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Angriffe im Terabit-Bereich


Größte Cyber-Attacke: Erster DDoS-Angriff mit 1,7 Terabit pro Sekunde gemessen
Zwei Terabit-Angriffe innerhalb nur einer Woche zeigen, dass sich Netzbetreiber auf zukünftige Mega-Angriffe vorbereiten müssen

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Netscout Arbor, Sicherheitsspezialistin für DDoS-Abwehr-Lösungen, bestätigt einen DDoS-Angriff mit 1,7 Terabit pro Sekunde (Tbps) auf ein in den USA ansässiges Unternehmen. Letzte Woche hatte das Unternehmen Akamai den ersten Terabit-Angriff mit 1,3 Terabit pro Sekunde gemessen. Beide DDoS-Angriffe haben die gleichen Techniken verwendet. Hierzu wurden falsch konfigurierte memcached Server in Internet-Data-Center (IDC)-Netzwerken als Reflektoren/Verstärker missbraucht.

Gemessen wurde der neue Angriff über das "Netscout Arbor Active Threat Level Analysis System" (ATLAS). Dieses erfasst ein Drittel des gesamten Internet-Datenverkehrs und liefert wichtige Informationen über Bot-Netze, DDoS-Angriffe und Malware, die die Internet-Infrastruktur und Netzwerk-Verfügbarkeit negativ beeinträchtigen können. Der Angriff über 1,7 Tbps ist deutlich größer als die bisher höchste je von ATLAS gemessene Attacke. Diese betrug 650 Gigabit pro Sekunden und erfolgte in Brasilien im Sommer 2016.

"Zwei Terabit-Angriffe innerhalb nur einer Woche zeigen, dass sich Netzbetreiber auf zukünftige Mega-Angriffe vorbereiten müssen", so Guido Schaffner, Channel Sales Engineer bei Netscout Arbor. "Diese massiven Angriffe können jedoch mit Best-Practice-Verteidigungsmaßnahmen abgewehrt werden". DDoS-Mitigation-Service-Provider müssen dennoch über ausreichend Größe und Expertise verfügt, um Angriffe dieser Größenordnung blockieren zu können. So hat Arbor ihren Arbor Cloud DDoS Service auf mehr als das Zehnfache des bisher größten Angriffs dimensioniert, um Angriffe derartiger Größenordnungen abzuwehren.

Zwar werden viele offene memcached Server jetzt abgeschaltet, doch die massive Anzahl der Server, die memcached weiterhin offen laufen lassen, werden auch künftig weiter von Angreifern ausgenutzt werden, um DDoS-Attacken zu starten. Angriffe im Terabit-Bereich bleiben daher weiterhin eine große Gefahr für Unternehmen und Service Provider. Laut der Computer-Suchmaschine shodan.io gibt es über 80.000 memcached Server weltweit, die eine unsichere Konfiguration nutzen (default). (Netscout: ra)

eingetragen: 09.03.18
Newsletterlauf: 16.04.18

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Meldungen: Hintergrund

  • Käufer können eigene Bot-Shops aufsetzen

    Netscout Arbor, Sicherheitsspezialist für DDoS-Abwehr-Lösungen, warnt vor dem Malware-Downloader Kardon Loader. Dieser ermöglicht den Download und die Installation anderer Malware wie etwa Banktrojaner, Ransomware oder Trojaner zum Daten- und Identitätsdiebstahl. Downloader sind ein wesentlicher Teil des Malware-Ökosystems. Sie werden oft von spezialisierten Hackern entwickelt und unabhängig vom jeweiligen Trojaner vertrieben. Kardon Loader wird seit Ende April vom Nutzer "Yattaze" ab 50 US-Dollar in Untergrund- und Hacker-Foren als kostenpflichtiges Open-Beta-Produkt beworben. Kardon Loader soll zudem Bot-Store-Funktionalitäten bieten. So können Käufer eigene Bot-Shops aufsetzen. Es ist davon auszugehen, dass die Malware ein Rebranding des ZeroCool-Botnets ist, das vom gleichen Akteur entwickelt wurde.

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    Bitdefender hat einen für Werbebetrug entwickelte Malware entdeckt, die seit 2012 aktiv ist. Die Malware, von Bitdefender "Zacinlo" getauft, ist eine Rootkit-basierte Adware, die auf einem konfigurierbaren und hoch modularem Design aufbaut, das seine Funktionalität über Skripte und Konfigurationsdateien jederzeit erweitern kann. Ein mit Zacinlo infizierter PC öffnet entweder unsichtbare Browserinstanzen, um Werbebanner darin zu laden und Klicks auf diese zu simulieren, oder es tauscht die im Browser geladenen Anzeigen mit den Anzeigen des Angreifers aus, so dass die Betrüger im Hintergrund Werbeeinnahmen sammeln.

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    Eset warnt vor der mobilen Malware "HeroRat". Sie nutzt das Protokoll des beliebten Messengers Telegram, um Kontrolle über Android-Smartphones zu erlangen und sie fernzusteuern. Der gefährliche Schädling ist Teil einer ganzen Familie von Android RATs (Remote Administration Tools), die Eset-Sicherheitsforscher bereits im August 2017 entdeckt hatten. Im März dieses Jahres wurde der Quellcode kostenlos in verschiedenen Telegram-Hacking-Kanälen verfügbar gemacht. Daraus entwickelten sich dann parallel Hunderte Varianten der Malware, die sich nun in freier Wildbahn im Umlauf befinden.

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