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Mobile Banktrojaner immer ausgereifter


Anzahl mobiler Schädlinge hat sich im Jahr 2015 verdreifacht
Report: Mobile Ransomware und Bankschädlinge im deutschsprachigen Raum

(04.04.16) - Die Anzahl der in 2015 von Kaspersky Lab identifizierten mobilen Schadprogramme hat sich im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht. Die gefährlichsten Malware-Arten für Nutzer von Smartphones und Tablets waren Erpresser-Software (Ransomware), finanzdatenstehlende Schädlinge wie Banktrojaner sowie Malware, mit der man uneingeschränkt Rechte für ein infiziertes Gerät erhält. Auch der deutschsprachige Raum wird verstärkt mobil angegriffen. So identifizierten die Experten von Kaspersky Lab im vergangenen Jahr weltweit die zweit meisten mobilen Ransomware- und Bankschädlingsattacken in Deutschland. Nutzer in Österreich und der Schweiz waren ebenso verstärkt von Ransomware-Attacken betroffen. Zudem sind Nutzer in Deutschland und Österreich von dem bis dato für Android-Geräte gefährlichsten Bank-Trojaner Acecard betroffen.

Der Kaspersky-Report "Virologie mobiler Geräte 2015" beinhaltet zudem die folgenden Erkenntnisse:
• >> Verdreifachung des Schädlingsaufkommen: Im Jahr 2015 entdeckten die Experten von Kaspersky Lab 884.774 neue mobile Schädlinge. Im Jahr 2014 waren es noch 295.539.
• >> Mobile Banktrojaner: Insgesamt wurden im Jahr 2015 rund 7.030 neue mobile Banktrojaner entdeckt.
• >> Fünfmal mehr Attacken: 94.344 Nutzer von Kaspersky-Lösungen wurden im Jahr 2015 mobil attackiert. Im Jahr 2014 waren es noch 18.478 Nutzer.

"Die zunehmende Funktionalität mobiler Geräte geht mit einer Weiterentwicklung mobiler Cyberattacken einher, die es vor allem auf den Diebstahl von Geld abgesehen haben", sagt Roman Unuchek, Senior Malware Analyst bei Kaspersky Lab. "Das vergangene Jahr war im mobilen Bereich geprägt von Ransomware und Banktrojanern. Zudem wurde die Schädlingsgattung Adware verstärkt dazu eingesetzt, Geräte mit anspruchsvolleren Schadprogrammen zu infizieren. Auch stellen wir den Trend fest, dass mobile Malware uneingeschränkten Zugriff auf infizierte Geräte erhält. Nutzer sollten sich daher präventiv schützen und mobile Antivirenlösungen einsetzen."

Mehr mobile Ransomware, auch im deutschsprachigen Raum
Mobile Cybererpressung erfolgt gewöhnlich so: Ein mit Ransomware infiziertes Gerät wird gesperrt. Im Anschluss öffnet sich ein Fenster, das dem Opfer mitteilt, dass illegale Aktionen durchgeführt wurden. Für die Geräteentsperrung werden häufig Lösegeldsummen zwischen 10 und 100 Euro verlangt. Laut den Daten von Kaspersky Lab wurden im vergangenen Jahr die meisten Ransomware-Attacken in Russland, Deutschland und Kasachstan durchgeführt. Auch österreichische und Schweizer Kaspersky-Nutzer hatten mit mobiler Ransomware zu kämpfen. Insgesamt entdeckten die Sicherheitsexperten im Jahr 2015 3,5 Mal mehr mobile Ransomware-Apps als im Jahr zuvor. Kaspersky Lab geht davon aus, dass die Angriffe auch in diesem Jahr zunehmen und anspruchsvoller werden.

Mobile Banktrojaner werden zunehmend komplexer und funktionieren meist wie folgt:
Nachdem ein Gerät infiziert wurde, blendet der mobile Trojaner beim Aufruf legitimer Bankseiten oder Online-Bezahl-Apps eine gefälschte Version ein. Diese fängt die vom Opfer eingegebenen Daten ab. Die meisten Angriffe über Banktrojaner wurden im Jahr 2015 in Russland, Deutschland und der Ukraine identifiziert. Die größte Gefahr – auch im deutschsprachigen Raum – ist der Schädling Acecard, der auf sehr ausgeklügelte Weise Nutzer mehrerer dutzend Bank- und Web-Services attackiert. (Kaspersky Lab: ra)

Kaspersky Lab: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Statistiken

  • Malware- & Netzwerkangriffe nehmen zu

    Wie der aktuell veröffentlichte "WatchGuard Internet Security Report" für das dritte Quartal 2019 belegt, sollte bei per E-Mail eingehenden Word-, RTF- oder anderen Office-Dokumenten weiterhin besondere Vorsicht gelten. Diesmal haben es gleich zwei einschlägige Malware-Varianten in die Top 10 geschafft. Die Nase vorn hat dabei ein Angriffsversuch, der auf einer Schwachstelle des Word-Formeleditors basiert. Dieser ermöglicht es Hackern beliebigen Code auszuführen, sobald das manipulierte Dokument geöffnet wird. Sowohl hinsichtlich der Gesamtmenge als auch der Verbreitung solch Office-basierter Übergriffe wurden dabei im dritten Quartal neue Bestmarken erreicht: Neben der Anzahl entsprechender Attacken verdoppelte sich auch der Adressatenkreis im Vergleich zum Vorquartal. Die Übermittlung erfolgte in der Mehrzahl aller Fälle per E-Mail. Daher wird es gerade für Unternehmen immer wichtiger, ihre Mitarbeiter gezielt zu sensibilisieren. Schulungen und Aufklärungsinitiativen können dazu beitragen, dass Anwender solche und andere Übergriffe sowie Phishing-Versuche besser erkennen.

