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Gefährlicher Code frei verfügbar


Android-Malware: Eset enttarnt Fake-Apps im "Google Play Store"
Zwei Android-Trojaner im Google Play Store gaben sich Wetter-Apps ausgeben - Entstandenes Botnet konnte abgeschaltet werden

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Erneut wurde der Google Play Store zum Einfallstor für Cyberkriminelle: Nachdem der europäische Security-Software-Hersteller Eset bereits im Sommer 2016 mehrere gefälschte Pokémon-Apps entdeckt hat, enttarnte das Unternehmen jetzt zwei als Wetter-Apps getarnte Android-Trojaner. Die Trojaner verbreiteten ein Botnet, das nach einem Tipp von Eset ausgeschaltet werden konnte.

Die beiden scheinbar harmlosen Wetter-Apps "Good Weather" und "World Weather" waren mehrere Tage lang im Google Play Store verfügbar, bevor sie von Eset entdeckt und vom Google Sicherheitsteam gelöscht wurden. Sie bildeten ein Botnet, das es auf die Anmeldeinformationen von Banken abgesehen hat. Außerdem konnte es Android-Smartphones ferngesteuert sperren und SMS-Nachrichten mitlesen.

Nach dem Tipp von Eset nahm das Hosting-Unternehmen die das Botnet steuernden Command-and-Control-Server vom Netz. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits 2.810 Nutzer in 48 Ländern betroffen, wie die Analyse von Eset ergab.

Weiterführende Untersuchungen zeigen, dass der Schadcode weiter sein Unwesen treibt: Beide Android-Trojaner basieren auf einem im Internet frei verfügbaren Source Code. Sowohl die Malware als auch der Command-and-Control-Server des Botnet wurden mit diesem Code erstellt, der bereits seit Dezember 2016 öffentlich in russischen Online-Foren verfügbar ist.

"Nicht nur konnte nahezu jeder an den Source Code der Trojaner gelangen, auch der Command-and-Control-Server selbst war öffentlich für jeden, der über die URL verfügte, zugänglich – ohne jegliche Anmeldedaten", erklärt Lukáš Štefanko, Malware-Forscher bei Eset.

Android-Nutzer sollten Schutz aufrüsten
Die Sicherheitsexperten von Eset weisen darauf hin, dass die öffentliche Verfügbarkeit des Source Codes die Verbreitung von Android-Malware verstärken kann. "Wenn Cyberkriminelle einfachen und kostenlosen Zugriff auf Tools zu Erstellung von Malware haben, sollten sich Android-Nutzer verstärkt schützen und Prävention betreiben", empfiehlt Lukáš Štefanko. (Eset: ra)

eingetragen: 10.03.17
Home & Newsletterlauf: 15.03.17


Eset: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Hintergrund

  • Neue Angriffsstrategie über Firefox

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    Radware warnt vor dem immensen Zerstörungspotential des Botnets Hajime, das bisher einem sogenannten White Hat Hacker zugeordnet wird. Zwar habe der Entwickler des Bots diesen offensichtlich nach wie vor unter Kontrolle und bisher auch keine bösen Absichten erkennen lassen, so Radware, doch das Potential dieses Botnets sei verlockend. So könnten andere Hacker versuchen, Hajime zu hijacken und für ihre eigenen Zwecke zu gebrauchen. Zudem stelle sich die Frage, warum der Entwickler das Botnet so aggressiv ausbaut, wenn er damit keine bösen Absichten verfolgt. Hajime ist ein sehr ausgefeiltes, gut durchdachtes und flexibles Botnetz, das sich selbst updaten kann, um seinen "Mitgliedern" schnell und sicher neue Funktionalitäten zu verleihen. Es befällt wie Mirai IoT-Geräte mit offenen Telnet-Ports.

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