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Risikobasiertes Management der Schwachstellen


Meltdown und Spectre sind nur die Spitze des Eisbergs
Mehr als 35 Vulnerability Advisories zu Meltdown und Spectre sowie Dutzende von weiteren hochkritischen Softwareschwachstellen seit Jahresbeginn unterstreichen die Bedeutung von Vulnerability Intelligence

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Spectre und Meltdown dominieren auf Grund ihres massiven Ausmaßes seit Wochen die Schlagzeilen. Doch die Prozessor-Schwachstellen sind nicht unbedingt die einzige Gefahr für Unternehmen. Secunia Research von Flexera veröffentlichte bereits mehr als 35 Vulnerability Advisories zu Spectre/Meltdown. Davon wurden die meisten als "mäßig kritisch" bewertet, mit Kritikalitätswerten von 1 bis 3 bei max. 5 Punkten. Die mögliche Schlussfolgerung: Trotz aller Sicherheitsrisiken durch Spectre und Meltdown, stellen weitere kritische, nicht gepatchte Schwachstellen im Umfeld eine weit gefährlichere und unmittelbare Bedrohung dar.

Die Spectre- und Meltdown-Vulnerabilities sind in drei CVEs dokumentiert (CVE-2017-5754, CVE-2017-5753, CVE-2017-5715). Um die tatsächliche Gefahr der Schwachstellen einschätzen zu können, ist jedoch eine umfassende Vulnerability Intelligence jenseits einfacher CVE-Scores nötig. Erst durch detaillierte Informationen lässt sich ein Produktkontext schaffen, der Angriffsvektoren und potentielle Auswirkungen auf die IT-Sicherheit miteinschließt, und es den Sicherheitsteams ermöglicht, abseits von Spekulationen strategische Maßnahmen zu ergreifen.

"Zweifelslos müssen Unternehmen Spectre und Meltdown weiterhin kritisch beobachten. Dabei sollten sie jedoch nicht vergessen, dass seit Aufdeckung der Sicherheitslücken Anfang Januar Dutzende Advisories zu anderen, unabhängigen und hochkritischen Schwachstellen veröffentlicht wurden", so Kasper Lindgaard, Director of Research and Security bei Flexera.

"Allein im vergangenen Jahr haben wir mehr als 17.000 Schwachstellen aufgedeckt, deren Exploits theoretisch immer verheerenden Schaden verursachen können. Wie sollen Unternehmen hier angesichts knapper IT-Ressourcen die Gefahrenlage richtig einschätzen und Risiken minimieren? Der Zugang zu verifizierten Detailinformationen zu Schwachstellen sowie ein besonnenes und risikobasiertes Patch Management ist essentiell, um nicht von einer Gefahrenmeldung zur nächsten zu hetzen und dabei den Überblick zu verlieren."

Flexera empfiehlt ein standardisiertes, risikobasiertes Management der Meltdown und Spectre-Schwachstellen. Der Ansatz basiert auf den Secunia Research Advisories und beinhaltet drei grundlegende Schritte:

>> Kritikalitätsbestimmung – Das tatsächliche Risiko von Spectre und Meltdown wird anhand verifizierter Vulnerability Intelligence bestimmt
>> Priorisierung – Auf Basis ihrer Kritikalität werden Prioritäten zur Behebung bekannter Schwachstellen gesetzt
>> Konservative Schadensminimierung – Patches werden in Verbindung mit entsprechenden Tests in kontrollierten Umgebungen angewendet.

Etablierte Prozesse und Tools stellen sicher, dass unbeabsichtigte Folgen des Patch Managements im Vorfeld identifiziert und potentielle Performanceeinschränkungen und Kompatibilitätsprobleme wenn möglich umgangen werden können.
(Flexera Software: ra)

eingetragen: 13.02.18
Newsletterlauf: 12.04.18

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Meldungen: Sicherheitslecks

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    Eine Sicherheitslücke in Whatsapp kann derzeit nur die App zum Absturz bringen. Kriminelle könnten den kursierenden Exploit aber für bösartige Zwecke weiterentwickeln. Wir geben einen Überblick über die Situation. "Nutzer sollten ihre Whatsapp-Version überprüfen und wenn möglich die Updates über den Play Store einspielen." Das sagt Alexander Burris, Lead Mobile Researcher bei der G DATA Software AG aus Bochum. Aktuell kursiert eine Sicherheitslücke für den beliebten Mobile-Messenger Whatsapp. Der aktuelle Exploit bringt die Applikation kontrolliert zum Absturz. Kriminelle könnten die Schwachstelle für ihre Zwecke weiterentwickeln und als Einfallstor nutzen.

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    Avast hat entdeckt, dass über 49.000 Message Queuing Telemetry Transport (MQTT) Server aufgrund eines falsch konfigurierten MQTT-Protokolls online öffentlich sichtbar sind. Darunter befinden sich 32.000 Server ohne Passwortschutz - davon 1.719 in Deutschland - wodurch die Gefahr eines Datenmissbrauchs steigt. MQTT-Protokolle werden genutzt, um Smart-Home-Geräte über Smart Hubs miteinander zu verbinden und zu steuern. Beim Implementieren des MQTT-Protokolls richten Nutzer einen Server ein. Dieser Server befindet sich bei Endverbrauchern üblicherweise auf einem PC oder einem Mini-Computer wie dem Raspberry Pi, mit dem sich Geräte verbinden und damit kommunizieren können.

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    Die am 27. August 2018 auf GitHub und Twitter veröffentlichte Zero Day-Schwachstelle für Microsoft Windows-Bestriebssysteme wurde nach wenigen Tagen in einer ersten Malware-Kampagne ausgenutzt. Eset hat die Malware-Kampagne einer Gruppe namens PowerPool zugeordnet. Bis jetzt gingen den Cyberkriminellen nur eine kleine Anzahl von Opfern in die Falle, wie sich aus den untersuchten Telemetrie-Daten und den Uploads ergibt. Daher glauben wir an einen Testlauf einer Spionagekampagne. Unter den betroffenen Ländern befinden sich Chile, Deutschland, Indien, die Philippinen, Polen, Russland, das Vereinigte Königreich, die Vereinigten Staaten und die Ukraine. Betroffen sind die Windows Betriebssysteme 7 bis 10 - im Speziellen die ALPC-Funktion (Advanced Local Procedure Call).