  • Ein Drittel mehr DDoS-Attacken

    Im dritten Quartal 2019 stieg die Anzahl der DDoS-Angriffe gegenüber dem Vorquartal um ein Drittel (30 Prozent) an; mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Attacken fand im September statt. Darüber hinaus gab es einen Anstieg einfacherer DDoS-Angriffe, die vor allem akademische Webseiten im Visier hatten. Der Anstieg ist durch eine Vielzahl einfacherer Angriffe bedingt, während in den vorherigen Quartalen das Wachstum auf eine Zunahme intelligenter Angriffe zurückzuführen war, die von erfahrenen Cyberkriminellen auf Anwendungsebene durchgeführt wurden. In diesem Quartal sank der Anteil dieser Art von Angriffen auf 28 Prozent aller DDoS-Angriffe, im zweiten Quartal machten intelligente Angriffen noch die Hälfte (50 Prozent) aus.

  • Vermehrt Ransomware-Angriffe auf NAS-Systeme

    Kaspersky-Forscher haben im Rahmen einer aktuellen Studie eine neue Art von Ransomware-Angriff identifiziert, der im Hinblick auf Network Attached Storage (NAS) ein neues Risiko für Backup-Daten darstellt, die in der Regel auf solchen Geräten gespeichert werden. Da NAS bislang weitgehend als sichere Technologie galt, sind Nutzer hinsichtlich potenzieller Infektionen zumeist unvorbereitet - wodurch deren Daten einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind. Um Network Attached Storages anzugreifen, scannen Cyberkriminelle IP-Adressverzeichnisse und suchen dort nach NAS-Systemen, die über das Internet erreicht werden können. Auch wenn Webschnittstellen nur mittels Authentifizierung zugänglich sind, läuft auf einer Reihe von Geräten Software, die Schwachstellen enthält. Dies ermöglicht es Angreifern, einen Trojaner mittels Exploits zu installieren, der alle Daten auf den mit dem NAS verbundenen Geräten verschlüsselt.

  • Cyberkriminelle schlagen bevorzugt an Werktagen zu

    Barracuda Networks hat ihren aktuellen Spear-Phishing-Report veröffentlicht. Im Zeitraum von Juli bis September 2019 identifizierte der Sicherspezialist 1,5 Millionen Spear-Phishing-Attacken bei über 4.000 Unternehmen oder Institutionen, die "Barracuda Sentinel" einsetzen, ein Cloud-Service mit KI-Lösung zur Echtzeit-Abwehr von Spear-Phishing-Attacken und Betrugsversuchen. Folgender vier Vektoren bedienten sich die Angreifer hauptsächlich: Scamming (39 Prozent): Diese Angriffe zielen ab auf private, sensible und persönliche Informationen wie etwa Kontodaten oder Kreditkartennummern.

  • Sextortion ein sehr großes Problem

    Proofpoint hat ihren neuesten Threat Report für das dritte Quartal 2019 veröffentlicht. Darin zeigt das Unternehmen aktuelle Trends und Bedrohungen im Bereich Cybersecurity auf. Besonders auffällig ist dabei, dass die Schadsoftware Emotet allein bei 12 Prozent aller E-Mails mit Malware im Anhang zum Einsatz kam - obwohl Emotet nur in den letzten beiden Wochen des Septembers nennenswert aktiv war. Das heißt demnach, dass in diesem kurzen Zeitraum mehrere Millionen von Nachrichten mit bösartigen URLs oder Anhängen versandt wurden. Eine der treibenden Kräfte hinter der weltweiten Verbreitung von Emotet ist die in Fachkreisen als TA542 (Thread Actor 542) bezeichnete Gruppierung. Diese Gruppe Cyberkrimineller ist für den Vertrieb von Emotet "zuständig" und erweiterte in diesem Zeitraum auch ihr regionales Targeting auf eine Reihe neuer Länder, darunter Italien, Spanien, Japan, Hongkong und Singapur. TA542 hat dabei Methoden angewandt, von denen sich die Gruppe Anfang 2019 zunächst getrennt hatte. Dazu gehören beispielsweise sehr gezielte eingesetzt saisonale und topaktuelle Köder. In diesem Zusammenhang beobachtete Proofpoint zum Beispiel am 23. September, dass in den Nachrichten häufiger als sonst von Edward Snowden die Rede war und die Cyberkriminellen ihre Köder entsprechend anpassten.