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Industrieunternehmen im Fokus der Angreifer


Zahl der Cyberbedrohungen in Deutschland verdreifacht
In Deutschland steht nach Beobachtungen insbesondere die verarbeitende Industrie im Fokus von Cyberbedrohungen

(12.11.15) - FireEye bietet mit dem neuen "Regional Advanced Threat Report for Europe, Middle East and Africa" Einblicke in die Entwicklungen der Cyberbedrohungslandschaft im ersten Halbjahr 2015. Die Beobachtungen von FireEye in diesem Zeitraum unterstreichen die schnelle Weiterentwicklung von Angriffsmethoden, um persönliche oder geschäftsrelevante Informationen zu stehlen, Wettbewerbsvorteile zu verschaffen oder Betriebsstörungen hervorzurufen.

Zwischen Januar und Juni 2015 hat FireEye in Deutschland eine starke Zunahme von Cyberbedrohungen beobachtet: Die Zahl der beobachteten Fälle lag im Juni dreimal höher noch als zu Beginn des Jahres. Mehr als ein Viertel aller APT-Angriffe fand alleine im Juni – und insbesondere im öffentlichen Sektor – statt. FireEye beobachtete dort zumeist Angriffe mit dem Trojaner Gh0st RAT, die auf Spionage-Aktivitäten hinweisen.

Die mit 29 Prozent meisten Sicherheitsverletzungen wurden darüber hinaus im März verzeichnet. Grund dafür ist eine besondere Häufung von Angriffen Cyberkrimineller auf Industrieunternehmen unter Verwendung der Malware Backdoor.APT.LV.

Europaweit sind Spanien und Deutschland im ersten Halbjahr 2015 an der Spitze der Länder mit den meisten von FireEye beobachteten Infizierungen mit APT-Malware. Jeweils 14 Prozent aller Funde in Europa wurden dort beobachtet, Großbritannien (13 Prozent) und Italien (12 Prozent) folgen auf den Plätzen drei und vier.

In Deutschland steht nach Beobachtungen von FireEye insbesondere die verarbeitende Industrie im Fokus von Cyberbedrohungen. Sie war in den ersten sechs Monaten des Jahres Ziel von 43 Prozent aller beobachteten APT-Angriffe in der Bundesrepublik, gefolgt vom öffentlichen Sektor (13 Prozent) und der Versicherungsbranche (10 Prozent).

Der Report zeigt darüber hinaus, dass sich die Zahl an beobachteten Malware-Infizierungen im gesamten EMEA-Raum im ersten Halbjahr 2015 verdoppelt hat. Dies zeigt, dass Advanced Persistent Threats (APTs) ein Problem mit zunehmender Bedeutung für die gesamte Region sind. FireEye hat im EMEA-Raum besonders häufig Angriffe auf Energie- und Luftfahrtunternehmen, Behörden und Finanzdienstleister beobachtet, was auf geopolitische Entwicklungen und finanzielle Interessen als Schlüsselmotive für Angreifer hinweist.

"Der Advanced Threat Report zeigt, wie sehr Cyberbedrohungen in Deutschland derzeit auf dem Vormarsch sind", sagt Frank Kölmel, Vice President Central & Eastern Europe bei FireEye. "Unternehmen müssen heute mehr denn je in moderne Sicherheitstechnologien investieren, um ihre Systeme umfassend vor Cyberkriminalität, Industriespionage und politisch motivierten Angriffe zu schützen." (FireEye: ra)

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Meldungen: Statistiken

  • Gezielte Angriffe und Spähversuche

    Die Gegner im Cyberspace waren in der zweiten Hälfte des Jahres 2018 extrem fleißig. Das zeigen die Statistiken aus F-Secures weltweitem Netzwerk von Honeypots. Diese verzeichneten in diesem Zeitraum einen vierfachen Anstieg der Aktivitäten für gezielte Angriffe und Spähversuche.

  • Krypto-Miner verdrängen Ransomware

    Malwarebytes veröffentlichte ihren Sicherheitsbericht mit einer Analyse der wichtigsten Malware-Bedrohungen im Jahr 2018. Im Gegensatz zu den vierteljährlichen Berichten von Malwarebytes über Cyber-Kriminalitätstaktiken und -techniken, die Kennzahlen über einen Zeitraum von drei Monaten vergleicht, betrachtet der jährliche State of Malware-Bericht Januar bis November 2018 mit dem gleichen Zeitraum im Jahr 2017. Das Sicherheitsunternehmen vergleicht dabei die von Forschern gesammelten Erkenntnisse mit Daten, die von Honeypots, virtuellen Sandboxes und der eigenen Telemetrie für Geschäfts- und Konsumgüter gesammelt wurden, um die wichtigsten Bedrohungen für das Jahr und Trends in Bezug auf Volumen und Verteilung zu identifizieren.

  • Report erkennt 480 neue Bedrohungen pro Minute

    Der neue McAfee Labs Threats Report untersucht die Entwicklungen von Cyber-Angriffen des dritten Quartals 2018. Der Report verzeichnet durchschnittlich 480 neue Bedrohungen pro Minute und einen starken Anstieg jener Malware, die auf IoT-Geräte abzielt. Auch Krypto-Mining-Malware steigt um weitere 71 Prozent an und der Finanzsektor registrierte einen 20-prozentigen Anstieg an Cyber-Angriffen und Datenverlusten. "Cyber-Kriminelle zielen darauf ab, sich sowohl neue als auch alte Schwachstellen zur Waffe zu machen. Gleichzeitig gibt es immer mehr verfügbare Dienste in Untergrundmärkten, die ihre Wirksamkeit drastisch erhöht haben", sagt Christiaan Beek, Lead Scientist bei McAfee. "Solange Lösegelder gezahlt werden und relativ einfache Angriffe, wie Phishing-Kampagnen, erfolgreich sind, werden Cyber-Kriminelle diese Techniken weiterhin einsetzen. Die Verfolgung aktueller Malware-Trends in den Untergrundmärkten und versteckten Foren ermöglicht es Cyber-Sicherheitsverantwortlichen sich gegen aktuelle Angriffe zu verteidigen und diesen in der Zukunft einen Schritt voraus zu sein."

  • Unsichere SSL-Verschlüsselungsprotokolle

    WatchGuard Technologies hat ihren Internet Security Report für das dritte Quartal 2018 veröffentlicht. Dieser zeigt deutlich die zunehmende Verbreitung von Malware: Zum ersten Mal überhaupt hat es dabei auch eine Mac-basierte Variante in die Top Ten geschafft. Darüber hinaus verzeichnete WatchGuard im asiatisch-pazifischen Wirtschaftsraum mehr Malware-Treffer als in jeder anderen geografischen Region. Zudem offenbart sich, dass 6,8 Prozent der 100.000 weltweit führenden Webseiten noch alte, unsichere SSL-Verschlüsselungsprotokolle akzeptieren.

  • Krypto-Miner überflügeln Ransomware

    Im Jahr 2018 ist die Anzahl bösartiger Krypto-Mining-Software um 83 Prozent gestiegen, wie ein aktueller weltweiter Report von Kaspersky Lab zeigt. In den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres konnten bereits über 5 Millionen Online-Attacken verzeichnet werden. Im gleichen Zeitraum waren es im Vorjahr noch 2,7 Millionen. Laut Kaspersky Lab ist dieser Krypto-Goldrausch unter Cyberkriminellen insbesondere auf die Installation und Verwendung nicht lizenzierter Software und Inhalte durch Nutzer zurückzuführen. Damit überflügeln schädliche Krypto-Miner sogar Ransomware, die Hauptbedrohung der vergangenen Jahre.