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2018: Das große Softwaresterben


Office-Schwachstelle wäre mit richtigem Rechtemanagement zu vermeiden
Patch Tuesday im Dezember: Kehraus zum Jahresende


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Von Chris Goettl, Leiter Produktmanagement, Sicherheit bei Ivanti

Der Patch Tuesday im Dezember 2017 hat eine recht überschaubare Anzahl von Updates gebracht. Microsoft hat insgesamt 32 einzigartige CVEs (Common Vulnerabilities and Exposures) vermeldet – keine davon wurde veröffentlicht oder ausgenutzt. Adobe hat daneben ein Update für Flash Player herausgebracht, das eine moderate Schwachstelle auflöst. Allerdings wird dieses Update in der Priorität 2 eingestuft, weshalb Microsoft es im Rahmen des Patch Tuesday für den IE als kritisch eingestufte.

Es ist mal wieder die richtige Jahreszeit, um sich um End-of-Life-Angelegenheiten zu kümmern. IT-Verantwortliche sollten also Ihre Planung für 2018 beginnen, indem sie sich einen Überblick verschaffen, welche Produkte im kommenden Jahr auf EoL umgestellt werden. Der Patch Tuesday im Dezember gibt dazu einige Hinweise: Der EoL von Windows 10 1607 ist vorläufig für März 2018 geplant.

Für Windows 10 1703 ist vorläufig September 2018 im Gespräch. Insgesamt erreichen 48 Microsoft-Produkte 2018 ihr Support-Ende. Das Unternehmen hat alle diese Produkte in einem Artikel zusammengefasst. Daneben sind auch die Produkte verzeichnet, die für den Übergang vom Mainstream zum Extended Support vorgesehen sind. IT-Verantwortliche sollten für ihre Patch-Management-Planung einen Blick in "Products Reaching End of Support for 2018" werfen.

Der Patch Tuesday im Dezember enthält daneben ein Office-Update, das eine Sicherheitslücke in Excel schließt. Diese könnte eine Ausführung von Code durch einen entfernten Rechner ermöglichen. CVE-2017-11935 ist eine Schwachstelle in der Art, wie Microsoft Office mit Objekten im Speicher umgeht. Ein Angreifer könnte eine speziell gestaltete Datei erstellen, um Aktionen des aktuellen Benutzers auszuführen.

Der Angriff könnte in Form eines E-Mail-Anhangs oder als speziell gestalteter Inhalt auf einer Website erfolgen. Der Cyberkriminelle muss nur noch den Benutzer davon überzeugen, die Datei zu öffnen, um die Sicherheitslücke auszunutzen. Die Chancen, dass er damit Erfolg hat, sind groß: Abhängig von der jeweiligen Quelle werden immer noch gut 30 Prozent aller Phishing-verseuchten Mails geöffnet. Und in 12 Prozent aller Fälle wird auf den Anhang geklickt. Dies macht deutlich, dass Endnutzer nach wie vor das geeignete Einfallstor für professionelle Cyberangriffe darstellen. Einem Angriff über die CVE-2017-11935 ließe sich jedoch bereits mit einem adäquaten Rechtemanagement begegnen.

Microsoft-Browser im Blick
Die im Rahmen des Patch Tuesday vorgestellten CVEs betrafen im Gros die Microsoft-Browser. Es ist also ratsam, den Updates für den IE- sowie den Edge-Browser eine hohe Priorität einzuräumen. Auch sollten sich IT-Verantwortliche um das bereits erwähnte Office-Update kümmern und die Patches für Exchange und SharePoint nicht ignorieren. Das Exchange-Update in diesem Monat wirkt sich auf den Outlook Web Access (OWA) aus. Es löst eine CVE, die sich jedoch nur recht kompliziert ausnutzen lässt. Allerdings kann sie in Verbindung mit anderen CVEs als Dreh- und Angelpunkt verwendet werden, um einen verketteten Angriff zu starten. SharePoint enthält ebenfalls eine CVE, die Cross-Site-Scripting-Angriffe zulassen. Mit ihrer Hilfe könnte eine Erhöhung der Zugriffsrechte möglich sein. (Ivanti: ra)

eingetragen: 17.12.17
Home & Newsletterlauf: 12.01.18


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Meldungen: Sicherheitslecks

  • Nutzer sollten ihre Whatsapp-Version überprüfen

    Eine Sicherheitslücke in Whatsapp kann derzeit nur die App zum Absturz bringen. Kriminelle könnten den kursierenden Exploit aber für bösartige Zwecke weiterentwickeln. Wir geben einen Überblick über die Situation. "Nutzer sollten ihre Whatsapp-Version überprüfen und wenn möglich die Updates über den Play Store einspielen." Das sagt Alexander Burris, Lead Mobile Researcher bei der G DATA Software AG aus Bochum. Aktuell kursiert eine Sicherheitslücke für den beliebten Mobile-Messenger Whatsapp. Der aktuelle Exploit bringt die Applikation kontrolliert zum Absturz. Kriminelle könnten die Schwachstelle für ihre Zwecke weiterentwickeln und als Einfallstor nutzen.

