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Aufdeckung missbräuchlicher Zugriffsstrukturen


"Hacker Intelligence Initiative Report": Neue Cyberangriffsform "Man in the Cloud" verwandelt Daten-Synchronisationsdienste in verheerende Angriffswerkzeuge
Durch die verbreitete Nutzung von Mobilgeräten, Tablets, VPNs, Remote-Desktopsteuerung und SaaS-Anwendungen, befinden sich immer mehr Daten in der Cloud und somit außerhalb der Firmengrenzen

(10.09.15) - Imperva hat ihren "Hacker Intelligence Initiative Report", kurz "HII Report", für August auf Black Hat USA 2015 vorgestellt. Der Report zeigt auf, wie der neue Angriffstyp – "Man in the Cloud" (MITC) - unentdeckt Datensynchronisationsdienste wie Google Drive und Dropbox vereinnahmt und diese in verheerende Angriffswerkzeuge verwandeln kann. Diese neue Form des Cyberangriffs benötigt laut dem Imperva-Report keinen speziellen Zugriff auf den Namen oder das Passwort des jeweiligen Anwenders.

"Unsere Recherchen haben gezeigt, wie einfach Cyberkriminelle Accounts von Cloud-Synchronisationsdiensten vereinnahmen können und wie schwierig es hingegen ist, dies zu entdecken und sich von diesem Angriff zu erholen", erklärt Amichai Shulman, CTO von Imperva. "Seitdem wir Belege für MITC im Netz gefunden haben, sind Organisationen, die sich auf den Schutz vor schädlicher Code-Erkennung oder Command and Control-Kommunikation (C&C) verlassen, einem ernsten Risiko ausgesetzt, da die MITC-Angriffe über die Enterprise File Sync and Share-Infrastruktur (EFSS) für C&C und Exfiltration im Unternehmensnetzwerk erfolgen."

Durch die verbreitete Nutzung von Mobilgeräten, Tablets, VPNs, Remote-Desktopsteuerung und SaaS-Anwendungen, befinden sich immer mehr Daten in der Cloud und somit außerhalb der Firmengrenzen. Die Unternehmen sollten in Betracht ziehen, sich mithilfe eines Zwei-Phasen-Ansatzes vor MITC-Angriffen zu schützen. Dafür ist die Installation eines Cloud Access Security Brokers (CASB) zunächst notwendig, der den Zugriff und Gebrauch von unternehmenseigenen Cloud-Diensten überwacht. Zudem empfiehlt Imperva den Einsatz von Kontrollinstanzen wie Data Activity Monitoring (DAM) und File Activity Monitoring (FAM) für Geschäftsdaten, um ungewöhnliche und missbräuchliche Zugriffe auf unternehmenskritische Daten aufzudecken.

Die wichtigsten Ergebnisse des Reports:

>> Cloud-Synchronisationsdienste wie Dropbox, Google Drive oder Microsoft OneDrive können leicht vereinnahmt und in eine Infrastruktur für Gefährdungen über mobile Endgeräte verwandelt werden, wodurch sie einen Kanal für C&C, Datenexfiltration und ferngesteuerten Zugriff bieten.

>> Angriffe, die auf der oben beschriebenen Struktur basieren, wurden bereits im Netz beobachtet.

>> Mobile Endgeräte sind nicht in der Lage, diese Bedrohung zu entdecken und abzuschwächen, da kein schädlicher Code an diesem Backend bestehen bleibt und keine ungewöhnlichen, nach Außen führenden Datenkanäle im Netzwerk zu beobachten sind.

>> Unternehmen müssen mehr Ressourcen verwenden, um unternehmenskritische Daten zu beobachten und zu schützen, sowohl in der Cloud als auch am Arbeitsplatz.

>> Nur durch die Aufdeckung missbräuchlicher Zugriffsstrukturen auf diese Daten können sich Unternehmen gegen diese neue Art von Angriffen schützen.

Imperva
Das Imperva Application Defense Center (ADC) ist eine führende Forschungsorganisation für Sicherheitsanalysen, Aufdeckung von Schwachstellen und Compliance-Expertise. Die ADC-Forschung verbindet umfangreiche Laborarbeit mit interaktiven Tests in der realen Welt, um mithilfe von Produktlösungen von Imperva einen ständig aktualisierten Schutz und besondere Compliance-Automation durch fortschrittliche Datensicherheitstechnologien zu gewährleisten. Das Team führt regelmäßige Forschungen bezüglich sich ständig weiterentwickelnden Bedrohungen durch – hierzu gehören sowohl der HII Report, als auch der Web Application Attack Report.
(Imperva: ra)

