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Missbräuchliche Zugriffe auf Daten aufdecken


Neue Cyberangriffsform "Man in the Cloud" verwandelt Daten-Synchronisationsdienste in verheerende Angriffswerkzeuge
Durch die verbreitete Nutzung von Mobilgeräten, Tablets, VPNs, Remote-Desktopsteuerung und SaaS-Anwendungen, befinden sich immer mehr Daten in der Cloud und somit außerhalb der Firmengrenzen

(21.08.15) – Imperva hat ihren "Hacker Intelligence Initiative Report", kurz "HII Report", für August auf Black Hat USA 2015 vorgestellt. Der Report zeigt auf, wie der neue Angriffstyp – "Man in the Cloud" (MITC) - unentdeckt Datensynchronisationsdienste wie Google Drive und Dropbox vereinnahmt und diese in verheerende Angriffswerkzeuge verwandeln kann. Diese neue Form des Cyberangriffs benötigt laut dem Imperva-Report keinen speziellen Zugriff auf den Namen oder das Passwort des jeweiligen Anwenders.

"Unsere Recherchen haben gezeigt, wie einfach Cyberkriminelle Accounts von Cloud-Synchronisationsdiensten vereinnahmen können und wie schwierig es hingegen ist, dies zu entdecken und sich von diesem Angriff zu erholen", erklärt Amichai Shulman, CTO von Imperva. "Seitdem wir Belege für MITC im Netz gefunden haben, sind Organisationen, die sich auf den Schutz vor schädlicher Code-Erkennung oder Command and Control-Kommunikation (C&C) verlassen, einem ernsten Risiko ausgesetzt, da die MITC-Angriffe über die Enterprise File Sync and Share-Infrastruktur (EFSS) für C&C und Exfiltration im Unternehmensnetzwerk erfolgen."

Lesen Sie zum Thema "Cloud Computing" auch: SaaS-Magazin.de (www.saasmagazin.de)

Durch die verbreitete Nutzung von Mobilgeräten, Tablets, VPNs, Remote-Desktopsteuerung und SaaS-Anwendungen, befinden sich immer mehr Daten in der Cloud und somit außerhalb der Firmengrenzen. Die Unternehmen sollten in Betracht ziehen, sich mithilfe eines Zwei-Phasen-Ansatzes vor MITC-Angriffen zu schützen. Dafür ist die Installation eines Cloud Access Security Brokers (CASB) zunächst notwendig, der den Zugriff und Gebrauch von unternehmenseigenen Cloud-Diensten überwacht. Zudem empfiehlt Imperva den Einsatz von Kontrollinstanzen wie Data Activity Monitoring (DAM) und File Activity Monitoring (FAM) für Geschäftsdaten, um ungewöhnliche und missbräuchliche Zugriffe auf unternehmenskritische Daten aufzudecken.

Die wichtigsten Ergebnisse des Reports:
>> Cloud-Synchronisationsdienste wie Dropbox, Google Drive oder Microsoft OneDrive können leicht vereinnahmt und in eine Infrastruktur für Gefährdungen über mobile Endgeräte verwandelt werden, wodurch sie einen Kanal für C&C, Datenexfiltration und ferngesteuerten Zugriff bieten.

>> Angriffe, die auf der oben beschriebenen Struktur basieren, wurden bereits im Netz beobachtet.

>> Mobile Endgeräte sind nicht in der Lage, diese Bedrohung zu entdecken und abzuschwächen, da kein schädlicher Code an diesem Backend bestehen bleibt und keine ungewöhnlichen, nach Außen führenden Datenkanäle im Netzwerk zu beobachten sind.

>> Unternehmen müssen mehr Ressourcen verwenden, um unternehmenskritische Daten zu beobachten und zu schützen, sowohl in der Cloud als auch am Arbeitsplatz.

