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Gefahren für Mobile Apps


"State of App Security"-Daten: Jedes zehnte Unternehmens-Smartphone ist gehackt
Durch die Mobilisierung vieler Arbeitsprozesse in der nahen Zukunft werden sich auch Datenlecks und Cyberkriminalität immer mehr in die Welt der Mobile IT verlagern

(01.12.15) - Je mehr Smartphones und Tablets zu zentralen Geräten im Arbeitsalltag werden, desto gefährdeter sind die mobilen Apps in den geschäftlichen Prozessen. In jüngster Zeit geriet durch verschiedene Angriffe auf die Mobile IT der Unternehmen –Beispiele sind XcodeGhost, Stagefright, Key Raider oder YiSpecter – eine bisher nicht dagewesene Zahl von mobil verfügbaren Geschäftsdaten in Gefahr. MobileIron veröffentlichte aktuelle Zahlen – basierend auf anonymisierten Kundendaten – über den Stand der App-Sicherheit. Die Daten vermitteln auch Erkenntnisse darüber, wie Unternehmen mobile Apps nutzen und absichern.

"Da immer mehr Geschäftsprozesse mobil verfügbar sind, halten sich Hacker an die mobilen Apps, um aus der Unfähigkeit der Unternehmen, Bedrohungen im Mobilbereich zu entdecken und abzuwehren, Kapital zu schlagen", sagt Mike Raggo, Director of Security Research bei MobileIron, und er fährt fort: "Um sensible Daten vor den Gefahren von Morgen zu schützen, müssen Unternehmen ihren Sicherheitsansatz überdenken und die Mobile-IT-Architektur von Grund auf neu gestalten."

Apps werden immer wichtiger
Die Produktivkraft der Mobile IT kann nur dann zur vollen Wirkung gebracht werden, wenn Kern-Geschäftsprozesse mobil verfügbar gemacht werden. Umfangreiche Ökosysteme von Drittanbieter-Apps bieten den Unternehmen fertig konfektionierte leistungsfähige mobile Werkzeuge.

Die Spitzenreiter bei den Drittanbieter-Apps, die aktuell von MobileIron-Kunden genutzt werden:

Salesforce
Goodreader
Microsoft Office Suite
Cisco AnyConnect
Box
Cisco Webex
Skype for Business
Google Docs
Evernote
Xora Mobile Worker

Die Kunden von MobileIron stellen derzeit darüber hinaus mehr als 300.000 In-House-Apps für ihre Mitarbeiter bereit.

Die Top-Ten-Liste der "schwarzen Schafe" unter den Consumer-Apps
Mitarbeiter speichern mitunter Unternehmensdokumente auf "persönlichen", sprich: aus der Consumerwelt stammenden Speicher- und Sync-Apps (Enterprise File Sync and Sharing, EFSS), sodass sensible Unternehmensdaten nicht mehr durch die im Unternehmen etablierten Sicherheitsmechanismen geschützt sind. Fünf der zehn Top-Consumer-Apps, die die MobileIron-Kunden für ihre Mitarbeiter in der Regel sperren, sind EFSS-Apps:

Dropbox (EFSS)
Angry Birds
Facebook
OneDrive (EFSS)
Google Drive (EFSS)
Box (EFSS)
Whatsapp
Twitter
Skype
SugarSync (EFSS)

"Consumer-Versionen von EFSS-Apps können IT-Abteilungen das Fürchten lehren, da auf diese Art Unternehmensdaten leicht in falsche Kanäle geraten können. Glücklicherweise sind von vielen dieser Apps Unternehmens-Versionen verfügbar", sagt Mike Raggo und er ergänzt: "Unternehmen können ihren Mitarbeitern durchaus das gewohnte Nutzererlebnis gewähren, ohne dass sie die Unternehmensdaten in Gefahr bringen, aber dazu ist in den Unternehmen ein Umdenken notwendig, und zwar weg vom unflexiblen Verbieten und hin zu einem flexiblen Ausschöpfen der Möglichkeiten."

Durch die Mobilisierung vieler Arbeitsprozesse in der nahen Zukunft werden sich auch Datenlecks und Cyberkriminalität immer mehr in die Welt der Mobile IT verlagern. Angriffe aus jüngster Zeit zielten auf mobile Apps und Betriebssysteme ab, um sensible Daten abzugreifen. Viele Unternehmen waren darauf nicht vorbereitet. So sammeln beispielsweise iOS-Apps, die mit der Schadsoftware XcodeGhost infiziert wurden, Geräteinformationen, verschlüsseln sie und laden sie dann auf Server hoch, die von Kriminellen betrieben werden. FireEye, ein Spezialist für Schadsoftware-Erkennung, identifizierte mehr als 4.000 infizierte Apps im App Store und die Firma Appthority, die auf das Risikomanagement bei mobilen Apps spezialisiert ist, fand heraus, dass jede Organisation mit einem Bestand von 100 iOS-Mobilgeräten aufwärts mindestens ein infiziertes Gerät hatte.

