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Sichere Datenübermittlungen im Internet



Sicherheitslücke in OpenSSL: Versions-Upgrade und Einsatz von Forward Secrecy dringend empfohlen
Angreifer könnten die Schlüssel auslesen, die Verschlüsselung aushebeln und die vermeintlich gesicherte Kommunikation kompromittieren

OpenSSL ist zur Absicherung von Datenübermittlungen im Internet weit verbreitet. Es kommt auf Webservern, in der E-Mail-Kommunikation, bei VPN und anderen Diensten zum Einsatz. Nun ist eine gravierende Sicherheitslücke in der Verschlüsselungsbibliothek aufgedeckt worden, über die Angreifer die Schlüssel auslesen, die Verschlüsselung aushebeln und die vermeintlich gesicherte Kommunikation kompromittieren könnten.

"Für OpenSSL-Anwender ist damit der Super-GAU eingetreten. Passwörter, Daten und ganze Kommunikationsvorgänge drohen in die Hände unbefugter Dritte zu fallen. Zumal die Sicherheitslücke einfach auszunutzen ist. Wir raten daher unbedingt zu einem Upgrade auf die nächst höhere Version", erklärt Christian Heutger, Geschäftsführer der PSW Group. Der deutsche SSL-Pionier bietet seinen Kunden angesichts dessen den schnellen Umtausch betroffener OpenSSL-basierter Zertifikate an.

Die jüngste Sicherheitslücke befindet sich in der Heartbeat-Funktion der Online-Bibliothek. Sie ist für den Status-Austausch verantwortlich, mit dem festgestellt wird, ob der Kommunikationspartner noch aktiv ist. Da der Speicherzugriff nicht überprüft wird, ist es Angreifern möglich, eine Datenmenge von bis zu 64 Kilobyte von der Gegenseite auszulesen. Betroffen sind alle Versionen von OpenSSL 1.0.1 mit Ausnahme der neusten Version OpenSSL 1.0.1g, die den ursächlichen Programmierfehler nicht mehr enthält.
Für den PSW-Geschäftsführer und Verschlüsselungsexperten Christian Heutger ist dieser Vorfall ein weiterer Beleg für die Notwendigkeit des Einsatzes von "Perfect Forward Secrecy": Die SSL-Zusatzfunktion verhindert, dass bereits abgeschlossene aber verschlüsselt aufgezeichnete Kommunikation durch nachträgliches Bekanntwerden des privaten Schlüssels kompromittiert wird. "Im konkreten Fall wären die per OpenSSL verschlüsselten Daten demnach trotz der Sicherheitslücke weiterhin sicher. Sie könnten von Angreifern, die die Schwachstelle ausnutzen, um in den Besitz des Private Key zu kommen, nicht entschlüsselt werden", erläutert Christian Heutger.

Die PSW Group hat anlässlich der Sicherheitslücke eine aus dem deutschen Festnetz kostenfrei erreichbare Notfall-Hotline eingerichtet. Die Verschlüsselungsexperten des Unternehmens stehen Administratoren und Anwendern unter der 0800/503750-1 für Fragen zur Verfügung. (PSW Group: ra)

PSW Group: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Sicherheitslecks

  • Was sind Meltdown und Spectre?

    Nach den ersten Berichten über die bekannt gewordenen Schwachstellen in Mikroprozessoren, arbeiten die betroffenen Chiphersteller mit Hochdruck an einer industrieweiten Lösung. Mit täglich neuen Details und Meldungen von Seiten der Sicherheitsexperten und Unternehmen bleibt die Lage unübersichtlich. Digital Shadows hat die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengestellt. Die Meltdown und Spectre getauften Sicherheitslücken ermöglichen es Angreifern, auf Systemspeicherinformationen im Kernel, dem privilegiertesten Bereich moderner Betriebssysteme, zuzugreifen. Der Kernel verwaltet Prozesse wie das Starten und Beenden von Anwenderprogrammen, Sicherheitseinstellungen, Speicherverwaltung und die Steuerung von Hardware wie Speicher- und Netzlaufwerken.

