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Volumenattacken weiter gestiegen


Die Zahl der DDoS-Attacken ist im 1. Quartal 2016 im Vergleich zum vorherigen Quartal fast 30 Prozent gewachsen
Alle zwei Minuten steht in der DACH-Region ein Opfer unter einer DDoS-Attacke

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Angriffsstärke
Angriffsstärke DDoS-Angreifer nutzen am häufigsten UDP Floods, TCP SYN Floods und UPD Fragments, Bild: Link11

Link11, DDoS-Schutzanbieterin aus Deutschland, hat ihren DDoS-Report für die drei Länder Deutschland, Österreich und die Schweiz veröffentlicht. Bislang liegen für diese drei Länder nur unzureichende Statistiken und Analysen vor, obwohl DDoS-Attacken zu den häufigsten Sicherheitsvorfällen zählen.

Der Link11 DDoS-Report basiert auf den Analysen von ca. 7.000 DDoS-Attacken auf Ziele in der DACH-Region von Januar bis März Er fasst für das 1. Quartal 2016 die aktuellen Tendenzen zu DDoS-Angriffen mit ihren Angriffsbandbreiten, Attacken-Vektoren, Quellländern zusammen. Eine Analyse zu DDoS-Erpressungen in den ersten drei Monaten 2016 und eine Case-Study zu DDoS-Angriffen auf Kinobetreiber in Deutschland ergänzen das Lagebild.

Die wichtigsten Fakten für Deutschland, Österreich und die Schweiz:

>>
Die Zahl der DDoS-Attacken ist im 1. Quartal 2016 im Vergleich zum vorherigen Quartal um 29,6 Prozent gestiegen.

>> Jede 2. Minute steht in Deutschland, Österreich oder der Schweiz ein Opfer unter DDoS-Attacke.

>> Für 29 Angriffe konnte das LSOC Spitzenbandbreiten von über 80 Gigabyte pro Sekunden (Gbps) nachweisen. Attacken in dieser Größenordnung klassifiziert das LSOC als Hyper-Attacken.

>> Die größte Attacke, die das LSOC im 1. Quartal 2016 gemessen und abgewehrt hat, betrug über 147 Gbps.

>> Die größte gemessene und abgewehrte Paketfilterrate betrug 47 Millionen Pakete pro Sekunde (pps).

>> Der Anteil von Volumenattacken ist im Vergleich zum vorherigen Quartal weiter gestiegen. Er liegt jetzt bei 98,1 Prozent.

>> DDoS-Angreifer nutzen am häufigsten UDP Floods (29,2 Prozent), TCP SYN Floods (18,7 Prozent) und UPD Fragments (17,2 Prozent).

>> Bei 3 von 5 Volumenattacken handelt es sich um Multivektor-Attacken. Die Kombination von drei Vektoren (36,3 Prozent) ist am häufigsten anzutreffen.

>> Bei je einer Attacke konnte das LSOC den Einsatz von acht und neun Vektoren nachweisen.

Zunahme von DDoS-Erpressungen im 1. Quartal
Bei DDoS-Erpressungen hat das LSOC einen weiteren Anstieg von neuen Tätergruppen beobachtet. Neben der schon bekannten Erpresserbande Armada Collective sind neue Täter wie Gladius und RedDoor zum Teil äußerst aggressiv gegen Unternehmen in Deutschland, Österreich und die Schweiz vorgegangen.

Kinobetreiber im Visier von DDoS-Angreifern
Große Kinoketten in Deutschland waren Anfang März Ziel von DDoS-Angriffen. Die Angreifer legten zeitlich versetzt die Webserver unterschiedlicher Kinobetreiber lahm. Die Ausfallzeiten betrugen zum Teil mehrere Stunden. Betroffen waren neben den Kinowebseiten auch die Reservierungs- und die Kauffunktion von Tickets.

Informationen zum Link11 DDoS-Report zur DDoS-Report
Die DDoS-Reports für die DACH-Region liefern im Drei-Monats-Rhythmus detaillierte Einblicke in DDoS-Attacken und DDoS-Erpressungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Bericht konzentriert sich auf die Auswertung verschiedener Attackenmerkmale und vergleicht sie mit Kennzahlen aus dem vorangegangenen Untersuchungszeitraum.

Entscheider und IT-Verantwortliche sollen mit den Link11 DDoS-Reports einen Überblick über die aktuelle Bedrohungslage erhalten. Aussagekräftige Statistiken und fundierte Analysen helfen ihnen, das eigene DDoS-Risiko besser einzuschätzen und die Entscheidungen zu notwendigen Schutzmaßnahmen zu treffen.
(Link 11: ra)