Die Herausforderung bei mobilen Geräten und Apps besteht darin, dass zunächst einmal der Benutzer – und nicht der IT-Administrator – die Kontrolle über das Gerät hat. Es gibt nun eine Reihe von Gründen, warum Geräte nicht den betrieblichen und gesetzlichen Vorgaben entsprechen. So geht beispielsweise die Übereinstimmung mit diesen Vorgaben (Compliance) verloren, wenn der Benutzer Hardware, Firmware oder Software eines Geräts manipuliert (sogenannter Jailbreak bei iOS, Geräte-Root bei Android); oder wenn das Gerät mit einer alten Betriebssystem-Version läuft, die von der IT-Administration nicht mehr unterstützt wird; oder wenn der Benutzer eine App installiert hat, die von der IT-Abteilung nicht zugelassen ist.

MobileIron fand heraus, dass unter zehn Geräten, die auf Unternehmensdaten zugreifen,

>>im statistischen Mittel immer wenigstens eines ist, das nicht den betrieblichen und rechtlichen Vorgaben entspricht.
>> mehr als 53 Prozent der Unternehmen mindestens ein Endgerät im Einsatz haben, das nicht den vom Unternehmen festgelegten Sicherheits-Vorgaben entspricht.

In diesen Konstellationen verfügen traditionelle Sicherheits-Technologien nicht über den notwendigen Aktionsspielraum, um Unternehmensdaten zu schützen. Ganz anders ist das bei der MobileIron-Plattform: wenn ein Endgerät nicht mehr den betrieblichen und rechtlichen Vorgaben entspricht, stößt MobileIron automatisch Aktionen an, um die Unternehmensinformationen abzusichern. Solche Aktionen bestehen beispielsweise in einer Alarmmeldung an den Benutzer, oder einem Sperrbefehl, der verhindert, dass ein Gerät oder Apps auf Unternehmens-Ressourcen zugreifen; Im Extremfall werden sogar alle Unternehmens-E-Mails und Unternehmens-Apps gelöscht.

"Heutige Organisationen haben viel zu viele verschiedenartige Sicherheits-Technologien im Einsatz, die nur selten integriert sind. Und auch wenn sie integriert sind, enthalten sie selten Informationen über mobile Endgeräte und mobile Apps", erklärt Mike Raggo und fügt hinzu: "Die gute Nachricht für die Unternehmen, die eine Enterprise Mobility Management-(EMM-) Lösung einsetzen, liegt darin, dass sie die notwendigen Informationen über den Sicherheitsstatus der mobilen Endgeräte und der mobilen Apps haben, um die Unternehmensinformation schützen können."

Die Hauptgründe, warum Geräte nicht den betrieblichen und rechtlichen Vorgaben entsprechen
Unternehmen, die EMM-Lösungen wie die von MobileIron einsetzen, können Richtlinien festlegen, sodass die richtigen Mitarbeiter den richtigen mobilen Zugang auf dem richtigen Endgerät erhalten. Wenn aber IT-Administratoren Geräte, die nicht mehr den betrieblichen und rechtlichen Vorgaben entsprechen, nicht automatisch in Quarantäne schicken, dann können die Unternehmensdaten in Gefahr kommen.

Folgendes sind die Hauptgründe, warum Geräte nicht mehr den betrieblichen und rechtlichen Vorgaben im Unternehmen entsprechen:

>> Das Gerät hat keinen Kontakt mehr mit der EMM-Plattform.
>> Die Administratorenrechte wurden deaktiviert, sodass die EMM-Lösung nicht mehr "remote" Aktionen auf dem Gerät anstoßen kann.
>> Das Gerät verfügt nicht über Regeln, auf deren Basis eine bestimmte App gesperrt, angefordert oder erlaubt werden kann.

Es ist an der Zeit, die Sicherheit in der Mobile IT neu zu definieren
Angesichts von Cyber-Angreifern, die Mobile-IT-Schadsoftware benutzen, um sensible Unternehmensdaten zu stehlen, sollten Unternehmen Data-Loss-Protection (DLP-)Lösungen als wesentlichen Teil ihrer Sicherheitsstrategien ansehen. Auch wenn nur ein einziges Endgerät vom Benutzer manipuliert oder von außen gehackt ist, wird ein Unternehmen leicht verwundbar für Angriffe, die viel Geld kosten können.

