- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Virenwarnung » Hintergrund

Hacker gehen auf Butterfahrt


Neueste Trojanerversionen werden von vielen Sicherheitsprodukten nicht erkannt
Ursprungsländer der Butter-Angriffe sind Hong Kong und Singapur, wo sie erstmals Mitte 2015 entdeckt wurden

- Anzeigen -





GuardiCore hat eine Hacking-Kampagne aufgedeckt, bei der ein Remote-Access-Trojaner (RAT) mit DDoS-Funktion samt Krypto-Miner installiert werden. Die "Butter" genannte Schadsoftware agiert im Hintergrund und wird zur Verwischung ihrer Spuren als Linux-Kernel-Rootkit getarnt. GuardiCore entwickelt IT-Sicherheitstechnologien und erstellt mit einem weltweiten Forscherteam sicherheitsbezogene IT-Analysen, Rechercheberichte und Gegenmaßnahmen für aktuelle Bedrohungen.

Beim jetzt offengelegten "Butter"-Angriff brechen die Angreifer in schwach oder gar nicht gesicherte Server per Brute-Force-Attacke auf SSH-Zugangsdaten ein. Über die kompromittierte SFTP-Verbindung (SSH File Transfer Protocol) schleusen sie dann eine Backdoor-Nutzerdatei namens "butter" sowie einen als Service getarnten Trojaner mit Schreib- und Leserechten ein. Vor Ausführung des Datenpakets werden alle vorherigen Malware-Kopien gelöscht. Darauf weisen Sicherheitsforscher von GuardiCore in einem Beitrag hin.

Ursprungsländer der Butter-Angriffe sind Hong Kong und Singapur, wo sie erstmals Mitte 2015 entdeckt wurden. Anders als bei vergleichbaren Vorfällen erfolgten die Attacken nur über eine begrenzte Zahl an IP-Adressen. Zwei Anwendungen kamen dabei zum Einsatz: "80" ist ein aktueller Fernzugriffstrojaner mit DDoS-Funktionalität, der über Cron läuft, konkurrierende Malware löscht und ein Linux-Kernel-Rootkit zur Verwischung der Spuren installiert. Im Juli dieses Jahres tauchte dann die erste von mittlerweile sieben "Samba"-Versionen auf, die neben der gängigen Remote-Access-Trojanerfunktionen außerdem einen Krypto-Miner beinhalten.

Ursprünglich führten die äußerst vorsichtig agierenden Butter-Angreifer bekannte Malware-Programme aus, um administrativen Zugriff auf IT-Systeme und vertrauliche Informationen in den Besitz zu bekommen. Neuerdings installieren sie einen selbstentwickelten Remote-Access-Trojaner, der Kryptogeld schürft und DDoS-Attacken über HTTP und DNS ausführen kann. Der seit Juli 2018 verteilte Samba-Trojaner wird aktuell von vielen Sicherheitsprodukten nicht erkannt. (GuardiCore: ra)

eingetragen: 09.12.18
Newsletterlauf: 14.01.19

GuardiCore: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -


Meldungen: Hintergrund

  • Hacker gehen auf Butterfahrt

    GuardiCore hat eine Hacking-Kampagne aufgedeckt, bei der ein Remote-Access-Trojaner (RAT) mit DDoS-Funktion samt Krypto-Miner installiert werden. Die "Butter" genannte Schadsoftware agiert im Hintergrund und wird zur Verwischung ihrer Spuren als Linux-Kernel-Rootkit getarnt. GuardiCore entwickelt IT-Sicherheitstechnologien und erstellt mit einem weltweiten Forscherteam sicherheitsbezogene IT-Analysen, Rechercheberichte und Gegenmaßnahmen für aktuelle Bedrohungen.

  • Angriffe gegen kritische Infrastrukturen

    Das Cylance Threat Intelligence Team hat in seiner Reihe "Threat Intelligence Bulletin" einen neuen Beitrag von Jon Gross veröffentlicht. Er befasst sich mit der bereits drei Jahre andauernden Kampagne, die unter dem Namen "Poking the Bear" bekannt geworden ist, und sich gegen kritische Infrastrukturen in Russland richtet. Die Sicherheitsanalysten von Cylance haben Beweise für anhaltende Angriffe, die sich gegen kritische Infrastrukturen/Unternehmen richten, die sich in russischem Staatsbesitz befinden. Dazu gehört auch der größte und börsennotierte Ölkonzern Rosneft. Bei der Attacke handelt es sich vermutlich um einen kriminellen Angriff aus finanziellen Motiven.

  • Neu entdeckten Klickbetrug-Apps

    Profitsteigerung ist eine der Maximen jedes Cyberkriminellen. Da wundert es nicht, dass die SophosLabs nun eine neue Machenschaft aufgedeckt haben, die auf der Tatsache beruht, dass Werbetreibende mehr Geld pro Klick zahlen, wenn dieser von vermeintlich wohlhabenderen iPhone- oder iPad-Besitzern kommt. Da der sogenannte Klickbetrug, bei dem kommerzielle Werbeflächen geklickt oder Klicks zur Manipulation der Abrechnungssysteme simuliert werden, eine wachsende Einnahmequelle für nicht ganz so gesetztestreue App-Entwickler darstellt, scheint es sich auszuzahlen darüber zu lügen, welches Mobilgerät in betrügerischer Absicht die Werbung anklickt.

  • "Outlook-Harvesting" von Emotet

    Gefälschte E-Mails im Namen von Kollegen, Geschäftspartnern oder Bekannten - Schadsoftware (Malware), die ganze Unternehmensnetzwerke lahmlegt: Emotet gilt als eine der gefährlichsten Bedrohungen durch Schadsoftware weltweit und verursacht auch durch das Nachladen weiterer Schadprogramme aktuell hohe Schäden auch in Deutschland. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat in den vergangenen Tagen eine auffällige Häufung an Meldungen zu schwerwiegenden IT-Sicherheitsvorfällen erhalten, die im Zusammenhang mit Emotet stehen. In Einzelfällen ist es bei den Betroffenen durch Ausfälle der kompletten IT-Infrastruktur zu Einschränkungen kritischer Geschäftsprozesse gekommen, die Schäden in Millionenhöhe nach sich ziehen. Daneben sind dem BSI weitere Fälle mit weniger schwerem Verlauf gemeldet worden, bei denen Malware-Analysten des BSI Emotet-Infektionen nachweisen konnten.

  • Antivirtuelle Maschinen- & Anti-Sandboxing-Technik

    Ein neuer Bericht von CenturyLink zeigt auf, dass das Mylobot-Botnetz nach dem Infizieren eines Computers noch andere Arten von Schadsoftware herunterladen und so größeren Schaden beim Diebstahl von Informationen verursachen kann. Mylobot enthält hochentwickelte antivirtuelle Maschinen- und Anti-Sandboxing-Techniken, um seine Erkennung und Analyse zu erschweren. Dazu gehört unter anderem die Fähigkeit, bis zu 14 Tage zu ruhen, bevor der Command and Control Server (C2) kontaktiert wird. Seit der Identifizierung im Juni 2018 haben die CenturyLink Threat Research Labs beobachtet, wie Mylobot Khalesi als zweiten Angriff auf infizierte Hosts herunterlädt. Bei Khalesi handelt es sich um eine weitverbreitete Malware-Familie, die vor allem auf Diebstahl von Informationen abzielt.