- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Virenwarnung » Hintergrund

Hajime ein flexibles Bot-Netz


Bericht: Botnet Hajime hat erhebliches Zerstörungspotential
Hajime fährt eigene Updates für neue Funktionalitäten

- Anzeigen -





Radware warnt vor dem immensen Zerstörungspotential des Botnets Hajime, das bisher einem sogenannten White Hat Hacker zugeordnet wird. Zwar habe der Entwickler des Bots diesen offensichtlich nach wie vor unter Kontrolle und bisher auch keine bösen Absichten erkennen lassen, so Radware, doch das Potential dieses Botnets sei verlockend. So könnten andere Hacker versuchen, Hajime zu hijacken und für ihre eigenen Zwecke zu gebrauchen. Zudem stelle sich die Frage, warum der Entwickler das Botnet so aggressiv ausbaut, wenn er damit keine bösen Absichten verfolgt.

Hajime ist ein sehr ausgefeiltes, gut durchdachtes und flexibles Botnetz, das sich selbst updaten kann, um seinen "Mitgliedern" schnell und sicher neue Funktionalitäten zu verleihen. Es befällt wie Mirai IoT-Geräte mit offenen Telnet-Ports. Deutlich intelligenter als Mirai nutzt Hajime zwar ebenfalls Default Benutzernamen und Passwörter populärer IoT-Geräte, berücksichtigt dabei aber auch das Login Banner des Zielgeräts. So kann es Credentials wesentlich gezielter einsetzen und neue Geräte mit weniger Versuchen infizieren, was die Wahrscheinlichkeit einer temporären Sperre nach x Fehlversuchen deutlich reduziert. Zudem versucht Hajime, eventuell vorhandene Firewall-Regeln zu löschen, die dem ISP einen Zugriff ermöglichen – etwa zu Management- oder Update-Zwecken. Eine UPnP-IGD-Implementierung ermöglicht die Generierung dynamischer Port-Forwarding-Regeln in UpnP-fähigen Geräten, so dass Hajime auch in abgesicherten Heimnetzwerken effizient operieren kann.

Auch wenn bisher keine bösartigen Absichten erkennbar sind, warnt Radware vor einer Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten. Hajime könnte benutzt werden für:

• >> Massive DDoS-Attacken

• >> Hochgradig verteiltes Vulnerability Scanning – mit Hilfe von Hajime können mehrere 10.000 oder gar 100.000 infizierte Geräte verwendet werden, um andere Systeme sehr schnell auf neu bekannt gewordene Sicherheitslücken zu scannen – lange bevor diese gepatcht werden.

• >> Massive Überwachung – Hajime kann RTSP Streams infizierter Kameras abfangen

• >> IoT Bricker – Mit der gleichen Technik wie der kürzlich von Radware entdeckte BrickerBot hat Hajime das Potential, befallene Systeme dauerhaft unbrauchbar zu machen. Über den Update-Kanal wäre es ein Leichtes, Hajime auf allen Opfersystemen um entsprechende, destruktive Befehlssequenzen zu erweitern. Mithilfe von geoip könnte man so beispielsweise gezielt alle infizierten Kameras in einer definierten Region lahmlegen.
(Radware: ra)

eingetragen: 15.05.17
Home & Newsletterlauf: 19.06.17


Radware: Kontakt & Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -


Meldungen: Hintergrund

  • Werbeanzeigen lösen Wi-Fi-Verbindungen aus

    Die Sicherheitsforscher von Check Point Software Technologies haben die neue Adware "LightsOut" in Google Play entdeckt. Die Malware wurde in 22 unterschiedlichen Flashlight- und Dienstprogramm-Anwendungen im offiziellen App-Store von Google gefunden. Dabei geht man von einer erreichten Verbreitung von 1,5 Millionen bis 7,5 Millionen Downloads aus. Ziel von LightsOut war die Generierung illegaler Werbeeinnahmen auf Kosten seiner ahnungslosen Opfer.