  • Es handelt sich um ein Kernel-Exploit

    Der Patch Tuesday im Dezember 2017 hat eine recht überschaubare Anzahl von Updates gebracht. Microsoft hat insgesamt 32 einzigartige CVEs (Common Vulnerabilities and Exposures) vermeldet - keine davon wurde veröffentlicht oder ausgenutzt. Adobe hat daneben ein Update für Flash Player herausgebracht, das eine moderate Schwachstelle auflöst. Allerdings wird dieses Update in der Priorität 2 eingestuft, weshalb Microsoft es im Rahmen des Patch Tuesday für den IE als kritisch eingestufte. Es ist mal wieder die richtige Jahreszeit, um sich um End-of-Life-Angelegenheiten zu kümmern. IT-Verantwortliche sollten also Ihre Planung für 2018 beginnen, indem sie sich einen Überblick verschaffen, welche Produkte im kommenden Jahr auf EoL umgestellt werden. Der Patch Tuesday im Dezember gibt dazu einige Hinweise: Der EoL von Windows 10 1607 ist vorläufig für März 2018 geplant.

  • 2018: Das große Softwaresterben

    Der Patch Tuesday im Dezember 2017 hat eine recht überschaubare Anzahl von Updates gebracht. Microsoft hat insgesamt 32 einzigartige CVEs (Common Vulnerabilities and Exposures) vermeldet - keine davon wurde veröffentlicht oder ausgenutzt. Adobe hat daneben ein Update für Flash Player herausgebracht, das eine moderate Schwachstelle auflöst. Allerdings wird dieses Update in der Priorität 2 eingestuft, weshalb Microsoft es im Rahmen des Patch Tuesday für den IE als kritisch eingestufte. Es ist mal wieder die richtige Jahreszeit, um sich um End-of-Life-Angelegenheiten zu kümmern. IT-Verantwortliche sollten also Ihre Planung für 2018 beginnen, indem sie sich einen Überblick verschaffen, welche Produkte im kommenden Jahr auf EoL umgestellt werden. Der Patch Tuesday im Dezember gibt dazu einige Hinweise: Der EoL von Windows 10 1607 ist vorläufig für März 2018 geplant.

  • Security-Leck in Messaging-Diensten

    Die Sicherheitsforscher von Check Point Software Technologies enthüllten eine neue Schwachstelle in den Online-Plattformen WhatsApp und Telegram, zwei der weltweit beliebtesten Messaging-Dienste. Angreifer, die diese Schwachstelle ausnutzten, konnten Nutzerkonten vollständig übernehmen und auf die persönlichen Gespräche und Gruppenunterhaltungen, Fotos, Videos und andere geteilten Dateien, Kontaktlisten und sonstige Daten zugreifen. "Durch diese neue Schwachstelle laufen Hunderte von Millionen WhatsApp- und Telegram-Web-Nutzer Gefahr, dass ihre Accounts vollständig übernommen werden", sagt Oded Vanunu, Leiter Product Vulnerability Research bei Check Point. "Ein Hacker kann durch einfaches Versenden eines harmlos aussehenden Fotos die Kontrolle über den Account erlangen, auf den Nachrichtenverlauf sowie auf alle Fotos, die je geteilt wurden, zugreifen und Nachrichten im Namen des Nutzers versenden."

  • Android-Passwort-Manager-Apps analysiert

    Das Fraunhofer-Institut für Informationstechnologie SIT hat gravierende Sicherheitslücken in Passwort-Apps für Android entdeckt. Bei vielen der beliebtesten Passwort-Manager konnten Cyberkriminelle leicht Zugriff auf die geschützten Informationen erhalten, beispielsweise, wenn sich der Angreifer im selben Netzwerk befindet. Die Hersteller wurden informiert und haben die Fehler mittlerweile behoben. Nutzer sollten jedoch sicherstellen, dass sie die aktuelle App-Version verwenden. Die Details ihrer Analysen stellen die Experten des Fraunhofer SIT im April auf der "Hack In The Box"-Konferenz in Amsterdam vor.