  • Offene und ungeschützte MQTT-Server

    Avast hat entdeckt, dass über 49.000 Message Queuing Telemetry Transport (MQTT) Server aufgrund eines falsch konfigurierten MQTT-Protokolls online öffentlich sichtbar sind. Darunter befinden sich 32.000 Server ohne Passwortschutz - davon 1.719 in Deutschland - wodurch die Gefahr eines Datenmissbrauchs steigt. MQTT-Protokolle werden genutzt, um Smart-Home-Geräte über Smart Hubs miteinander zu verbinden und zu steuern. Beim Implementieren des MQTT-Protokolls richten Nutzer einen Server ein. Dieser Server befindet sich bei Endverbrauchern üblicherweise auf einem PC oder einem Mini-Computer wie dem Raspberry Pi, mit dem sich Geräte verbinden und damit kommunizieren können.

  • Testlauf einer Spionagekampagne

    Die am 27. August 2018 auf GitHub und Twitter veröffentlichte Zero Day-Schwachstelle für Microsoft Windows-Bestriebssysteme wurde nach wenigen Tagen in einer ersten Malware-Kampagne ausgenutzt. Eset hat die Malware-Kampagne einer Gruppe namens PowerPool zugeordnet. Bis jetzt gingen den Cyberkriminellen nur eine kleine Anzahl von Opfern in die Falle, wie sich aus den untersuchten Telemetrie-Daten und den Uploads ergibt. Daher glauben wir an einen Testlauf einer Spionagekampagne. Unter den betroffenen Ländern befinden sich Chile, Deutschland, Indien, die Philippinen, Polen, Russland, das Vereinigte Königreich, die Vereinigten Staaten und die Ukraine. Betroffen sind die Windows Betriebssysteme 7 bis 10 - im Speziellen die ALPC-Funktion (Advanced Local Procedure Call).

  • 1.8 Milliarden WhatsApp-Nutzer betroffen

    Das Research-Team von Check Point Software Technologies veröffentlicht Details zu FakesApps, einem Schwachpunkt in WhatsApp. Dabei gelang es Check Point, WhatsApp-Nachrichten von Usern zu manipulieren. Im Rahmen der Untersuchung wurden drei Angriffsmöglichkeiten gezeigt: >> Die Veränderung einer gesendeten Antwort, sodass dem Absender falsche Worte in den Mund gelegt werden. >> Abgabe einer gefälschten Antwort in einem Gruppenchat. Die zitierte Person muss dabei nicht einmal in der Gruppe Mitglied sein. >> Versendung einer persönlichen Nachricht in einem Gruppenchat, die für den Empfänger wie eine Gruppennachricht an alle Mitglieder aussieht - jedoch nur für ihn sichtbar ist. Wenn diese Person auf die gefälschte Nachricht antwortet, ist seine Antwort aber für alle Gruppenmitglieder sichtbar.

  • Lücke in den Zugangssystemen

    Forscher der finnischen Sicherheitsfirma F-Secure haben eine massive Lücke in den Zugangssystemen weltweit operierender Hotelketten entdeckt, das von Angreifern kompromittiert werden kann, um sich Zugang zu allen Räumen zu verschaffen. Die Schwachstelle wurde in der Software des Schließsystems Vision by VingCard gefunden, eine Lösung, die weltweit Millionen Zimmern in hochrangigen Hotels sichert. Hersteller Assa Abloy hat inzwischen Software-Updates mit Sicherheits-Bugfixes veröffentlicht, um das Problem zu beheben. Die Sicherheitsexperten nutzten bei ihrem Angriff gewöhnliche elektronische Schlüsselkarten des Hotels. Diese waren teilweise längst abgelaufen, ausgemustert oder dienten lediglich dem Zugang zu Garagen oder Abstellräumen. Anhand der Informationen auf dem Schlüssel konnten die Experten jedoch einen Hauptschlüssel mit Zugangsberechtigungen generieren, um so jeden Raum im Gebäude öffnen zu können. Der Angriff blieb völlig unbemerkt und lies auch keine Spuren zurück.