>> Nur durch die Aufdeckung missbräuchlicher Zugriffsstrukturen auf diese Daten können sich Unternehmen gegen diese neue Art von Angriffen schützen.
(Imperva: ra)

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Meldungen: Hintergrund

  • Schwachstelle in beliebter Datenbank-Format SQLite

    Check Point Research, die Threat Intelligence-Abteilung von Check Point Software Technologies, wies auf der BlackHat Conference auf eine gefährliche Schwachstelle in dem beliebten Datenbank-Format SQLite hin. Es handelt sich um das weltweit am stärksten verbreite Datenbank-System und betrifft daher eine große Gruppe von Nutzern. Aufgrund der niedrigen Systemanforderungen befindet sich SQLite in Browsern wie Google Chrome, Safari und Firefox, aber vor allem in Betriebssystemen, wie Windows 10, Android und den Apple-Systemen, MacOS und iOS. Die Sicherheitsforscher von Check Point demonstrierten die Sicherheitslücke anhand eines Iphones und hoben daher die Bedrohung besonders für iOS hervor. Dort kann nämlich die harmlose App ‚Kontakte' zum Einfallstor werden. Doch das ist nicht der einzige Grund, warum sich die Forscher auf das Iphone konzentrierten.

  • Viren: Digitale Spiegelreflex-Kameras anfällig

    Check Point Research, die Threat Intelligence-Abteilung von Check Point Software Technologies Ltd., einem weltweit führenden Anbieter von Cyber-Sicherheitslösungen, fand heraus, dass einige digitale Spiegelreflex-Kameras über den USB-Anschluss und die WLAN-Verbindung anfällig für Ransomware- und Malware-Angriffe sind. Mit dem Aufkommen von Digitalkameras hatte die International Imaging Industry Association ein standardisiertes Protokoll entwickelt, das als Picture Transfer Protocol (PTP) bekannt ist, um digitale Bilder von der Kamera auf einen Computer zu übertragen. Inzwischen hat sich dieses Protokoll weiterentwickelt und umfasst Dutzende verschiedener Befehle und Funktionen, vom Aufnehmen eines Live-Bildes bis zum Aktualisieren der Firmware des Gerätes.

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    Sicherheitsforscher von Varonis Systems haben einen neuen leistungsstarken XMRig-basierten Cryptominer identifiziert, der Monero schürft. Dabei wendet "Norman" verschiedene Techniken an, um unerkannt zu bleiben. So unterbricht er etwa seine Aktivität, wenn ein Benutzer den Task-Manager öffnet. Darüber hinaus wurde bei der ursprünglichen Infektion auch eine interaktive PHP-Shell entdeckt, wobei es für einen direkten Zusammenhang zwar Hinweise, aber keine Belege gibt. Im Rahmen einer Evaluierung der Varonis-Datensicherheitsplattform bei einem mittelständischen Unternehmen wurden innerhalb kürzester Zeit mehrere netzwerkbezogene Warnmeldungen für abnormale Webaktivitäten sowie korrelierte abnormale Dateiaktivitäten ausgelöst. Diese bezogen sich auf Konten, deren Nutzer kürzlich auch instabile Anwendungen und langsame Netzwerkverbindungen gemeldet hatten. Eine weitergehende Untersuchung des Varonis Incident Response Teams ergab, dass nahezu jeder Rechner und Server des Unternehmens von unterschiedlicher Malware betroffen waren, wobei die Infektionen teilweise schon Jahre zurück lagen. Mit den gesammelten Informationen konnten die Schadprogramme sicher entfernt und die Infektion gestoppt werden.

  • Attacke mit fast 21 Tagen Laufzeit

    Im zweiten Quartal 2019 ist die Anzahl der DDoS (Distributed-Denial-of-Service)-Angriffe gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 18 Prozent angestiegen. Auch Attacken auf Anwendungsebene - deren Organisation komplexer ist, so dass sich Schutzmaßnahmen schwieriger gestalten - zeigten ein deutliches Wachstum. Sie stiegen im Vergleich zum zweiten Quartal 2018 um nahezu ein Drittel (32 Prozent). Damit machen DDoS-Angriffe heute fast die Hälfte (46 Prozent) aller Angriffe aus, die durch "Kaspersky DDoS Protection" verhindert werden.Im zweiten Quartal dieses Jahres war die Zahl der DDoS-Angriffe um 44 Prozent geringer als im vorhergehenden Quartal. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hingegen stieg die Anzahl der Angriffe im zweiten Quartal um 18 Prozent und im Vergleich zum gleichen Referenzzeitraum 2017 um 25 Prozent an.

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