  • Zielrichtung E-Mail und Social Media

    Der Banking-Trojaner Terdot, der ursprünglich auf Online-Banking und Zahlungsvorgänge abzielte, feiert gerade Comeback als Instrument zum Diebstahl von Daten und Anmeldeinformationen. Ein aktuell veröffentlichtes Whitepaper von Bitdefender zeichnet detailliert nach, wie der Trojaner entstanden ist, wie er sich ausbreitet und tarnt, was er an Fähigkeiten heute besitzt und wie er sich noch entwickeln könnte. Leser erhalten mit der detaillierten technischen Analyse ein Musterbeispiel, wie Cyberkriminelle heute ihre Attacken individualisieren und perfektionieren. Seine Fähigkeiten gehen über den Primärzweck eines Banking-Trojaners weit hinaus: Terdot kann unter anderem durch einen leistungsstarken Man-in-the-Middle-Proxy sensible Daten aus dem gesamten Internetverkehr eines Users filtern und weiterleiten. Zudem ist es ihm möglich, Browser-Informationen wie Login-Daten und Kreditkarteninformationen zu stehlen und HTML-Code in besuchte Webseiten zu injizieren.

  • Selbstschutz und Zerstörung

    Die Experten von Kaspersky Lab haben mit ,Loapi' eine neue, multimodular aufgebaute mobile Malware entdeckt, die nahezu beliebig schädliche Aktionen ausführen kann - von nicht gewünschten Werbeeinblenden über SMS-Betrug bis hin zum Mining von Kryptowährungen und zur Durchführung von DDoS-Attacken (Distributed Denial-of-Service). Durch seine modulare Architektur kann der ungewöhnliche und mächtige Android-Trojaner auf einem kompromittierten Gerät um zahlreiche schädliche Funktionen nachgerüstet werden. Ein weiteres Merkmal unterscheidet ,Loapi' von der Masse üblicher Android-Malware: der Schädling kann ein mobiles Gerät durch eine zu hohe Auslastung physisch zerstören.

  • Riesiges neues Bot-Netz entdeckt

    Sicherheitsforscher haben ein riesiges neues Bot-Netz entdeckt, das auf den Namen Reaper oder auch "Io Troop" getauft wurde. Und das mit gutem Grund, denn es zielt vor allem auf schlecht gesicherte Geräte im Internet der Dinge ab und versucht aus ihnen eine Art Zombie-Armee zu machen. Das Ausmaß ist beachtlich und Forscher sprechen bereits von Größenordnungen, die potenziell das gesamte Internet lahmlegen könnten. Was die Zahlen anbelangt, wurde jüngst veröffentlicht, dass mehr als geschätzte 1 Million Unternehmen weltweit infiziert sind. Io Troop habe das Potenzial noch leistungsstärker zu sein als das bekannte Mirai-Botnet, einer der folgenschwersten Cyberangriffe überhaupt.

  • Hintergrund zum Mokes Backdoor

    Anfang Oktober 2017 wurde im Wall Street Journal ein Artikel mit dem Vorwurf veröffentlicht, dass über Software von Kaspersky Lab als vertraulich eingestufte Daten von einem privaten Rechner eines NSA-Mitarbeiters geladen wurden. Da sich Kaspersky Lab seit 20 Jahren an vorderster Front im Kampf gegen Cyberspionage und Cyberkriminalität sieht, wurden die Vorwürfe innerhalb des Unternehmens sehr ernst behandelt. Kaspersky Lab hat daher eine interne Untersuchung durchgeführt, um Fakten zu sammeln und jegliche Bedenken zu adressieren. Bereits am 25. Oktober 2017 wurden erste, vorläufige Ergebnisse der Untersuchung veröffentlicht - darunter allgemeine Erkenntnisse der unternehmensinternen Suche nach Beweisen für die in den Medien geäußerten Vorwürfe. Der veröffentlichte neue Bericht bestätigt die vorläufigen Ergebnisse und gibt zusätzliche Einblicke der telemetrischen Analyse des Vorfalls durch Kaspersky-Produkte. Demnach lassen sich auf dem betroffenen Rechner verdächtige Aktivitäten feststellen, und zwar im Zeitraum des Vorfalls im Jahr 2014.