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Bestell-Mail als Phishing-Attacke


Angreifer haben es auf Log-In Daten von Unternehmensangestellten abgesehen
Die E-Mail, die in die Postfächer der potentiellen Opfer gelangt, ist eine angebliche Bestellung mit einem Anhang namens purchase-order.htm

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Angriffsversuche per E-Mail sind nicht erst seit der Ransomware Locky in den Fokus geraten. Täglich werden allein in Deutschland über 100 Millionen Spam-Nachrichten versendet. Dabei handelt es sich nicht nur um Massenangriffe, sondern auch um durchaus gezielte Attacken. Im vorliegenden Fall haben wir es mit einer Masche zu tun, die es eher auf Unternehmen abgesehen hat. Die Vorgehensweise ist neu. Empfänger dieser Mail sehen nur bei aufmerksamer Betrachtung, dass es sich um einen Betrugsversuch handelt. G Data Sicherheitslösungen erkennen den Anhang als Script.Trojan-Stealer.Phish.AG. Die Sicherheitsexperten der G Data SecurityLabs befassen sich mit der neuen Masche in ihrem aktuellen Blog-Beitrag.

Die E-Mail, die in die Postfächer der potentiellen Opfer gelangt, ist eine angebliche Bestellung mit einem Anhang namens purchase-order.htm. Bereits in der Mail gibt es Hinweise, die auf einen Betrug hindeuten. Die Firma existiert unter diesem Namen nicht, die Absender-Adresse wirkt nicht seriös, auch das Anschreiben enthält Rechtschreibfehler. Bekommen die Angreifer Zugriff auf ein E-Mail Konto einer Privatperson oder einer Firma, kann dieses zum weiteren Versand von Spam verwendet werden. Gehen Zugangsdaten im Firmenkontext verloren, können daraus weitreichende Probleme erwachsen, zum Beispiel der unberechtigte Zugriff auf unternehmensinterne Daten und E-Mails.

Die Datei tarnt sich als eine Art Microsoft Excel Online Dokument. Im Hintergrund ist eine Excel-Tabelle zu sehen, allerdings ist dies nur ein Bild, kein Tabellen-Dokument, das man bearbeiten kann. Geladen wird das Bild von einem Server aus Hongkong. Empfänger sollen ihre Anmeldedaten in ein Formular eingeben, um einen Download zu starten. Die eingegebenen Daten, E-Mail Adresse und Passwort, werden nach dem Klick auf "Download" an den gleichen Server in Hong Kong versendet, von dem auch die Bilder geladen wurden – allerdings an eine andere Domain. Die Vermutung liegt nahe, dass der gesamte Server von den Angreifern kontrolliert wird. Nach dem Absenden der Daten wird eine Webseite mit einer Fehlermeldung geöffnet.

Tipps für den sicheren Umgang mit solchen E-Mails

>> Setzen Sie eine umfassende Sicherheitslösung ein und halten Sie sie auf dem aktuellen Stand!

>> Blocken Sie mit einem Mail- und Spamschutz lästige E-Mails ab.

>> Prüfen Sie E-Mails auf Plausibilität. Fragen Sie sich:

## Habe ich/hat meine Firma einen Grund, eine Bestellung aus dem Ausland zu erhalten?

## Bin ich der Empfänger der E-Mail oder steht da eine andere Adresse?

## Welchen Eindruck macht die E-Mail auf mich? Ist die Sprache ok oder eher auffällig?

>> Betrachten Sie E-Mails von unbekannten Absendern generell erst einmal misstrauisch! Erscheint eine Mail sehr eigenartig, dann gilt: Ignorieren, löschen, aber auf keinen Fall Anhänge öffnen oder Links anklicken.

>> Das Öffnen von Dateianhängen birgt Risiken. Anhänge sollten zunächst mit einer Sicherheitslösung gescannt werden und ggf. ungeöffnet im Papierkorb landen. Wenn Sie unsicher sind, senden Sie die Datei vor dem Öffnen zur Datei-Analyse an die G Data SecurityLabs ein.

>> Links in E-Mails sollten keinesfalls unbedacht angeklickt werden. Man sollte die URL prüfen. Viele E-Mail-Programme erlauben es, das eigentliche Ziel der Verlinkung zu sehen, wenn man die Maus über den sichtbaren Link bewegt, ohne ihn jedoch anzuklicken – die sogenannte Mouseover-Funktion. Wenn Sie unsicher sind, senden Sie die URL vor dem Klick zur URL-Analyse an die G Data SecurityLabs ein.

>> E-Mails mit einem Dateianhang im HTM(L)-Format sollten mit großer Skepsis betrachtet werden. Das Dateiformat ist nur für Webseiten gebräuchlich. Für den Informationsaustausch zwischen Personen ist es sehr ungewöhnlich. Das gleiche gilt für Dateien im Format .JS (JavaScript).

>> Beantworten Sie Spam E-Mails niemals!

>> Eine Antwort zeigt den Betrügern lediglich, dass die angeschriebene Adresse tatsächlich gültig ist und damit wird sie für sie noch wertvoller.

>> Geben Sie keine persönlichen Daten Preis – weder per E-Mail, noch in dubiosen Formularen oder auf verdächtigen Webseiten!

>> Speziell im Firmen-Umfeld gilt: Sprechen Sie Ihren Admin oder auch CISO an, sofern Ihnen Vorgänge verdächtig vorkommen!
(G Data Software: ra)

G Data Software: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Hintergrund

  • Sofacy ist eine sehr aktive Cyberspionagegruppe

    Die Experten von Kaspersky Lab beobachten in jüngster Zeit eine Verlagerung des Operationsgebiets von Sofacy. Der russischsprachige Bedrohungsakteur, der auch unter den Namen APT28 oder Fancy Bear bekannt ist, nimmt neben Zielen im Kontext der NATO jetzt weitere Ziele in Fernost ins Visier - mit starkem Interesse an diplomatischen, militärischen und Verteidigungs-Einrichtungen. Die Kaspersky-Experten beobachten dabei gelegentliche Übereinstimmungen mit den Zielen anderer Bedrohungsakteure, etwa mit der russischsprachigen Turla- und der chinesischsprachigen Danti-Gruppe. Besonders auffällig waren allerdings Sofacy-Backdoor-Programme, die sich auf einem Server befanden, der bereits vom englischsprachigen Bedrohungsakteur Lamberts kompromittiert war. Der Server gehörte zu einem chinesischen Mischkonzern für Rüstung und Luftfahrt.

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    Netscout Arbor, ein Sicherheitsspezialist für DDoS-Abwehr-Lösungen, bestätigt einen DDoS-Angriff mit 1,7 Terabit pro Sekunde (Tbps) auf ein in den USA ansässiges Unternehmen. Letzte Woche hatte das Unternehmen Akamai den ersten Terabit-Angriff mit 1,3 Terabit pro Sekunde gemessen. Beide DDoS-Angriffe haben die gleichen Techniken verwendet. Hierzu wurden falsch konfigurierte memcached Server in Internet-Data-Center (IDC)-Netzwerken als Reflektoren/Verstärker missbraucht.