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Security-Leck in Messaging-Diensten


Wie Hacker Hunderte von Millionen WhatsApp- und Telegram-Accounts in Sekundenschnelle übernehmen können
Neue, in den beliebten Massaging-Diensten WhatsApp und Telegram entdeckte Schwachstelle ermöglichte Hackern, die absolute Kontrolle über Accounts zu erlangen. Betroffen waren auch Chat-, Bild-, Video- und Audiodateien sowie die Kontakte

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Die Sicherheitsforscher von Check Point Software Technologies enthüllten eine neue Schwachstelle in den Online-Plattformen WhatsApp und Telegram, zwei der weltweit beliebtesten Messaging-Dienste. Angreifer, die diese Schwachstelle ausnutzten, konnten Nutzerkonten vollständig übernehmen und auf die persönlichen Gespräche und Gruppenunterhaltungen, Fotos, Videos und andere geteilten Dateien, Kontaktlisten und sonstige Daten zugreifen.

"Durch diese neue Schwachstelle laufen Hunderte von Millionen WhatsApp- und Telegram-Web-Nutzer Gefahr, dass ihre Accounts vollständig übernommen werden", sagt Oded Vanunu, Leiter Product Vulnerability Research bei Check Point. "Ein Hacker kann durch einfaches Versenden eines harmlos aussehenden Fotos die Kontrolle über den Account erlangen, auf den Nachrichtenverlauf sowie auf alle Fotos, die je geteilt wurden, zugreifen und Nachrichten im Namen des Nutzers versenden."

Die Schwachstelle ermöglicht dem Angreifer, Schadcode an sein Opfer zu senden, der sich in einem harmlos aussehenden Bild verbirgt. Sobald der Nutzer das Bild anklickt, bekommt der Angreifer vollen Zugriff auf die Speicherdaten von WhatsApp oder Telegram des Opfers, was ihm wiederum vollen Zugriff auf den Account des Opfers gewährt. Der Angreifer kann die bösartige Datei dann an alle Kontakte des Opfers senden und so möglicherweise einen zielgerichteten Angriff starten.

Check Point leitete diese Informationen an die Sicherheitsteams von WhatsApp und Telegram am 8. März weiter. WhatsApp und Telegram haben das Sicherheitsproblem bestätigt und einen Fix für Webkunden in aller Welt entwickelt. "Zum Glück reagierten WhatsApp und Telegram schnell und verantwortungsvoll und führte die Maßnahmen zur Entschärfung dieses Problems bei allen Webclients ein", sagt Oded Vanunu. WhatsApp- und Telegram-Webnutzern, die sicherstellen möchten, dass sie die neueste Version nutzen, wird empfohlen, ihre Browser neu zu starten.

WhatsApp und Telegram nutzen Ende-zu-Ende-Mitteilungsverschlüsselung als Maßnahme zur Datensicherung. Dadurch wird gewährleistet, dass nur diejenigen die Nachrichten lesen können, die miteinander kommunizieren, aber niemand dazwischen. Doch genau diese End-to-End-Verschlüsselung war auch der Ursprung dieser Schwachstelle. Da Mitteilungen seitens des Absenders verschlüsselt wurden, konnten WhatsApp und Telegram den Inhalt nicht sehen und waren damit nicht in der Lage zu verhindern, dass bösartiger Inhalt versendet wurde. Nachdem die Schwachstelle behoben ist, wird der Inhalt nun vor der Verschlüsselung validiert. Auf diese Weise können bösartige Dateien blockiert werden.

Beide Web-Versionen spiegeln alle vom Nutzer auf der mobilen App versendeten und erhaltenen Mitteilungen wider und sind mit den Nutzergeräten vollständig synchronisiert.

WhatsApp hat weltweit über 1 Milliarde Nutzer und ist damit der heute am weitest verbreitetste Kurznachrichtendienst. Die Web-Version des Unternehmens steht auf allen Browsern und WhatsApp-unterstützten Plattformen, wie Android, iPhone (iOS), Windows Phone 8.x, BlackBerry, BB10 und Nokia-Smartphones, zur Verfügung.