"Firmen, die sich auf traditionelle Sicherheitstechnologien verlassen, die nicht für mobile Geräte ausgelegt sind, oder Unternehmen, die mobile Geräte lediglich mit ActiveSync verwalten, sind äußerst verwundbar gegenüber Datenlecks", sagt Mike Raggo und plädiert noch einmal eindringlich für eine EMM-Lösung: "Unternehmen, die eine EMM-Lösung nutzen, sind durch verschiedene proaktive und reaktive Gegenmaßnahmen geschützt. Sie können nicht zuletzt risikobehaftete Apps und Verhaltensweisen entdecken und die Geräte daraufhin in Quarantäne versetzen sowie bei Gefahr im Verzug selektive Löschoperationen durchführen."
(MobileIron: ra)

MobileIron: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Hintergrund

  • Briefe in der Finanzwelt

    Derzeit verbreitet eine Gruppe, die sich als Fancy Bear ausgibt, Ransom Denial of Service (RDoS) Briefe in der Finanzwelt und verfolgt ihre Drohungen. Dies berichtet das Emergency Response Team des Sicherheitsexperten Radware in einer aktuellen Warnung. Die DDoS-Angriffe betrafen bereits südafrikanische ISPs und führten dazu, dass die Teilnehmer in Kapstadt und Johannesburg mit zeitweiligen Verbindungsproblemen konfrontiert wurden. Das Radware Emergency Response Team erhielt Mitteilungen von Kunden über RDoS-Briefe dieser Gruppe, die 2 Bitcoins (derzeit ca. 20.000 USD) fordert. Wenn die Anforderungen nicht erfüllt wurden, reagierte die Gruppe mit tatsächlichen Multi-Vektor-Flood-Attacken, die verschiedene Verstärkungs- und Reflexionsprotokolle wie SSDP, NTP, DNS, CLDAP und die kürzlich bekannt gewordenen ARMS- und WSD-Angriffe nutzen.

  • Bemerkenswerte neue Taktik

    Emotet, einer der größten Gefahren für Unternehmen, meldete sich mit einer beeindruckenden Malspam-Kampagne zurück. Um seine Spam-Kampagne zu starten, nahm die Schadsoftware Emotet die Speer-Phising Taktik wieder auf, die bereits im Frühjahr 2019 eingesetzt wurde, indem es alte E-Mail-Threads mit personalisierten Betreffzeilen überschrieb und als alte Rechnungen ausgewiesen wurde. Die Angreifer wendeten jedoch eine bemerkenswerte neue Taktik an: Als Lockmittel wurde Edward Snowdens neues Buch Permanent Record verwendet. Malwarebytes Sicherheitsforscher entdeckten Spam-E-Mails in Englisch, Italienisch, Spanisch, Deutsch und Französisch, die behaupteten, eine Kopie von Snowdens Buch in Word-Form zu enthalten.

  • Angriff bedient sich eines "Supply-Chain-Angriffs"

    Forscher von Bitdefender haben ein komplexes Malware-Ökosystem entdeckt, das darauf abzielt, die Kryptowährung Monero (XMR) auf leistungsstarken Computern von Gamern abzubauen. Die Methode wurde Beapy/PCASTLE getauft und besteht aus Python- und PowerShell-Komponenten, um einen Kryptominer mit einem Wurm zu kombinieren. So kann sich die fortschrittliche Malware seitlich bewegen und ihre Opfer durch nicht gepatchte Schwachstellen infizieren, die dem gefährlichen EternalBlue Exploit nicht unähnlich sind. Beapy/PCASTLE ist für Cyberkriminelle potenziell eine sehr profitable Malware.

  • Dtrack-Malware als Spionage-Tool

    Die Sicherheitsexperten von Kaspersky haben ein bislang unbekanntes Spionagetool entdeckt, das in indischen Finanzinstituten und Forschungszentren gefunden wurde. Die Spyware ,Dtrack' stammt wohl von der Lazarus-Gruppe und wird zum Hoch- und Herunterladen von Dateien, zum Aufzeichnen von Tastenanschlägen und zum Ausführen weiterer Aktionen verwendet, die für ein böswilliges Remote Admin Tool (RAT) typisch sind. Im Jahr 2018 entdeckten Kaspersky-Forscher die Malware ATMDtrack, die Geldautomaten in Indien infiltrierte und Karteninformationen von Kunden stahl. Nach weiteren Untersuchungen mit der Kaspersky Attribution Engine und anderen Tools fanden die Forscher mehr als 180 neue Malware-Samples, deren Codesequenz Ähnlichkeiten mit ATMDtrack aufwies.

  • E-Mail-Konten der Hauptgewinn für Betrüger

    Exzellent vorbereitet, absolut glaubwürdig und vermutlich sehr effizient - SophosLabs ist ein besonders intriganter Fall von Phishing ins Netz gegangen. Eine Analyse der Attacke auf Instagram-Nutzer und eine Erinnerung an bewährte Sicherheitstipps. Als Cyberkriminelle das erste Mal Phishing in großem Stil einsetzten, gingen sie direkt dorthin, wo sie Geld vermuteten: zum Bankkonto. In Folge erhalten Nutzer bis heute Warnmeldungen von Banken, mit denen sie noch nie zu tun hatten. Ominöse Experten empfehlen mit schlechter Grammatik und kurioser Rechtschreibung auf noch merkwürdigere Webseiten zu gehen. Achtsamkeit ist also ein guter Rat, bis heute. Denn die meisten Betrüger machen Fehler, die sie entlarven. Schlimm genug, überhaupt Opfer eines Phishing-Angriffs zu werden. Aber es ist noch viel ärgerlicher, wenn man sich aus Unachtsamkeit bei der "Deutschenn Bank" oder der "Volcksbank" einloggt.