- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Virenwarnung » Hintergrund

Komplexe Malware: Programmiersprache Delphi


Banking-Malware: Eset deckt zunehmend anspruchsvolle Angriffe auf
Neues Whitepaper zeigt, wie kriminelle Gruppen gezielt Remote Banking Systems (RBS)

- Anzeigen -





Eset hat Ergebnisse einer Untersuchung veröffentlicht, die das Vorgehen von RTM, einer noch neuen cyberkriminellen Gruppe, beleuchtet. Die Gruppe bringt komplexe Malware in der Programmiersprache Delphi in Umlauf, die Remote Banking Systeme (RBS) ins Visier nimmt. RBS-Software wird verwendet, um große Finanztransfers zu tätigen. Die Analyse präsentiert Eset in dem detaillierten Whitepaper "Read The Manual: A Guide to the RTM Banking Trojan".

Die Untersuchung veranschaulicht, wie Cyberkriminelle die anspruchsvolle Schadsoftware gegen Ziele in Russland und weiteren Ländern implementieren. Zu den verifizierten Fähigkeiten der Malware, vor allem in Bezug auf das Ausspähen von Zielen, gehören das Lesen von Smart Cards, Keylogging und Echtzeit-Überwachung von Banking-Aktivitäten.

"Wie unsere Analyse zeigt, sucht die Malware aktiv nach gängigen Exportdateien aus Buchhaltungssoftware, die in Russland üblich ist", erklärt Jean-Ian Boutin, Malware-Forscher bei Eset.

Eset-Forscher gehen davon aus, dass diese Dateien vorrangig von Interesse sind, weil sie Details zu umfangreichen Geldtransfers aus einem Zwischenschritt in der Ausführung von Zahlungsaufträgen bei RBS-Software enthalten können. Die Kriminellen können aus den enthaltenen Textdateien interessante Informationen – nämlich die Kontodaten des Empfängers oder den Betrag – extrahieren, und so von ihren Aktivitäten profitiert.

RTM ist nicht die erste Gruppe, die diese Angriffsmethode für sich nutzt. Andere wie Buhtrap und Corkow haben in der Vergangenheit ebenfalls RBS-Nutzer ins Visier genommen, und langsam ein Verständnis des Netzwerks und Know-how für den Bau von maßgeschneiderten Tools aufgebaut, um von geschäftlichen Nutzern zu stehlen.

"Die zunehmende Komplexität der Fähigkeiten und der Methodik von Gruppen wie RTM, die momentan in erster Linie in Russland aktiv sind, legt nahe, dass auch Unternehmen in anderen Teilen der Welt anfällig für ähnliche Angriffe sind und wahrscheinlich ihre nächsten Ziele sein werden", ergänzt Boutin.

Um diesen Bedrohungen entgegenzuwirken, rät Eset allen Unternehmen – unabhängig von ihrer Branche – Best Practices für Cybersicherheit einzuführen. Dazu zählen beispielsweise die Weiterbildung von Mitarbeitern, die Implementierung von Tools wie Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA), Verschlüsselungstechnologien und mehrschichtiger Schutz für Systeme und Endpunkte. (Eset: ra)

eingetragen: 14.03.17
Home & Newsletterlauf: 18.04.17


Eset: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -


Meldungen: Hintergrund

  • Als Flash-Player-App getarnt

    Die Experten von Kaspersky Lab haben eine neue Variante des mobilen Banking-Trojaners Svpeng entdeckt. Mittels Keylogger-Funktion greift der modifizierte Trojaner eingegebenen Text wie Banking-Zugangsdaten ab, indem die Zugangsdienste von Android missbraucht werden. Dadurch erlangt der Trojaner weitere Rechte und kann so die eigene Deinstallation verhindern. Selbst Geräte mit aktuellster Software schützen nicht vor dem Schädling. Zugangsdienste (Accessibility Services) sind Erweiterungen der Benutzeroberfläche, um Nutzer, die nicht mit dem Gerät interagieren können, zu unterstützen. Die im Juli 2017 von Kaspersky Lab entdeckte modifizierte Version von Svpeng ist in der Lage, diese Systemfunktion zu missbrauchen, um in andere Apps eingegebenen Text abzugreifen und sich selbst weitere Rechte zu verschaffen.

  • Geschäftsmodell Ransomware-as-a-Service

    Auf der Black Hat 2017 in Las Vegas hat Sophos gestern einen Report zum Thema "Ransomware-as-a-Service (RaaS): eine Analyse von Philadelphia" veröffentlicht. Autorin ist Dorka Palotay, eine Entwicklern zur Gefahrenanalyse in den SophosLabs in Budapest, Ungarn. Der Report beschäftigt sich eingehend mit den inneren Mechanismen eines Ransomware-Bausystems, das jeder für 400 US-Dollar kaufen kann. Einmal erworben, können die Kriminellen Computer kidnappen und Daten gegen Lösegeld zurückhalten.

  • Infektion über Filesharing-Seiten

    Mehr als eine halbe Million Nutzer sind von einer Malware-Kampagne betroffen, die infizierte Systeme zu einem Botnet hinzufügt. Die Malware ist komplex und extrem anpassungsfähig. So schaffte es "Stantinko", über fünf Jahre lang unentdeckt zu agieren und ein Botnet von mehr als 500.000 infizierten Systemen zu bilden. Das ist das Ergebnis einer umfassenden Untersuchung der europäischen Security-Software-Herstellerin Eset. Die meisten Betroffenen entdeckte Eset in Russland und in der Ukraine. Stantinko infiziert Systeme über Filesharing-Webseiten und lockt Nutzer mit kostenloser Software. Die Entwickler haben die Malware clever getarnt: Der Infektionsvektor installiert eine Reihe auffälliger Anwendungen, gleichzeitig wird das Schadprogramm unauffällig im Hintergrund installiert. Stantinko ist so komplex aufgebaut, dass die Malware nur schwer entdeckt werden kann.

  • Unfertige Spyware Rurktar aufgetaucht

    In den G Data Security Labs ist eine Spyware aufgetaucht, die ihren Ursprung scheinbar in Russland hat. Das lässt sich durch die internen Fehlermeldungen der Software zurückverfolgen. Ob hinter der Programmierung der Schadsoftware ganze Entwicklerteams oder eine einzelne Person stecken, ist indes noch unklar.

  • Mac-Version der Windows-Malware WERDLOD

    Forscher von Trend Micro haben die vor kurzem entdeckte Malware OSX_DOK eingehend analysiert. Dabei zeigte sich, dass der Trojaner ausschließlich Daten von Schweizer Nutzern abfängt, die er an ihrer IP-Adresse erkennt. OSX_DOK stellt die Mac-Version der Windows-Malware WERDLOD dar, die bereits 2014 in dem als "Operation Emmental" bekannten Angriff auf Schweizer Bankkunden verwendet wurde.