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Botfrei warnt vor Phishing-SMS


Gefälschte SMS stammten angeblich von GMX, der Link führte jedoch auf eine Phishing-Website
Smartphone-Nutzer geraten immer stärker ins Visier der Cyberkriminellen - Botfrei rät: "Verdächtige Links auch auf dem Handy niemals anklicken"

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Zahlreiche Nutzer in Deutschland erhielten im April gefälschte SMS. Diese gaben vor, vom Freemailing-Anbieter GMX zu stammen. Doch tatsächlich verbreiteten Cyberkriminelle massiv diese Kurznachrichten mit dem Ziel, Nutzernamen und Passwörter für das E-Mail-Konto der Kunden auszuspionieren. Einen Hinweis darauf, dass hier Cyberkriminelle am Werk sind, lieferten unter anderem die Rechtschreibfehler im SMS-Text: "Ihr Konto wurde im Prüfungsprozess nicht freigegeben. Um die Aussetzung zu vermeiden melden Sie sich bitte bei Ihrem Konto an: hxxp://anmelden.gmx-dc.com/".

"Alle Nutzer solcher Dienste sollten kritisch sein und solche Aufforderungen genau prüfen", warnt Peter Meyer. Er ist Leiter Cyber Security Services im eco – Verband der Internetwirtschaft e. V. und verantwortlich für das Anti-Botnet-Beratungszentrum Botfrei. "Nutzer sollten niemals auf einen Link klicken, der ihnen irgendwie verdächtig vorkommen". Neben dem Verlust persönlicher Daten droht auch die Gefahr einer Infektion mit Schadsoftware.

Aufmerksame Nutzer sind der beste Phishing-Schutz
"Cyberkriminelle konzentrieren sich verstärkt auf Smartphone-Nutzer, wie die Phishing-Welle zeigte", sagt Meyer. Die Nutzer gelangen direkt aus der SMS hinaus auf die gefälschte Website mit der Aufforderung, hier ihre Login-Daten einzugeben. "Der beste Schutz vor Spam- oder Phishing-SMS ist ein aufmerksamer Nutzer, der solche Nachrichten bei geringsten Zweifeln einfach löscht", sagt Meyer. Sicherheit bietet auch eine 2-Faktor-Authentifizierung, die von immer mehr Online-Services angeboten wird. Nutzer sollten sich, wo es geht, für diese doppelte Verifizierungsmethode entscheiden.

Opfer sollten ihr GMX-Passwort sofort ändern
Nutzer, die Opfer einer Phishing-Attacke wurden, sollten sich umgehend in ihrem echten Nutzerkonto anmelden und das Passwort ändern. Zusätzlich sollten sie darauf achten, ob die Cyberkriminellen in der Zwischenzeit Weiterleitungen eingerichtet haben. Wir raten Nutzern zudem zu überprüfen, ob sie die Kombination aus E-Mail-Adresse und Passwort auch in anderen Online-Services nutzen. Gegebenenfalls sollten sie auch bei Facebook oder in Shops wie Amazon ihre Login-Daten ändern. (eco: ra)

eingetragen: 14.05.17
Home & Newsletterlauf: 12.06.17


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Meldungen: Hintergrund

  • Hacker gehen auf Butterfahrt

    GuardiCore hat eine Hacking-Kampagne aufgedeckt, bei der ein Remote-Access-Trojaner (RAT) mit DDoS-Funktion samt Krypto-Miner installiert werden. Die "Butter" genannte Schadsoftware agiert im Hintergrund und wird zur Verwischung ihrer Spuren als Linux-Kernel-Rootkit getarnt. GuardiCore entwickelt IT-Sicherheitstechnologien und erstellt mit einem weltweiten Forscherteam sicherheitsbezogene IT-Analysen, Rechercheberichte und Gegenmaßnahmen für aktuelle Bedrohungen.

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    Das Cylance Threat Intelligence Team hat in seiner Reihe "Threat Intelligence Bulletin" einen neuen Beitrag von Jon Gross veröffentlicht. Er befasst sich mit der bereits drei Jahre andauernden Kampagne, die unter dem Namen "Poking the Bear" bekannt geworden ist, und sich gegen kritische Infrastrukturen in Russland richtet. Die Sicherheitsanalysten von Cylance haben Beweise für anhaltende Angriffe, die sich gegen kritische Infrastrukturen/Unternehmen richten, die sich in russischem Staatsbesitz befinden. Dazu gehört auch der größte und börsennotierte Ölkonzern Rosneft. Bei der Attacke handelt es sich vermutlich um einen kriminellen Angriff aus finanziellen Motiven.

  • Neu entdeckten Klickbetrug-Apps

    Profitsteigerung ist eine der Maximen jedes Cyberkriminellen. Da wundert es nicht, dass die SophosLabs nun eine neue Machenschaft aufgedeckt haben, die auf der Tatsache beruht, dass Werbetreibende mehr Geld pro Klick zahlen, wenn dieser von vermeintlich wohlhabenderen iPhone- oder iPad-Besitzern kommt. Da der sogenannte Klickbetrug, bei dem kommerzielle Werbeflächen geklickt oder Klicks zur Manipulation der Abrechnungssysteme simuliert werden, eine wachsende Einnahmequelle für nicht ganz so gesetztestreue App-Entwickler darstellt, scheint es sich auszuzahlen darüber zu lügen, welches Mobilgerät in betrügerischer Absicht die Werbung anklickt.

  • "Outlook-Harvesting" von Emotet

    Gefälschte E-Mails im Namen von Kollegen, Geschäftspartnern oder Bekannten - Schadsoftware (Malware), die ganze Unternehmensnetzwerke lahmlegt: Emotet gilt als eine der gefährlichsten Bedrohungen durch Schadsoftware weltweit und verursacht auch durch das Nachladen weiterer Schadprogramme aktuell hohe Schäden auch in Deutschland. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat in den vergangenen Tagen eine auffällige Häufung an Meldungen zu schwerwiegenden IT-Sicherheitsvorfällen erhalten, die im Zusammenhang mit Emotet stehen. In Einzelfällen ist es bei den Betroffenen durch Ausfälle der kompletten IT-Infrastruktur zu Einschränkungen kritischer Geschäftsprozesse gekommen, die Schäden in Millionenhöhe nach sich ziehen. Daneben sind dem BSI weitere Fälle mit weniger schwerem Verlauf gemeldet worden, bei denen Malware-Analysten des BSI Emotet-Infektionen nachweisen konnten.

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    Ein neuer Bericht von CenturyLink zeigt auf, dass das Mylobot-Botnetz nach dem Infizieren eines Computers noch andere Arten von Schadsoftware herunterladen und so größeren Schaden beim Diebstahl von Informationen verursachen kann. Mylobot enthält hochentwickelte antivirtuelle Maschinen- und Anti-Sandboxing-Techniken, um seine Erkennung und Analyse zu erschweren. Dazu gehört unter anderem die Fähigkeit, bis zu 14 Tage zu ruhen, bevor der Command and Control Server (C2) kontaktiert wird. Seit der Identifizierung im Juni 2018 haben die CenturyLink Threat Research Labs beobachtet, wie Mylobot Khalesi als zweiten Angriff auf infizierte Hosts herunterlädt. Bei Khalesi handelt es sich um eine weitverbreitete Malware-Familie, die vor allem auf Diebstahl von Informationen abzielt.