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Analyse der "Operation C-Major"


Gezielter Cyberangriff auf indische Militärs
Social Engineering stellt eine der wichtigsten oder vielleicht sogar die wichtigste Komponente eines gezielten Angriffs dar

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Trend Micro hat einen gezielten Angriff auf hochrangige Militärs in Indien aufgedeckt. Insgesamt waren 160 Personen – neben Offizieren der indischen Armee unter anderem auch in Indien stationierte Militärattachés anderer Nationen – im Visier der Angreifer. Diese hatten es auf Informationen wie eingescannte Passdokumente, Photos und Steuerdaten, aber auch Dokumente zu Armeetaktiken und -strategien abgesehen. Die Analyse der "Operation C-Major" getauften Kampagne hat ergeben, dass die Angreifer von Pakistan aus operiert haben. Eine direkte Verbindung zur pakistanischen Regierung konnte der japanische IT-Sicherheitsanbieter jedoch nicht nachweisen.

Die an der Aufdeckung beteiligten Trend Micro-Forscher betonen, dass sich der Angriff vor allem durch die effektiven Social-Engineering-Methoden auszeichnet. Denn eigentlich sollte man davon ausgehen, dass Offiziere für solche Fälle geschult sind. Ausgangspunkt des Angriffs waren wie bei vielen anderen gezielten Attacken auch gefälschte E-Mail-Nachrichten. So gaben sich die Angreifer in einer E-Mail als der indische Verteidigungsminister aus und adressierten mit dieser Nachricht einen ausländischen Militärattaché.

Erfolgreich trotz technischer Schwächen
Dass diese Methoden erfolgreich waren, gleicht auch die technischen Schwächen des Angriffs aus. So war es für die Trend Micro-Forscher kein Problem, die Befehls- und Kontrollserver zu lokalisieren und die angegriffenen Personen zu identifizieren. Demnach müssen zumindest einige der Angreifer aus Pakistan stammen, außerdem besteht der Verdacht, dass von einem der verwendeten Server auch Angriffe auf Angehörige des indischen Militärs ausgehen, die Geräte auf Android-Basis nutzen. Dass es sich bei der Kampagne um einen gezielten Angriff handelt, dafür sprechen der anvisierte Personenkreis, aber auch die erbeuteten Informationen, die der Geheimhaltung unterliegen. Beweise für eine direkte Verbindung zur pakistanischen Regierung gibt es indes nicht.

"Der Erfolg dieser Kampagne zeigt eindrucksvoll, dass Social Engineering eine der wichtigsten oder vielleicht sogar die wichtigste Komponente eines gezielten Angriffs darstellt", betont Sicherheitsexperte Udo Schneider, Pressesprecher von Trend Micro Deutschland. "Selbst wenn eine Attacke und die eingesetzte Schadsoftware in technischer Hinsicht eher banal sind, kann der Angriff sehr erfolgreich sein und technische Schutzmechanismen wie Sicherheitssoftware überwinden. Dies gilt leider im Grunde für alle Arten von Cyberbedrohungen. In Deutschland können hierfür die jüngsten Fälle mit eher gewöhnlicher Erpressersoftware oder Ransomware als Beleg dienen. Kontinuierliche Anwenderschulungen sind vor diesem Hintergrund wichtiger denn je." (Trend Micro: ra)

eingetragen: 08.04.16
Home & Newsletterlauf: 26.04.16


Trend Micro: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Hintergrund

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    Check Point Software Technologies hat nach dem Bekanntwerden von Cyberattacken gegen israelische Soldaten eine der eingesetzten Schädlinge untersucht. GlanceLove ist eine Android-Malware die Schadcode auf Mobilgeräte schleust. Der Name GlanceLove leitet sich von der Chat-App "Glance Love" ab, einer scheinbar legitimen Dating-App, die jedoch hauptsächlich dazu diente, Schadcode auf die Endgeräte zu schleusen. Die meisten Angriffe wurden allerdings mit einer App namens "Golden Cup" gefahren. Hierbei handelte es sich um eine Fußball-App zur WM, die ebenfalls funktionsfähig im Google Play Store verfügbar war und die Sicherheitsprüfungsmechanismen von Google umgehen konnte. Außerdem sind Angriffe über das Chatprogramm "Wink Chat" bekannt.

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