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"Boost Views" greift PayPal-Zahlungsdaten ab


Fake-Apps: Angriff auf PayPal und Bitcoins
Zwei gefährliche Fake-Apps im Google Play Store analysiert, die es auf die Zahlungsdaten der Nutzer abgesehen haben

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Fürs Videoschauen bezahlt werden, den Traffic des YouTube-Kanals steigern oder ganz einfach vom Smartphone aus Bitcoins kaufen und verkaufen? Die Entwickler der Fake-Apps "Boost Views” und "PaxVendor” möchten Android-User glauben lassen, dass sie die passenden Anwendungen dafür bieten. Dabei haben es die Cyberkriminellen nur auf die Zahlungsdaten der Nutzer abgesehen. Der europäische Security-Software-Hersteller ESET hat beide Fake-Apps enttarnt und stellt die Analyse in einem ausführlichen Blogpost vor.

Unter dem Deckmantel, eine YouTube-bezogene Dienstleistung anzubieten, hat sich "Boost Views" auf bis zu 100.000 Geräte geschlichen. Die App verspricht Nutzern, Einnahmen durch das Ansehen von Videos zu generieren. Die angeblich angehäufte Gutschrift sollen die Nutzer auf ihr PayPal-Konto transferieren können. Dafür werden sie aufgefordert, ihre Login-Daten in ein ungesichertes Authentifizierungsformular einzugeben.

Tatsächlich werden die PayPal-Anmeldeinformationen aber im Hintergrund unverschlüsselt an den Entwickler-Server gesendet. Mit dem nun kompromittierten PayPal-Konto stehen den Cyberkriminellen Tür und Tor für finanziellen Missbrauch offen.

"PaxVendor" will sich Zugriff auf Bitcoin-Handelsplatz verschaffen
Während "Boost Views" darauf abzielt, PayPal-Konten zu kompromittieren, möchte sich "PaxVendor" Zugang zu Bitcoins verschaffen: Die schädliche App versucht, an Login-Daten des Bitcoin-Handelsplatzes Paxful zu kommen. Derzeit gibt es noch keine offizielle App von Paxful, um von einem Android-Smartphone aus den Service zuzugreifen.

Die Fake-App "PaxVendor" fordert den Nutzer zunächst auf, eine etwaige Google- oder SMS-Autorisierung in ihrem Paxful-Konto zu deaktivieren, um potenzielle Hindernisse durch die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu vermeiden. Im Anschluss werden die Login-Daten abgefragt. Gibt der Nutzer seine Anmeldeinformationen preis, wird eine Fehlermeldung angezeigt. Im Hintergrund werden jedoch die Login-Daten an den Server der Cyberkriminellen geschickt. Sie können damit auf das Konto zugreifen und Transaktionen mit Bitcoins tätigen.

Wie können sich Nutzer schützen?
Nutzer, die "Boost Views" heruntergeladen und versucht haben, Geld auf ihr PayPal-Konto zu transferieren, sollten umgehend das PayPal-Passwort ändern. Zusätzlich sollten verdächtige Kontobewegungen überprüft und gegebenenfalls an PayPal gemeldet werden. Gleiches gilt für diejenigen, die "PaxVendor" installierten. User sollten sofort ihr Paxful-Passwort ändern und alle Aktivitäten auf ihrem Paxful-Konto überprüfen. Im Anwendungsmanager können beide Fake-Apps vom Smartphone entfernt werden. (Eset: ra)

eingetragen: 15.05.17
Home & Newsletterlauf: 16.06.17


Eset: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Hintergrund

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    Barracuda Networks hat eine neue Form einer Cyberattacke auf unvorsichtige Nutzer identifiziert, die von Kriminellen genutzt werden kann, um Ransomware oder andere Malware zu verbreiten. Die Angreifer nutzen eine für die Nutzer unbekannte Dateiendung innerhalb eines Links, um den bereits bekannten Trojaner Quant Loader zu starten, der in der in der Lage ist, Ransomware zu verbreiten und Passwörter abzugreifen. Die Angriffstechnik über Links in E-Mails ist zwar nicht neu, neu bei dieser Variante ist, dass der URL nicht "http://" vorangestellt ist, sondern "file://", was sie mit Samba verknüpft anstatt eines Webbrowsers.

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    Sicherheitsforscher haben erstmals einen Miner für Kryptowährungen entdeckt, der eine "Kill List"-Funktion enthält. Sie stoppt laufende Prozesse anderer Coinminer und versucht so die Rechenleistung zur Transaktionsverarbeitung eines infizierten Computers komplett für sich in Beschlag zu nehmen. Also quasi rivalisierende Miner auszuschalten. Xavier Mertens, Sicherheitsforscher beim ICS Sans, hält diesen Coinminer an sich aber für nichts Ungewöhnliches, sondern für eine der vielen neuen Malware-Varianten, die sich auf das Mining von Kryptowährungen spezialisiert haben und insbesondere seit Beginn dieses Jahres auftauchen. Seit Anfang 2018 hat sich die Cyberkrimininalität ganz offensichtlich von Ransomware verstärkt auf die Verteilung von Coinminern verlagert.

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