eingetragen: 08.06.16
Home & Newsletterlauf: 28.06.16

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Meldungen: Statistiken

  • Malware- & Netzwerkangriffe nehmen zu

    Wie der aktuell veröffentlichte "WatchGuard Internet Security Report" für das dritte Quartal 2019 belegt, sollte bei per E-Mail eingehenden Word-, RTF- oder anderen Office-Dokumenten weiterhin besondere Vorsicht gelten. Diesmal haben es gleich zwei einschlägige Malware-Varianten in die Top 10 geschafft. Die Nase vorn hat dabei ein Angriffsversuch, der auf einer Schwachstelle des Word-Formeleditors basiert. Dieser ermöglicht es Hackern beliebigen Code auszuführen, sobald das manipulierte Dokument geöffnet wird. Sowohl hinsichtlich der Gesamtmenge als auch der Verbreitung solch Office-basierter Übergriffe wurden dabei im dritten Quartal neue Bestmarken erreicht: Neben der Anzahl entsprechender Attacken verdoppelte sich auch der Adressatenkreis im Vergleich zum Vorquartal. Die Übermittlung erfolgte in der Mehrzahl aller Fälle per E-Mail. Daher wird es gerade für Unternehmen immer wichtiger, ihre Mitarbeiter gezielt zu sensibilisieren. Schulungen und Aufklärungsinitiativen können dazu beitragen, dass Anwender solche und andere Übergriffe sowie Phishing-Versuche besser erkennen.

  • Ein Drittel mehr DDoS-Attacken

    Im dritten Quartal 2019 stieg die Anzahl der DDoS-Angriffe gegenüber dem Vorquartal um ein Drittel (30 Prozent) an; mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Attacken fand im September statt. Darüber hinaus gab es einen Anstieg einfacherer DDoS-Angriffe, die vor allem akademische Webseiten im Visier hatten. Der Anstieg ist durch eine Vielzahl einfacherer Angriffe bedingt, während in den vorherigen Quartalen das Wachstum auf eine Zunahme intelligenter Angriffe zurückzuführen war, die von erfahrenen Cyberkriminellen auf Anwendungsebene durchgeführt wurden. In diesem Quartal sank der Anteil dieser Art von Angriffen auf 28 Prozent aller DDoS-Angriffe, im zweiten Quartal machten intelligente Angriffen noch die Hälfte (50 Prozent) aus.

  • Vermehrt Ransomware-Angriffe auf NAS-Systeme

    Kaspersky-Forscher haben im Rahmen einer aktuellen Studie eine neue Art von Ransomware-Angriff identifiziert, der im Hinblick auf Network Attached Storage (NAS) ein neues Risiko für Backup-Daten darstellt, die in der Regel auf solchen Geräten gespeichert werden. Da NAS bislang weitgehend als sichere Technologie galt, sind Nutzer hinsichtlich potenzieller Infektionen zumeist unvorbereitet - wodurch deren Daten einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind. Um Network Attached Storages anzugreifen, scannen Cyberkriminelle IP-Adressverzeichnisse und suchen dort nach NAS-Systemen, die über das Internet erreicht werden können. Auch wenn Webschnittstellen nur mittels Authentifizierung zugänglich sind, läuft auf einer Reihe von Geräten Software, die Schwachstellen enthält. Dies ermöglicht es Angreifern, einen Trojaner mittels Exploits zu installieren, der alle Daten auf den mit dem NAS verbundenen Geräten verschlüsselt.

  • Cyberkriminelle schlagen bevorzugt an Werktagen zu

    Barracuda Networks hat ihren aktuellen Spear-Phishing-Report veröffentlicht. Im Zeitraum von Juli bis September 2019 identifizierte der Sicherspezialist 1,5 Millionen Spear-Phishing-Attacken bei über 4.000 Unternehmen oder Institutionen, die "Barracuda Sentinel" einsetzen, ein Cloud-Service mit KI-Lösung zur Echtzeit-Abwehr von Spear-Phishing-Attacken und Betrugsversuchen. Folgender vier Vektoren bedienten sich die Angreifer hauptsächlich: Scamming (39 Prozent): Diese Angriffe zielen ab auf private, sensible und persönliche Informationen wie etwa Kontodaten oder Kreditkartennummern.

  • Sextortion ein sehr großes Problem

    Proofpoint hat ihren neuesten Threat Report für das dritte Quartal 2019 veröffentlicht. Darin zeigt das Unternehmen aktuelle Trends und Bedrohungen im Bereich Cybersecurity auf. Besonders auffällig ist dabei, dass die Schadsoftware Emotet allein bei 12 Prozent aller E-Mails mit Malware im Anhang zum Einsatz kam - obwohl Emotet nur in den letzten beiden Wochen des Septembers nennenswert aktiv war. Das heißt demnach, dass in diesem kurzen Zeitraum mehrere Millionen von Nachrichten mit bösartigen URLs oder Anhängen versandt wurden. Eine der treibenden Kräfte hinter der weltweiten Verbreitung von Emotet ist die in Fachkreisen als TA542 (Thread Actor 542) bezeichnete Gruppierung. Diese Gruppe Cyberkrimineller ist für den Vertrieb von Emotet "zuständig" und erweiterte in diesem Zeitraum auch ihr regionales Targeting auf eine Reihe neuer Länder, darunter Italien, Spanien, Japan, Hongkong und Singapur. TA542 hat dabei Methoden angewandt, von denen sich die Gruppe Anfang 2019 zunächst getrennt hatte. Dazu gehören beispielsweise sehr gezielte eingesetzt saisonale und topaktuelle Köder. In diesem Zusammenhang beobachtete Proofpoint zum Beispiel am 23. September, dass in den Nachrichten häufiger als sonst von Edward Snowden die Rede war und die Cyberkriminellen ihre Köder entsprechend anpassten.