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Zugriff wird mittels Backdoor gesichert


Malware SYNful Knock macht Cisco-Router zum Ziel für Cyberangriffe
Manipulierte Firmware erlaubt uneingeschränkten Zugriff auf Netzwerke

(09.10.15) – FireEye hat einen Bericht zur Malware SYNful Knock veröffentlich, die für Angriffe auf Router von Cisco genutzt wird. Forscher von Mandiant, einem Unternehmen von FireEye, haben 14 Router in vier Ländern identifiziert, deren Firmware durch eine manipulierte Version ersetzt worden war. Diese schwer zu entdeckende Modifikation der Router-Firmware ist durch den Einsatz der Malware SYNful Knock möglich und gestattet Angreifern, den Zugang zu einem kompromittierten Netzwerk aufrechtzuerhalten. Sie erlaubt Angreifern zudem, Funktionsmodule aus dem Internet zu laden und uneingeschränkten Zugriff auf das Netzwerk zu erlangen. Dieser Zugriff wird mittels Backdoor gesichert, die durch ein Passwort geschützt ist.

SYNful Knock lässt sich auch nach erfolgter Installation auf dem Router anpassen und kann durch Fernzugriff aktualisiert werden. Durch die Tarnung als Firmware des Geräts entfernt auch ein Neustart die Malware nicht. Sie ist auch ein wichtiger Hinweis auf eine weitergehende Kompromittierung der Systeme.

Bei dem von Mandiant beobachteten Vorgehen handelt es sich um eine Taktik, die bisher als bloße Theorie galt. Mit SYNful Knock konnte ein derartiger Angriff erstmals in einer realen Netzwerkumgebung entdeckt werden. Konkret wurden die Router-Modelle 1841, 2811 und 3825 von Cisco als betroffene Hardware identifiziert.

"Dass derartige Modifikationen der Router-Firmware nur schwer zu entdecken sind, macht sie besonders gefährlich", sagt Frank Kölmel, Vice President Central & Eastern Europe bei FireEye. "Obwohl die Malware bisher nur bei drei Modellen entdeckt wurde, ist dennoch sehr wahrscheinlich, dass auch weitere Geräte für diese Art von Angriffen anfällig sind." (FireEye: ra)

FireEye: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Hintergrund

  • Wann wird ein Exploit wirklich zur Gefahr

    Eine weitere Anfälligkeit im Formeleditor in Microsoft Office ist nichts Neues. Interessant ist dieses Mal allerdings die Aktivität des angebotenen Patches. Unabhängig von der Lösung des Problems rücken wieder einmal raubkopierte und alte MS-Office-Versionen ins Blickfeld der Cyberkriminellen. Der Formeleditor (Equation Editor) war sein ganzes Dasein über einer langen Reihe unterschiedlicher Exploits ausgesetzt. Er ist eine Komponente von Microsoft Office, und anstatt ihn noch ein weiteres Mal zu fixen, hat sich der Hersteller dazu entschlossen, einen Patch herauszugeben, der im Wesentlichen den Editor vom System vollständig deinstalliert. Es gibt einen bestimmten Reifepunkt im Lebenszyklus eines Office-Exploits, der dann erreicht ist, wenn den Cyberkriminellen Tools zur Nutzung der Schwachstelle in breitem Umfang zur Verfügung stehen. Zuvor trifft der Exploit nur wenige ausgewählte Opfer mit gezielten Angriffen. Ab dem Zeitpunkt jedoch, an dem er weit verbreitet ist, entsteht für eine breite Nutzergruppe eine Bedrohung. Die aktuelle Schwachstelle des Equation Editor erreichte diesen entscheidenden Reifegrad Ende Juni 2019 - genannt CVE-2018-0798.

  • Werkzeug für gezielte Überwachungsangriffe

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  • Loader für Trojaner und Ransomware

    In der Welt der Malware spielen Loader, also Programme, die andere Software wie Trojaner oder Ransomware nachladen, eine immer wichtigere Rolle. Unternehmen brauchen in vielen Fällen sehr lange, bis eine derartige Schadsoftware entdeckt wird - häufig geschieht dies erst, wenn die Malware weitere Module nachlädt. Proofpoint hat nun seine neuesten Erkenntnisse zu den Aktivitäten eines der umtriebigsten Akteure in diesem Feld in einem Blog-Post veröffentlicht. Die Rede ist von der Hackergruppe TA505 (Threat Actor 505), die einen neuen Loader verbreitet, mit dem vor allem die Bankenbranche in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Südkorea, Singapur und den USA ins Visier genommen wird.

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    Kaspersky-Forscher haben eine neue Verschlüsselungs-Ransomware namens ‚Sodin' entdeckt, die eine kürzlich entdeckte Zero-Day-Windows-Sicherheitslücke ausnutzt, um erhöhte Berechtigungen in einem infizierten System zu erlangen. Des Weiteren nutzt sie die Architektur der Central Processing Unit (CPU), um eine Erkennung zu vermeiden, und benötigt keine Nutzerinteraktion zur Infizierung. Ransomware, die Geräte oder Daten verschlüsselt oder sperrt und Lösegeld verlangt, ist eine ständige Cyberbedrohung für Privatanwender und Unternehmen. Die meisten Sicherheitslösungen erkennen bekannte Versionen und etablierte Angriffsmethoden. Die Sodin-Ransomware ist allerdings anspruchsvoller und nutzt eine kürzlich entdeckte Zero-Day-Sicherheitslücke in Windows (CVE-2018-8453) aus, um seine Rechte auf dem betroffenen System auszuweiten.

  • Blaupause eines Cyberangriffs

    Experten der Bitdefender-Labs ist es gelungen, den zeitlichen Verlauf eines Angriffs der Carbanak-Gruppe vollständig zu rekonstruieren. Opfer war eine osteuropäische Bank. Die Rekonstruktion aller Aktivitäten der Attacke liefert wertvolle Erkenntnisse für die Sicherung kritischer Infrastrukturen und zeigt die Bedeutung von Endpoint-Security-Maßnahmen auf. Während die Infiltrierung des Netzwerks bereits nach 90 Minuten abgeschlossen war, bewegten sich die Angreifer mit Hilfe der Cobalt Strike Malware weitere 63 Tage durch die gesamte Infrastruktur, um das System auszuspähen und weitere Informationen für den finalen Raubüberfall zu sammeln. Wäre die Attacke erfolgreich gewesen, hätten die Kriminellen unbemerkt über das Geldautomatennetzwerk verfügen können.