionellen Geräten (PCs, Laptos, Smart Phones et.) selbstverständlich geworden ist, sollten wir auf alle Geräte übertragen. Und nicht davon ausgehen, dass sie automatisch gewährleistet wird. Egal ob es sich um PCs, Fernsehgeräte, Spielesysteme, eine Appliance oder ein DVR-Gerät handelt: die Ursachen für ein erhöhtes Risiko und eine breite Angriffsfläche sind in ganz vielen Fällen dieselben und so sollten wir sie auch behandeln."
(Cylance: ra)

eingetragen: 18.04.17
Home & Newsletterlauf: 28.04.17


Cylance: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Hintergrund

  • Fake-Version fordert Nutzer zur Zahlung auf

    Eset warnt vor einer Fake-Version des Microsoft-Programms "Windows Movie Maker", welches Cyberkriminelle derzeit erfolgreich verbreiten. Die Betrüger verlangen ein Entgelt für das eigentlich kostenlose Microsoft-Produkt. Die Besonderheit im aktuellen Fall: Das gute Google-Ranking führt zu einer massiven Ausbreitung der gefälschten Software. Offensichtlich wurde enormer Aufwand bei der Suchmaschinenoptimierung betrieben. Windows Movie Maker ist Teil des Windows-Essentials-Pakets und kann über die Microsoft-Webseite kostenlos bezogen werden. Installieren Nutzer jedoch das gefälschte Programm, werden sie darauf hingewiesen, dass es sich lediglich um eine Trial Version handelt. Im folgenden Gebrauch der Scam-Software erscheint immer wieder die Aufforderung, auf die kostenpflichtige Vollversion umzusteigen. Unter anderem können Nutzer ansonsten keine Dateien abspeichern.

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    Eset hat eine neue Bedrohung entdeckt, die Windows Web-Server infiziert und die Kryptowährung Monero "abgräbt". Monero ist eine neuere Alternative zum digitalen Zahlungsmittel Bitcoin. Die Cyberkriminellen modifizieren die Open-Source-Mining-Software von Monero für ihre Zwecke, um eine bekannte Sicherheitslücke in Microsoft IIS 6.0 auszunutzen. Im Laufe von drei Monaten haben sie durch die Kampagne ein Botnet von mehreren hundert infizierten Servern aufgebaut und Monero im Wert von über 63.000 US-Dollar anhäufen lassen. Microsoft hat inzwischen ein Update veröffentlicht, das die Sicherheitslücke schließt - aber noch immer sind viele Server ungepatcht.

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    Die Experten von Kaspersky Lab haben mit ,CryptoShuffler' eine Malware entdeckt, die Kryptowährungen aus Wallets entwendet, indem sie die Wallet-Adresse durch eine eigene ersetzt. Cyberkriminelle konnten so bisher fast 140.000 US-Dollar erbeuten. Ziel sind beliebte digitale Währungen wie Bitcoin, Ethereum, Zcash, Dash oder Monero. Für letztere identifizierten die Cybersicherheitsexperten mit ,DiscordiaMiner' auch einen neuen Trojaner zum Schürfen (Mining) von Kryptogeld. Zudem geht aus dem Spam- und Phishing-Report von Kaspersky Lab für das dritte Quartal 2017 hervor, dass vermehrt Spam-Mails mit dem Thema Kryptowährung im Umlauf sind.

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    Die Experten von Kaspersky Lab haben im Darknet ein Malware-Angebot gefunden, mit dessen Hilfe quasi jeder einen Geldautomaten ausrauben kann, sofern er Zugang zum Gerät bekommt. Für 5.000 US-Dollar ist die speziell für kriminelle Laien konstruierte, dreiteilige Software inklusive detaillierter Gebrauchsanleitung unter dem Namen "Cutlet Maker" erhältlich. Geldautomaten sind bereits seit längerer Zeit ein lukratives Ziel für Kriminelle. Während die einen brutale Gewalt walten lassen und die Geräte aufbrechen, manipulieren andere lieber die Software der Automaten. Das jüngst entdeckte Beispiel für Schadsoftware dieser Art zeigt nun, dass Malware-Hersteller inzwischen auch cyberkriminelle Laien ansprechen.

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    Seit dem 24. Oktober 2017 ist eine neue Ransomware-Welle unterwegs, die bislang vor allem Russland, die Ukraine und Teile von Europa im Visier hat. SophosLabs-Spezialist Chester Wisniewski hat sich "Bad Rabbit" einmal näher angeschaut und ist nicht wirklich überrascht über dessen Auftritt. "Es war wohl tatsächlich nur eine Frage der Zeit, bis irgendjemand die Ideen und Techniken, die uns von WannaCry oder NotPetya bekannt sind, aufgreift und damit eine neue Attacke auf ahnungslose Opfer fährt." Die aktuelle Ransomware scheint sich nach bisherigen Erkenntnissen über einen gefälschten Installer des Adobe Flash Plyer zu verbreiten.