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Meldungen: Hintergrund

  • Cyberangriffe mit politischem Hintergrund

    Die Gaza-Cybergang, die nach heutiger Erkenntnis aus mehreren Gruppierungen mit unterschiedlichem Niveau besteht, hat im vergangenen Jahr eine Cyberspionageoperation durchgeführt, die sich gegen Einzelpersonen und Organisationen mit einem politischen Interesse an der Nahostregion richtete. Dieses Ergebnis geht aus einer detaillierten Analyse von Kaspersky Lab hervor. Für die Kampagne ,SneakyPastes' nutzten die Angreifer Einweg-E-Mail-Adressen, um die Infektion durch Spear-Phishing zu verbreiten, bevor Malware mehrstufig über kostenlose Webseiten nachgeladen wurde. Dieser kostengünstige, aber effektive Ansatz ermöglichte es der Gang, rund 240 hochkarätige Opfer in 39 Ländern weltweit zu treffen - darunter unter anderem Ziele aus dem politischen und diplomatischen Bereich sowie Medien und Aktivisten. Kaspersky Lab hat die Forschungsergebnisse umgehend an die Strafverfolgungsbehörden weitergegeben, die so einen bedeutenden Teil der Angriffsinfrastruktur zerstören konnten.

  • Ein ausgereiftes APT-Framework

    Die Experten von Kaspersky Lab haben ein technisch ausgereiftes Cyberspionage-Framework entdeckt, das seit mindestens 2013 aktiv ist und mit keinem bekannten Bedrohungsakteur in Verbindung zu stehen scheint. Die Spionageplattform ,TajMahal' umfasst rund 80 schädliche Module und enthält Funktionen, die bisher noch nie bei einer Advanced Persistend Threat (APT) gesehen wurden. So können unter anderem Informationen aus der Drucker-Warteschlange gestohlen und zuvor gesehene Dateien auf einem USB-Gerät bei der nächsten Verwendung desselben abgerufen werden. Kaspersky Lab hat bisher nur ein Opfer gesehen, eine zentralasiatische Botschaft mit Sitz im Ausland. Die Wahrscheinlichkeit, dass weitere Opfer existieren, ist allerdings hoch.

  • Scranos wird zum Global Player

    Ausgeklügelte Bedrohungen gehören nach wie vor zu den großen Herausforderungen für Unternehmen. Mit zunehmender Komplexität der Umgebungen finden Malware-Akteure kreative Wege, um gut versteckte und ungepatchte Einstiegspunkte ins Netzwerk zu finden, sich hinter den Kulissen zu verstecken und Schaden anzurichten. Die Bitdefender Cyberthreat Intelligence Labs deckten mit Scranos jüngst eine neue Spyware auf. Scranos ist eine Rootkit-fähige Spyware, die mit einem möglicherweise gestohlenen Zertifikat signiert wurde. Diese Rootkit-Malware ist eng mit dem Betriebssystem verbunden, sehr diskret und schwer zu erkennen. Scranos wird sich voraussichtlich mindestens so weit verbreiten wie die Anzeigenbetrugssoftware von Zacinlo. Zacinlo ist ein extrem ausgeklügeltes Spyware-Programm, das seit Anfang 2012 heimlich läuft, Einnahmen für seine Betreiber generiert und die Privatsphäre seiner Opfer unterwandert. Scranos infiziert aktuell Anwender weltweit, weil es plattformübergreifend bestehen kann und es eine immer größere Zahl an Unternehmensendpunkten hinzugewinnt, insbesondere durch Android-Geräte.

  • Cisco entdeckt neuartige Angriffsmethode

    "Cisco Talos" hat eine neuartige Angriffsmethode entdeckt. Darüber spionierten Cyberkriminelle u.a. Registrierungsstellen für Domain-Namen aus. Mit den gestohlenen Anmeldeinformationen waren sie in der Lage, weitere Attacken gegen staatliche Organisationen und andere hochrangige Ziele erfolgreich auszuführen, deren Website-Besucher wurden auf gespiegelte Seiten umgelenkt, um an sensible Daten zu gelangen. Die Opfer konnten den Betrug nur schwer erkennen. "Dieser ausgeklügelte Angriff missbrauchte das Domain Name System (DNS), um Datenverkehr umzuleiten und Zugangsdaten und sensible Informationen zu sammeln", erklärt Holger Unterbrink, Security Researcher - Technical Leader, Cisco Talos/Deutschland.

  • APT40 zielt auf Nachrichtendienstziele

    FireEye gibt neue Informationen zur Hacker-Gruppe APT40 bekannt, die bereits seit mindestens 2013 tätig ist. Ziel der Gruppe ist vermutlich, die Aktivitäten der chinesischen Marine zu unterstützen. APT40 konzentriert sich speziell auf die Bereiche Maschinenbau, Transport und Verteidigungsindustrie, insbesondere dort, wo sich diese Sektoren mit den maritimen Technologien überschneiden. Die Gruppe ist auch bekannt als TEMP.Periscope beziehungsweise TEMP.Jumper.