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Schadprogramme werden immer raffinierter


Die Angriffe mit Ransomware nahmen im Jahresvergleich 2013/2014 um 113 Prozent zu
Crypto-Ransomware ist als Angriffsmethode stark auf dem Vormarsch und besonders schwer vom System zu entfernen

(09.09.15) - Auch Krankendaten sind nicht vor digitaler Erpressung sicher: Erst vor kurzem berichteten die Medien über einen Angriff auf eine Arztpraxis, deren Daten verschlüsselt und nur durch Zahlung eines Lösegeldes in unbekannter Höhe wieder zugänglich gemacht wurden. Auch wenn die Cyber-Attacke vielleicht nicht zielgerichtet war: Ransomware und gerade Crypto-Ransomware ist als Angriffsmethode stark auf dem Vormarsch und besonders schwer vom System zu entfernen.

Die Angriffe mit Ransomware nahmen im Jahresvergleich 2013/2014 um 113 Prozent zu. Die auch als "Erpresser-Software" bekannten Schadprogramme werden immer raffinierter. Insbesondere die Menge der Crypto-Ransomware ist um den Faktor 45 im Vergleich zu 2013 gestiegen. Die von Cyberkriminellen anvisierten Zielgruppen sind in erster Linie Privatanwender und Kleinstunternehmen – wie eben Arztpraxen oder auch Rechtsanwaltskanzleien.

Für kleines Geld ist Ransomware auf dem Internet-Schwarzmarkt erhältlich und kann dort von Cyberkriminellen gekauft werden. Mittlerweile gibt es sogar eine Software-as-a-Service (SaaS)-Version dieser Erpressersoftware, für die der Angreifer dann lediglich noch die Zielgruppe definieren muss – alles andere wird für ihn "erledigt". (Symantec: ra)

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Meldungen: Statistiken

  • Gezielte Angriffe und Spähversuche

    Die Gegner im Cyberspace waren in der zweiten Hälfte des Jahres 2018 extrem fleißig. Das zeigen die Statistiken aus F-Secures weltweitem Netzwerk von Honeypots. Diese verzeichneten in diesem Zeitraum einen vierfachen Anstieg der Aktivitäten für gezielte Angriffe und Spähversuche.

  • Krypto-Miner verdrängen Ransomware

    Malwarebytes veröffentlichte ihren Sicherheitsbericht mit einer Analyse der wichtigsten Malware-Bedrohungen im Jahr 2018. Im Gegensatz zu den vierteljährlichen Berichten von Malwarebytes über Cyber-Kriminalitätstaktiken und -techniken, die Kennzahlen über einen Zeitraum von drei Monaten vergleicht, betrachtet der jährliche State of Malware-Bericht Januar bis November 2018 mit dem gleichen Zeitraum im Jahr 2017. Das Sicherheitsunternehmen vergleicht dabei die von Forschern gesammelten Erkenntnisse mit Daten, die von Honeypots, virtuellen Sandboxes und der eigenen Telemetrie für Geschäfts- und Konsumgüter gesammelt wurden, um die wichtigsten Bedrohungen für das Jahr und Trends in Bezug auf Volumen und Verteilung zu identifizieren.

  • Report erkennt 480 neue Bedrohungen pro Minute

    Der neue McAfee Labs Threats Report untersucht die Entwicklungen von Cyber-Angriffen des dritten Quartals 2018. Der Report verzeichnet durchschnittlich 480 neue Bedrohungen pro Minute und einen starken Anstieg jener Malware, die auf IoT-Geräte abzielt. Auch Krypto-Mining-Malware steigt um weitere 71 Prozent an und der Finanzsektor registrierte einen 20-prozentigen Anstieg an Cyber-Angriffen und Datenverlusten. "Cyber-Kriminelle zielen darauf ab, sich sowohl neue als auch alte Schwachstellen zur Waffe zu machen. Gleichzeitig gibt es immer mehr verfügbare Dienste in Untergrundmärkten, die ihre Wirksamkeit drastisch erhöht haben", sagt Christiaan Beek, Lead Scientist bei McAfee. "Solange Lösegelder gezahlt werden und relativ einfache Angriffe, wie Phishing-Kampagnen, erfolgreich sind, werden Cyber-Kriminelle diese Techniken weiterhin einsetzen. Die Verfolgung aktueller Malware-Trends in den Untergrundmärkten und versteckten Foren ermöglicht es Cyber-Sicherheitsverantwortlichen sich gegen aktuelle Angriffe zu verteidigen und diesen in der Zukunft einen Schritt voraus zu sein."

  • Unsichere SSL-Verschlüsselungsprotokolle

    WatchGuard Technologies hat ihren Internet Security Report für das dritte Quartal 2018 veröffentlicht. Dieser zeigt deutlich die zunehmende Verbreitung von Malware: Zum ersten Mal überhaupt hat es dabei auch eine Mac-basierte Variante in die Top Ten geschafft. Darüber hinaus verzeichnete WatchGuard im asiatisch-pazifischen Wirtschaftsraum mehr Malware-Treffer als in jeder anderen geografischen Region. Zudem offenbart sich, dass 6,8 Prozent der 100.000 weltweit führenden Webseiten noch alte, unsichere SSL-Verschlüsselungsprotokolle akzeptieren.

  • Krypto-Miner überflügeln Ransomware

    Im Jahr 2018 ist die Anzahl bösartiger Krypto-Mining-Software um 83 Prozent gestiegen, wie ein aktueller weltweiter Report von Kaspersky Lab zeigt. In den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres konnten bereits über 5 Millionen Online-Attacken verzeichnet werden. Im gleichen Zeitraum waren es im Vorjahr noch 2,7 Millionen. Laut Kaspersky Lab ist dieser Krypto-Goldrausch unter Cyberkriminellen insbesondere auf die Installation und Verwendung nicht lizenzierter Software und Inhalte durch Nutzer zurückzuführen. Damit überflügeln schädliche Krypto-Miner sogar Ransomware, die Hauptbedrohung der vergangenen Jahre.