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Loader für Trojaner und Ransomware


Unternehmen brauchen in vielen Fällen sehr lange, bis eine derartige Loader-Schadsoftware entdeckt wird
Die Hackergruppe TA505 ist seit Jahren in der Bedrohungslandschaft aktiv

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In der Welt der Malware spielen Loader, also Programme, die andere Software wie Trojaner oder Ransomware nachladen, eine immer wichtigere Rolle. Unternehmen brauchen in vielen Fällen sehr lange, bis eine derartige Schadsoftware entdeckt wird – häufig geschieht dies erst, wenn die Malware weitere Module nachlädt. Proofpoint hat nun seine neuesten Erkenntnisse zu den Aktivitäten eines der umtriebigsten Akteure in diesem Feld in einem Blog-Post veröffentlicht. Die Rede ist von der Hackergruppe TA505 (Threat Actor 505), die einen neuen Loader verbreitet, mit dem vor allem die Bankenbranche in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Südkorea, Singapur und den USA ins Visier genommen wird.

Dabei nutzt TA505 laut den Experten von Proofpoint in diesem Sommer die neue Loader-Schadsoftware AndroMut. AndroMut verfügt über ausgefeilte Analysefunktionen, um eine Entdeckung zu verhindern, und weist im Code sowie dem Verhalten einige Ähnlichkeiten mit der seit längerem bekannten Andromeda-Malware auf.

Die Hackergruppe TA505 ist seit Jahren in der Bedrohungslandschaft aktiv. Vor allem aufgrund ihrer groß angelegten Kampagnen bis Ende 2017 – aber auch 2018 – hat sich die Gruppe bei Cybersicherheits-Experten einen Namen gemacht. Dabei konzentrierte sich TA505, neben einer ganzen Reihe weiterer Akteure, auf Downloader, RATs (Remote Access Trojaner), Information Stealer und Banking-Trojaner.

Chris Dawson, Threat Intelligence Lead bei Proofpoint, kommentiert die Untersuchungsergebnisse:

"TA505 hat sich in den letzten Jahren von einem Akteur, der auf weltweite Ransomware- und Banking-Trojanerkampagnen mit hohen Volumina setzte, zu einem Threat Actor entwickelt, der sich auf zielgerichtete regionale Kampagnen und Malware konzentriert. Seine Bandbreite reicht dabei von Downloadern bis hin zu anspruchsvollen Remote Access Trojanern (RATs). Eine Infektion mit solchen Tools geschieht meist im Verborgenen – Einzelpersonen und Organisationen wissen oft nicht, dass sie infiziert sind, bis der Akteur beschließt, zusätzliche Malware zu installieren, Anmeldeinformationen und Identitätsinformationen zu stehlen oder weitere Angriffe innerhalb eines Unternehmens durchzuführen.

Während TA505 sich zunehmend regionaler engagiert und Kampagnen mit Abermillionen von Nachrichten wie in den Jahren 2016 und 2017 vermeidet, verschickt die Gruppe weiterhin in regelmäßigen Abständen mehrere hunderttausend Mails in den von ihnen ausgewählten Regionen mit lokal gestalteten Ködern und effektiven Social-Engineering-Taktiken. Derzeit orientiert sich die finanziell motivierte Gruppe vor allem in Richtung Naher Osten, Asien sowie Nordamerika. Dabei nutzen sie den in unserem Blog beschriebenen neuen Loader als Zwischenschritt, um Computer im Anschluss mit RATs zu infizieren und die infizierte Systeme so vollständig kontrollieren zu können."
(Proofpoint: ra)

eingetragen: 10.07.19
Newsletterlauf: 05.08.19

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Meldungen: Hintergrund

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    Die Sicherheitsexperten von Kaspersky haben ein bislang unbekanntes Spionagetool entdeckt, das in indischen Finanzinstituten und Forschungszentren gefunden wurde. Die Spyware ,Dtrack' stammt wohl von der Lazarus-Gruppe und wird zum Hoch- und Herunterladen von Dateien, zum Aufzeichnen von Tastenanschlägen und zum Ausführen weiterer Aktionen verwendet, die für ein böswilliges Remote Admin Tool (RAT) typisch sind. Im Jahr 2018 entdeckten Kaspersky-Forscher die Malware ATMDtrack, die Geldautomaten in Indien infiltrierte und Karteninformationen von Kunden stahl. Nach weiteren Untersuchungen mit der Kaspersky Attribution Engine und anderen Tools fanden die Forscher mehr als 180 neue Malware-Samples, deren Codesequenz Ähnlichkeiten mit ATMDtrack aufwies.

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