Telegram ist eine Cloud-basierte Messaging-App für mobile und Desktopgeräte mit monatlich über 100 Millionen aktiven Nutzern. Sie versendet täglich über 15 Milliarden Mitteilungen. (Check Point Software Technologies: ra)

Check Point Software: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Sicherheitslecks

  • Nutzer sollten ihre Whatsapp-Version überprüfen

    Eine Sicherheitslücke in Whatsapp kann derzeit nur die App zum Absturz bringen. Kriminelle könnten den kursierenden Exploit aber für bösartige Zwecke weiterentwickeln. Wir geben einen Überblick über die Situation. "Nutzer sollten ihre Whatsapp-Version überprüfen und wenn möglich die Updates über den Play Store einspielen." Das sagt Alexander Burris, Lead Mobile Researcher bei der G DATA Software AG aus Bochum. Aktuell kursiert eine Sicherheitslücke für den beliebten Mobile-Messenger Whatsapp. Der aktuelle Exploit bringt die Applikation kontrolliert zum Absturz. Kriminelle könnten die Schwachstelle für ihre Zwecke weiterentwickeln und als Einfallstor nutzen.

  • Offene und ungeschützte MQTT-Server

    Avast hat entdeckt, dass über 49.000 Message Queuing Telemetry Transport (MQTT) Server aufgrund eines falsch konfigurierten MQTT-Protokolls online öffentlich sichtbar sind. Darunter befinden sich 32.000 Server ohne Passwortschutz - davon 1.719 in Deutschland - wodurch die Gefahr eines Datenmissbrauchs steigt. MQTT-Protokolle werden genutzt, um Smart-Home-Geräte über Smart Hubs miteinander zu verbinden und zu steuern. Beim Implementieren des MQTT-Protokolls richten Nutzer einen Server ein. Dieser Server befindet sich bei Endverbrauchern üblicherweise auf einem PC oder einem Mini-Computer wie dem Raspberry Pi, mit dem sich Geräte verbinden und damit kommunizieren können.

  • Testlauf einer Spionagekampagne

    Die am 27. August 2018 auf GitHub und Twitter veröffentlichte Zero Day-Schwachstelle für Microsoft Windows-Bestriebssysteme wurde nach wenigen Tagen in einer ersten Malware-Kampagne ausgenutzt. Eset hat die Malware-Kampagne einer Gruppe namens PowerPool zugeordnet. Bis jetzt gingen den Cyberkriminellen nur eine kleine Anzahl von Opfern in die Falle, wie sich aus den untersuchten Telemetrie-Daten und den Uploads ergibt. Daher glauben wir an einen Testlauf einer Spionagekampagne. Unter den betroffenen Ländern befinden sich Chile, Deutschland, Indien, die Philippinen, Polen, Russland, das Vereinigte Königreich, die Vereinigten Staaten und die Ukraine. Betroffen sind die Windows Betriebssysteme 7 bis 10 - im Speziellen die ALPC-Funktion (Advanced Local Procedure Call).

  • 1.8 Milliarden WhatsApp-Nutzer betroffen

    Das Research-Team von Check Point Software Technologies veröffentlicht Details zu FakesApps, einem Schwachpunkt in WhatsApp. Dabei gelang es Check Point, WhatsApp-Nachrichten von Usern zu manipulieren. Im Rahmen der Untersuchung wurden drei Angriffsmöglichkeiten gezeigt: >> Die Veränderung einer gesendeten Antwort, sodass dem Absender falsche Worte in den Mund gelegt werden. >> Abgabe einer gefälschten Antwort in einem Gruppenchat. Die zitierte Person muss dabei nicht einmal in der Gruppe Mitglied sein. >> Versendung einer persönlichen Nachricht in einem Gruppenchat, die für den Empfänger wie eine Gruppennachricht an alle Mitglieder aussieht - jedoch nur für ihn sichtbar ist. Wenn diese Person auf die gefälschte Nachricht antwortet, ist seine Antwort aber für alle Gruppenmitglieder sichtbar.

  • Lücke in den Zugangssystemen

    Forscher der finnischen Sicherheitsfirma F-Secure haben eine massive Lücke in den Zugangssystemen weltweit operierender Hotelketten entdeckt, das von Angreifern kompromittiert werden kann, um sich Zugang zu allen Räumen zu verschaffen. Die Schwachstelle wurde in der Software des Schließsystems Vision by VingCard gefunden, eine Lösung, die weltweit Millionen Zimmern in hochrangigen Hotels sichert. Hersteller Assa Abloy hat inzwischen Software-Updates mit Sicherheits-Bugfixes veröffentlicht, um das Problem zu beheben. Die Sicherheitsexperten nutzten bei ihrem Angriff gewöhnliche elektronische Schlüsselkarten des Hotels. Diese waren teilweise längst abgelaufen, ausgemustert oder dienten lediglich dem Zugang zu Garagen oder Abstellräumen. Anhand der Informationen auf dem Schlüssel konnten die Experten jedoch einen Hauptschlüssel mit Zugangsberechtigungen generieren, um so jeden Raum im Gebäude öffnen zu können. Der Angriff blieb völlig unbemerkt und lies auch keine Spuren zurück.