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Ausspionierung sensibler Daten


Neue Malware nutzt Mouse-Over-Effekt bei PowerPoint
Kürzlich erfolgte Spam-Welle ein Testlauf für Angriffe von deutlich größerem Umfang

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Malware ist eine vielseitige Bedrohung mit immer neuen Fähigkeiten. Dennoch greifen die meisten Angreifer bei ihrer Übertragung auf altbewährte Methoden zurück. Erst kürzlich haben die Sicherheitsforscher von Trend Micro jedoch eine neue Angriffstechnik ausfindig machen können: Ein Trojaner-Downloader, den wir als TROJ_POWHOV.A identifiziert haben, nutzt den Mouse-Over-Mechanismus in PowerPoint-Dateien vom Typ PPS und PPSX. Sobald ein Nutzer den Mauszeiger über ein infiziertes Text- oder Bildelement bewegt, wird Schadsoftware auf dessen Computer installiert. Für diesen Vorgang ist kein Mausklick nötig.

In einer kürzlich erfolgten Spam-Kampagne, die vor allem europäische Unternehmen im Visier hatte, konnte Trend Micro diesen Mechanismus zum ersten Mal identifizieren. Die Schadsoftware, die im Zuge der Angriffe auf die Computer geladen wurde, ist unter dem Namen OTLARD oder Gootkit bekannt. Dabei handelt es sich um bekannte Malware, die zur Ausspionierung sensibler Daten geeignet ist, die aber auch direkte Eingriffe auf infizierten PCs ermöglicht.

Es ist damit zu rechnen, dass es sich bei der kürzlich erfolgten Spam-Welle um einen Testlauf für Angriffe von deutlich größerem Umfang handelt. Der neue Angriffsmechanismus kann auch als Einfallstor für andere Malware, wie z.B. Ransomware, genutzt werden.

Als erste Maßnahme empfehlen wir daher, PowerPoint-Präsentationen von unbekannten Absendern nur in der geschützten Ansicht zu öffnen. (Trend Micro: ra)

eingetragen: 21.06.17
Home & Newsletterlauf: 04.07.17


Trend Micro: Kontakt und Steckbrief

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