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Kamera des Smartphones kann übernommen werden


WhatsApp-Nachrichten werden von Spyware-App "Android.Trojan-Spy.Buhsam.A" für Android ausgelesen
Eine vermutlich noch in Entwicklung befindliche Spyware für Android-Smartphones kann zahlreiche private Informationen von einem Smartphone kopieren und Whatsapp-Chats auslesen

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Smartphone-Nutzer des Android-Betriebssystem sollten die Tage vorsichtig sein: Eine neue Malware für mobile Telefone ist im Umlauf und liest die Nachrichten und Kontakte der betroffenen Nutzer aus. Die Schadsoftware "Android.Trojan-Spy.Buhsam.A" für Android-Smartphones kann die Whatsapp-Historie der Nutzer ausspionieren, Kontakte auslesen und die Kamera des Smartphones übernehmen. Erstmals entdeckt wurde die Malware von dem Sicherheitsforscher Lukas Stefanko. G Data Analysten haben die Schadsoftware genauer analysiert. G Data Mobile Internet Security erkennt die Bedrohung unter dem Namen Android.Trojan-Spy.Buhsam.A.

Nach Ansicht der G Data-Sicherheitsforscher ist die Malware derzeit entweder noch in der Entwicklungsphase oder schlecht programmiert. Denn nachdem die entsprechenden Dienste gestartet werden, erhalten Nutzer eine Benachrichtigung mit dem Inhalt "Service Started". Kriminelle versuchen normalerweise, so versteckt wie möglich zu agieren, um Ihre Spuren zu verwischen. Immer wieder gelangt noch in Entwicklung befindliche Malware versehentlich in den Umlauf, etwa weil die Autoren auf Seiten wie Virustotal überprüfen, ob ihre Schadsoftware von Virenscannern erkannt wird. Trotzdem hat die Malware einige besondere Funktionen.

Websockets statt HTTPS(S)
Denn die Schadsoftware baut die Verbindung mit dem Command-and-Control-Server nicht über eine normale http-Verbindung auf, sondern nutzt stattdessen die sogenannten Websockets. Verbindungen über Websockets können ohne Probleme über eine längere Zeit aufrechterhalten werden, anders als klassische HTTP-Verbindungen. Für die Autoren der Malware sinkt damit der Aufwand bei der Kommunikation mit dem Smartphone des Opers. Außerdem entfällt die Übermittelung so genannter Header-Dateien – deswegen wird bei jeder Verbindung mit dem Server weniger Datenvolumen verbraucht. Das kann einer Malware bei der Tarnung helfen, weil Nutzer keinen verdächtig hohen Verbrauch an Daten haben.

Die Malware kann zahlreiche verschiedene Module laden – je nach dem, welche Informationen auf einem Smartphone vorhanden sind. So kann die gesamte Whatsapp-Datenbank ausgelesen werden. Diese wird dann an den Server der Angreifer gesendet und mit einer eindeutigen Nutzerkennzeichnung versehen.

Der Command&Control-Server kann außerdem die Inhalte der Browserhistorie anfordern. Dazu wird eine Anfrage nach einem JSON-Objekt an das Smartphone gesendet. Derzeit werden dabei aber nur die gespeicherten Lesezeichen der Nutzer übertragen und nicht die komplette Historie. Das deutet ebenfalls daraufhin, dass sich die Malware noch in Entwicklung befindet. Ebenso können die Kontakte des Nutzers an den Server der Angreifer übertragen werden. (G Data Software: ra)

eingetragen: 07.10.18
Newsletterlauf: 31.10.18

G Data Software: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Hintergrund

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    GuardiCore hat eine Hacking-Kampagne aufgedeckt, bei der ein Remote-Access-Trojaner (RAT) mit DDoS-Funktion samt Krypto-Miner installiert werden. Die "Butter" genannte Schadsoftware agiert im Hintergrund und wird zur Verwischung ihrer Spuren als Linux-Kernel-Rootkit getarnt. GuardiCore entwickelt IT-Sicherheitstechnologien und erstellt mit einem weltweiten Forscherteam sicherheitsbezogene IT-Analysen, Rechercheberichte und Gegenmaßnahmen für aktuelle Bedrohungen.